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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Dank eurer Stimmen haben wir die 1.000 Euro!

Veröffentlicht von Andrej Oelze | Abgelegt unter Clubleben

Vielen Dank an alle, die beim Voting von Berliner Sparkasse und Radio Berlin 88,8 im März unserem Projekt zum Training der visuellen Wahrnehmung ihre Stimme gaben! Wir haben die Sache gerockt und freuen uns nun offiziell über 1.000 Euro für die Organisation des Sommerfestes! Dank auch an 1.-Herrenspieler Daniel Henn, der die Aktion im Hintergrund koordiniert hatte. Mit 317 Stimmen haben wir es sogar unter die 40 ersten Projekte (von insgesamt 448) geschafft und sind damit der erfolgreichste Hockeyclub Berlins! Was hinter dem Projekt steckt, ist hier noch mal nachzulesen, alles Weitere zum Sommerfest folgt in Kürze an dieser Stelle!

Kommentare gesperrt - Veröffentlicht am 4. April 2018 um 15:45 Uhr

Hockey – eine Zeitreise Teil XIV: Hockeyschläger in der DDR

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Hockey-Route 54 · Unsere Clubgeschichte

Auf unserer Homepage ist zu lesen: „Hockeyequipment und alle Stücke der Rotation-Kollektion sind bei unserem Partnershop A+B Prosport erhältlich“ So einfach ist das heute.
Zu DDR-Zeiten war das ein Traum. Dabei war die DDR noch in der günstigen Situation, dass Hockeyschläger durch den VEB Sportgeräte Görlitz selbst produziert wurden (s. dazu „Hockeyspiegel 5/1977, S.7). Diese einstmals private Firma „Otto Gonschior“ produzierte bereits seit 1919 Hockeyschläger. Sie trugen den Markennamen Gero. Unter den wirtschaftlichen Gegebenheiten der DDR, standen der Firma die erforderlichen hochwertigen Holzrohstoffe nicht oder nur in begrenztem Maße zur Verfügung. Die Schläger der Marke „Gero“ hatten demzufolge –wie in meinem vorherigen Artikel angedeutet – eine schlechte Qualität und wurden in unserem Jargon daher geringschätzig als „Gero-Eiche“ bezeichnet, wenngleich der Schaft natürlich nicht aus Eichenholz bestand.
Hochwertige Hockeyschläger wurden in begrenzter Stückzahl aus Indien importiert. Diese Hockeyschläger wurden aber nicht im Einzelhandel verkauft (um den Kauf durch Nichthockeyspieler zu vermeiden), sondern wurden über einen zentral durch den Trainerrat des DDR-Hockeysportverbandes erarbeiteten Verteilerschlüssel den Hockeysektionen zugeteilt, die dieses Hockeyschlägerkontingent durch das Sporthaus Brühl in Leipzig abrufen konnten. So erhielt unserer BSG Rotation PB folgende Zuteilungen:
1980: 10 Hockeyschläger von DDR weit 515 indischen Hockeyschlägern
1981: 10 Hockeyschläger von DDR weit 525 indischen Hockeyschlägern und
1982: 8 von Hockeyschläger von DDR weit 380 indischen Hockeyschlägern.
Ich bitte darüber nicht einfach hinweg zu lesen, sondern sich das vor Augen zu halten. Unserer Sektion (unserem Verein) wurden in den genannten drei Jahren insgesamt 28 indische Hockeyschläger zugeteilt. Heute unvorstellbar. So war das aber. Unvorstellbar ist sicher auch, dass diese Zuteilung im Aufgabenbereich des Trainerrates des DHSV lag.
Um diese Importabhängigkeit zu vermeiden, wurde in der DDR unter dem Schlagwort „Importablösung“ in den 1980-er Jahren daran gearbeitet, Hockeyschläger ohne importierte Rohstoffe herzustellen. Dazu wurden Versuche unternommen „verleimte Vollhockeyschläger“ herzustellen, Das waren Hockeyschläger, die aus mehreren Sperrholzschichten verleimt wurden. Diese zu Ende der DDR durch die Firma Reinhardt Mißler in Meerane produzierten Hockeyschläger wurden notgedrungen vor allem im Kinderbereich genutzt, waren eine reine Notlösung und qualitativ völlig unbrauchbar.


Linkes Bild: unten Hockeyschläger der Firma Gonschior aus den 1950-er Jahren, darüber „Sperrholzschläger“ der späten 1980-er Jahre der Firma Mißler.
Rechtes und unteres Bild: Die Sperrholzstruktur der Keule ist gut erkennbar.
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Kommentare gesperrt - Veröffentlicht am 3. April 2018 um 18:31 Uhr

Hockey – eine Zeitreise Teil XIII: Die Revolution des Hockeyschlägers – Der Hockeyschläger aus Holz – mit einem Epilog zum Osterfest.

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Hockey-Route 54 · Unsere Clubgeschichte

Seit 1993 ist es 25 Jahre her, seitdem der Vollkunststoff-Hockeyschläger auf dem deutschen Markt erhältlich war (s. DHZ Nr. 13 vom 15.4.1999). Davor wurde mit Hockeyschlägern gespielt, die aus Holz hergestellt wurden. Es ist ohne weiteres einzusehen, dass Holzschläger und Vollkunststoffschläger sich sowohl in der Herstellungstechnologie wie auch in den Eigenschaften ganz wesentlich unterscheiden. Ich gehöre der Generation an, die mit Holzschlägern aufgewachsen ist. Als ich das erste Mal einen Vollkunststoffschläger in die Hand nahm, sagte ich „Der spielt ja fast von alleine“. Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass sich das Handling grundverschieden anfühlte. Dieser Unterschied war besonders zu spüren, wenn bei kaltem Wetter gespielt wurde, insbesondere im Frühjahr wenn es aus der Halle kommend wieder auf`s Feld ging. Jeder Schlag tat in der Hand weh, weil der Holzschläger, nicht, wie der Vollkunstschläger, in der Lage ist, diese Vibrationen aufzufangen. (Um eine Vorstellung von diesen sehr unangenehmen Vibrationen zu erhalten, nehme man einen beliebigen Holzstock und schlage z. B. gegen einen Stein). Zur Vermeidung solcher Vibrationen des Schlägerschaftes, wurden in den Schaft Gummieinlagen eingelassen, die den Schläger weich und biegsam machten und damit auch solche Vibrationen auffingen. Dazu wurden in den Schlägerschaft Gummieinlagen mit 0,1 bis 0,2 mm Stärke eingearbeitet. Je nach der Anzahl dieser Gummieinlagen wurde zwischen Ein-, Zwei-, und Dreischäftern unterschieden.

Dreischäfter
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1 Kommentar » Veröffentlicht am 30. März 2018 um 18:22 Uhr

1. Herren enttäuschen zum Hallen-Saisonende

Veröffentlicht von Andrej Oelze | Abgelegt unter 1. Herren

Ein Saisonrückblick von Max Anton und Malte Dreyer

Einen Monat ist sie bereits her, die letzte Partie der 1. Herren in der Hallen-Regio. Aber nach kurzer Pause und Start der Feldvorbereitung wollen wir noch einmal den Abschluss der Hallen-Regionalliga-Saison 2017/18 präsentieren – zumindest die letzten drei Spiele. Nach der 5:8-Niederlage gegen den ATV Leipzig trafen die 1. Herren am letzten Doppelwochenende der Hallensaison (17./18. Februar) auf den Lokalrivalen Real von Chamisso (Samstag, ) sowie auf das Team aus Potsdam (Sonntag, 25. Februar), dessen Abstieg schon vor Spielbeginn feststand. Eine Woche später begrüßte Rotation dann zum Saisonabschluss noch einmal in heimischer Halle den frisch gebackenen Zweitbundesligaaufsteiger TSV Leuna. Trotz der vermeintlich bedeutungslosen Partien – neben der Entscheidung um den Aufstieg war auch der Klassenerhalt bereits gesichert – gingen unsere Herren mit breiter Brust und Siegeshunger in die letzten beiden Partien. Am Ende standen jedoch einmal mehr die enttäuschende Punkteausbeute von null Punkten und die Gewissheit, in dieser Saison weit unter ihren Möglichkeiten geblieben zu sein. Doch der Reihe nach:

Partie gegen Chamisso mit spannender Schlussphase

Am Samstag stand für die Herren zunächst das Spiel gegen Real von Chamisso in der Sporthalle Sredzkistraße an. Um die Bedeutung dieses Lokalderbys wissend, gingen die Herren motiviert in die Partie, agierten in der ersten Viertelstunde jedoch weitestgehend unorganisiert und hektisch. Die Mannschaft von Real bewies in dieser Phase einmal mehr ihre Abgeklärtheit und nutzte die sich ihr bietenden Torchancen zu einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung. Nachdem sich das Spiel in der Folge zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten entwickelte, gelang Rotation schließlich der 2:1-Anschlusstreffer. Die dadurch aufkeimende Freude war jedoch nur von kurzer Dauer, da Real keine vier Minuten und zwei Strafecken später deutlich mit 4:1 davon gezogen war. Bis zur Halbzeit flachte das Spiel nun wieder ab. Nach zwei weiteren Eckentreffern, einem davon für Rotation durch Elmar Giercke, stand zur Pause somit ein unbefriedigendes 5:2 für Real auf der Anzeigetafel.

Auch in der zweiten Hälfte erwischte Real den besseren Start und ging bereits nach drei Minuten mit nunmehr 6:2 in Führung. Obwohl die deutliche Halbzeitansprache des Coaches also zunächst ihre Wirkung zu verfehlen schien, fanden die Herren von Rotation im Anschluss an den frühen Gegentreffer schließlich besser in die Partie und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Nach dem sich abzeichnenden Treffer für Rotation durch Julius Diestel, musste man keine Minute später jedoch das ernüchternde 7:3 hinnehmen. Dieses markierte zugleich den Anbruch der Schlussviertelstunde, die für alle Beteiligten noch einmal unerwartet spannend werden sollte. Denn nach einem erneuten Treffer durch Julius Diestel zum 7:4, konnte sich rund zehn Minuten vor Schluss auch der Kapitän von Rotation, Fritz Rinderspacher, in die Torschützenliste eintragen und nährte mit seinem Treffer zum 7:5 die Hoffnung auf Punkte für Rotation. Die Partie entwickelte sich angesichts einer nun mutiger agierenden Heimmannschaft sowie des Herausnehmens der Torhüter auf beiden Seiten zu einem offenen Schlagabtausch. Nach einem 7-Meter für Rotation, den das Berliner Urgestein Jonas Sydow zum 7:6 verwandeln konnte, gelang Rotation jedoch kein weiterer Treffer mehr und außer der Zufriedenheit über die gezeigte Moral in zweiten Halbzeit, konnte nichts Zählbares mitgenommen werden.

Enttäuschung in Potsdam

Am darauf folgenden Sonntag stand für die Herren dann das Auswärtsspiel gegen die bereits sicher abgestiegenen Herren aus Potsdam an. Es sollte ein schwaches, zerfahrenes und emotionales Spiel werden: Beide Mannschaften fanden zunächst eher schleppend in die Partie und nach einem zu Unrecht aberkannten Tor für Rotation, gelang es schließlich dem Heimteam aus Potsdam, den Ball als erstes im gegnerischen Tor zu versenken. Das Team von Rotation schaffte es gegen einen defensiv sehr kompakt stehenden Gegner in der Folge nicht, sich zwingende Torchancen zu erarbeiten und so ging es – trotz eines sich zunehmend abzeichnenden spielerischen Übergewichts von Rotation – mit einem 1:0-Rückstand in die Halbzeitpause.

Nach zehn weiteren torlosen Minuten in Halbzeit Zwei gelang Rotation in der 40. Minute schließlich der verdiente Ausgleich zum 1:1. Die Partie blieb aber weiter schwach, der Fokus von Rotation richtete sich jetzt stärker auf strittige Schiedsrichterentscheidungen, als auf die eigene sportliche Leistung. Die logische Konsequenz dieser Entwicklung stellte dann das 2:1 für Potsdam dar, das den Schlusspunkt sowohl der Partie als auch des enttäuschenden Doppelwochenendes markierte.

Leuna als frisch gebackener Aufsteiger eine Nummer zu groß

Zum Abschluss einer durchwachsenen Saison mussten die Herren am letzten Spieltag noch einmal zu Hause gegen den bereits feststehenden Zweitbundesliga-Aufsteiger TSV Leuna ran: Obwohl bereits alles entschieden war und beide Teams ihre Ziele für diese Saison erreicht hatten, konnte man merken, dass sich beide Teams noch einmal vor gut gefüllter Halle teuer verkaufen wollten. So begann zum Saisonabschluss ein mit am Ende insgesamt 19 Toren torreiches Spiel. Direkt in den ersten Minuten merkte man die Klasse der Männer aus Leuna und so lagen die Rotationer schnell mit 0:2 hinten. Diesem Rückstand liefen die Mannen unter Trainer Felix Rugor auch die restlichen 25 Minuten der ersten Halbzeit hinterher. Ernüchternder Halbzeitstand: 3:7 aus Rotation-Sicht.

Die zweite Halbzeit sollte dann nach Wunsch der Hausherren besser werden. Dies gelang aber nur teilweise. Man sah zwar besseres Hockey und die Jungs in Orange kämpften, doch die individuelle Klasse und die Eingespieltheit der Gäste waren zu viel für die Prenzlauer Berger – Endergebnis 7:12.

So endet eine Saison, mit vielen Hochs und Tiefs, am Ende auf Tabellenplatz sechs mit 16 Punkten aus 14 Spielen:

Die 1. Herren haben die durchwachsene Hallensaison bereits größtenteils abgehakt und fokussieren sich mittlerweile schon vollständig auf die Rückrunde in der Feld-Regio. Als Tabellenvorletzter – punktgleich mit Schlusslicht Leuna – geht es hier in einer engen unteren Tabellenhälfte um den Ligaverbleib. Aber mehr dazu in den kommenden Tagen!

Kommentare gesperrt - Veröffentlicht am 25. März 2018 um 8:37 Uhr

Hockey – eine Zeitreise Teil XII: Die Revolution des Hockeyschlägers – die Keule (Kufe)

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Hockey-Route 54 · Unsere Clubgeschichte

Die Zeit zwischen Hallen- und Feldsaison gibt mir erneut Gelegenheit, um auf Hockeyzeitreise zu gehen. Ich habe in dieser Serie bereits über die Geschichte der Regeländerungen (Teil 1 bis Teil 9) sowie über die Revolution der Torwartausrüstung (Teil 10 und 11) berichtet. Mein Anliegen bestand und besteht u. a. darin aufzuzeigen, wie die Änderungen im Regelwerk und im Equipment (Torwartausrüstung, Hockeyschläger und Hockeybälle sowie Spielfläche Hartplätze, Naturrasen, Kunstrasen) unseren Sport über die Zeit verändert haben. Hockey heute ist ein anderes Hockey als Hockey gestern.
Das möchte ich den folgenden Beiträgen am Beispiel der Revolution des Hockeyschlägers verdeutlichen.
Wenn Hockeyschläger der 1950-er und Hockeyschläger von heute miteinander verglichen werden, fallen zwei Unterschiede sofort ins Auge. Die Kufe der Schläger (auch als Keule bezeichnet) ist heute wesentlich kürzer als die lang gezogene Hockeyschlägerkufe früherer Jahre und das Material, aus dem Hockeyschläger bestehen , ist völlig verschieden.

Die Hockeykufe:
Die kurze, sogenannte asiatische oder auch indische Kufe verdrängte seit den 1950-er Jahre die langgezogene Hockeykufe.

Hockeykufen im Wandel der Zeit: Die Kufen dieser Holzschläger stammen a) (unten) aus den 1930-er Jahren; b) (Mitte) aus den 1950-er Jahren und c) (oben) Ende der 1980-er Jahre
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Kommentare gesperrt - Veröffentlicht am 24. März 2018 um 19:40 Uhr