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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Nachmachen erlaubt

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Bolalas, News

Sandra, Spielerin unserer BOLALAS (Bogenlampenladies), sandte  mir ihr “Hometrainingsvideo”. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht. Die  allermeisten werden Sandra sicher nicht kennen, Daher hier in aller Kürze ihre Hockeyvita: Sandra begann  1982 bei Rotation mit dem Hockeyspielen, war Stürmerin in unserer Regionalligamannschaft und für ein paar Jahre in der Bundesligamannschaft der Zehlendorfer Wespen und ist heute immer noch bei unseren Bolalas aktiv – frei nach dem Motto einmal Rotation immer Rotation.  Auch das darf gerne nachgelebt werden.

… hier das Video:  2021 Sandra

und hier Sandra als Spielerin unserer A-Mädchenmannschaft 1988 bei der DDR-Meisterschaft in Osternienburg (4. Platz): – alle drei spielen auch heute noch, 32 Jahre später,  bei unseren Bolalas – Hockey ist eben mehr als nur Sport – Hockey ist auch Gemeinsachft.

 

 

Jetzt kommentieren » Veröffentlicht am 7. Januar 2021 um 18:22 Uhr

Wie Rudolf zu seiner roten Nase kam

Veröffentlicht von Friederike Püllenberg | Abgelegt unter Clubleben, News

Jeder kennt das Rentier mit der roten Nase. Aber wisst ihr auch, woher die ungewöhnliche Farbe kommt? Ich will es euch verraten.

Auch der Weihnachtsmann musste wegen Corona auf die Hygieneregeln bei seinen Mitarbeitern achten. Alle Wichtel halten seither beim Geschenke packen mindestens 2 Meter Abstand und dürfen während der Arbeit nicht mehr miteinander tuscheln und Vanillekipferl oder Zimtsterne naschen. Auch bei den Rentieren musste sich der Weihnachtsmann etwas einfallen lassen. Normalerweise dürfen sich die Rentiere vor Weihnachten immer im warmen Stall ausruhen und sich schonen, damit sie für den anstrengenden Weihnachtsabend fit genug sind. Aber weil die Tiere dort nicht genug Abstand zueinander haben, schickte der Weihnachtsmann die Hälfte auf die Koppel.

Rudolf war sauer. Auf der Koppel war es kalt und außerdem furchtbar langweilig, wenn man nicht mit den anderen spielen durfte. Also flog er eines Nachmittags, als es schon dämmerte, in die Stadt. Überall leuchteten Lichterketten und Sterne. Und ganz besonders hell leuchtete eine Koppel mitten in der Stadt. Rudolf freute sich: “Hier kann ich sicher neue Rentier Freunde finden”, dachte er sich. Doch als er gerade auf der Koppel landen wollte, spürte er einen furchtbaren Schmerz.

“Aua! Meine Nase!”

Was war das denn? Es sah aus wie ein Schneeball. Aber es war viel härter und nicht so kalt. Rudolf war noch ganz benommen, als er plötzlich 10 Kinder über sich sah. Wo waren die Rentiere hin? “Tut mir leid. Ich hab dich nicht gesehen. Das war wirklich keine Absicht”, sagte eins der Kinder. “Wir haben gerade Schlenzen geübt und ich hab mich so sehr konzentriert, dass…” “Oh Gott, schau mal die Nase an! Die ist ja ganz dick und rot”, sagte ein anderes Kind. Jetzt kam auch die Trainerin dazu und fragte: “Soll ich dir einen Kühlakku holen?” “Ja bitte”, schniefte Rudolf. “Wie sieht denn das aus, wenn ich mit einer dicken roten Nase vor den Weihnachtsschlitten gespannt werde. Womöglich werde ich sogar ausgewechselt. Oh nein. Das wäre furchtbar. Und dabei habe ich mich schon das ganze Jahr auf diesen Tag gefreut. Was soll ich denn jetzt machen?” “Also erstmal legst du den Kühlakku auf deine Nase, damit aus der roten Nase nicht noch eine dicke Beule wird”, sagte die Trainerin. Doch das beruhigte Rudolf nicht sehr. Er dachte immer noch daran, dass er mit seiner Verletzung sicher am Heiligabend auf der Auswechselbank sitzen müsste und nicht mit den anderen losfliegen dürfte. Wäre er doch lieber auf der Koppel bei den anderen Rentieren geblieben und hätte brav mit Abstand einen ganz gewöhnlichen, langweiligen Tag gehabt. Dann wäre ihm das sicher nicht passiert.

“Schaut mal, es schneit”, rief plötzlich eins der Kinder. Doch kaum kamen die ersten Flocken herunter, kitzelte eine davon Rudolf an der Nase.

“Hatschi!”

Auf einmal schauten alle Kinder Rudolf ganz verdattert an. “Deine Nase leuchtet ja!” Rudolf fing an zu schluchzen: “Also eine Beule auf der Nase hätte der Weihnachtsmann vielleicht noch übersehen, aber das?” Da kann ich ja gleich hier bleiben. So nimmt mich der Weihnachtsmann niemals mit. Oder habt ihr schon mal ein fliegendes Rentier mit einer roten Nase gesehen?” Da hatte Rudolf recht. Die Kinder hatten tatsächlich noch kein fliegendes Rentier mit einer rot leuchtenden Nase gesehen. Aber mehr als Rudolf zu trösten und sich zu entschuldigen, konnten sie auch nicht tun.

Am Abend erzählten alle Kinder zu Hause, was vorhin im Training passiert war. “Na klar. Ein fliegendes Rentier.” Ihr habt ja eine blühende Fantasie.” Aber auch, wenn die Eltern die Geschichte nicht glauben wollten, fühlten sich die Kinder schlecht. Wegen ihnen muss Rudolf wahrscheinlich im Stall bleiben, während die anderen Rentiere den Schlitten des Weihnachtsmanns ziehen. Vielleicht bekommen sie dieses Jahr auch gar keine Geschenke. Denn was ist, wenn Rudolf dem Weihnachtsmann erzählt hat, warum seine Nase so aussieht. Dann würden sie ganz bestimmt auf die Liste mit den Kindern kommen, die diese Jahr unartig waren.

In den folgenden Tagen fing es an zu schneien. Am Anfang waren es nur ein paar Flocken, die gleich wieder schmolzen. Doch von Tag zu Tag wurde der Schnee mehr und mehr und blieb auf den Straßen, den Dächern und auf dem Hockeyplatz liegen. Die Kinder freuten sich so über den Schnee, dass sie Rudolf schon fast wieder vergessen hatten. Sie bauten Schneemänner, lieferten sich Schneeballschlachten und fuhren Schlitten. Es schien so, als ob es nie mehr aufhören würde zu schneien.

Und am heiligen Abend tobte ein richtiger Schneesturm. Es war so bitterkalt und windig, dass plötzlich niemand mehr nach draußen wollte, um einen Schneemann zu bauen. Der Schneefall war so dicht, dass man kaum seine Hand vor Augen sehen konnte. Alle saßen drinnen im warmen Wohnzimmer unter dem geschmückten Tannenbaum und schauten bei Weihnachtsplätzchen und heißer Schokolade dem Schneegestöber draußen zu.

Als es langsam dunkel wurde und die Kerzen angezündet wurden, dachten die Kinder wieder an Rudolf. Draußen in der Ferne konnte man einen leisen Glockenklang hören. Und als die Kinder nach draußen schauten, sahen sie am Himmel einen goldenen Lichtschweif. Doch ganz vorne war ein rotes Licht zu sehen.
Manch einer sagt, er hätte an dem Abend eine Sternschnuppe gesehen. Aber die sind doch nicht vorne rot, oder?

Wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest mit euren Liebsten. Bleibt Gesund und munter.

Rolle Rolle!

Jetzt kommentieren » Veröffentlicht am 24. Dezember 2020 um 13:29 Uhr

Der Richtungsstreit im Hockey – Schönheitshockey oder Wettkampfhockey

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Hockey im Osten, News

Der Richtungsstreit im Hockey – Schönheitshockey oder Wettkampfhockey                           

Dr. Frank Haustein;  Bearbeitungsstand: 01.01.2021 

Vorbemerkung:

Im Oktober d. J. sandte mir Leon Schwandt seine am Institut für Sportwissenschaften der WWU Münster geschriebene Bachelorarbeit.  Das Thema lautete: „Hockey im geteilten Deutschland: Die Sportförderung im Hockeysport in Ost- und Westdeutschland von 1969 – 1990“. Dort schrieb er: 

„In der DDR war eine Teilnahme am Punktspielbetrieb verpflichtend. Es gab keinen reinen Freizeitsport. In der Bundesrepublik nahmen viele Mannschaften nicht am Punktspielbetrieb teil, da eine Teilnahme nicht verpflichtend war. Dennoch wurde Hockey auch im Westen als Wettkampfsport betrieben und Meisterschaften ausgespielt. Im Laufe des untersuchten Zeitraums fand eine Entwicklung hin zum Punktspielbetrieb statt und nur wenig Teams spielten ausschließlich Freundschaftsspiele. Der Unterschied zwischen DDR und Bundesrepublik ist also die in der DDR bestehende Verpflichtung am Punktspielbetrieb teilzunehmen. Diese lässt sich möglicherweise durch die politischen Systeme begründen.“

Die These, dass sich die frühe Orientierung auf den Wettkampfsport im DDR-Hockeysport  „möglicherweise durch das politische System“ begründen lässt, ist wohl eher als reflexartige Antireaktion auf alles was in der DDR anders als in der BRD war zu deuten. Sie ist sicherlich vor allem der Unkenntnis von hockeyspezifischen Richtungskämpfen geschuldet,

Richtig ist, dass im DDR-Hockeysport viel früher als in der BRD in allen Altersklassen Wettspielsysteme zur Ermittlung von Meistermannschaften etabliert wurde.

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Jetzt kommentieren » Veröffentlicht am 22. Dezember 2020 um 18:58 Uhr

Deutsche pfeift Deutsche im Finale – Dezember 1987

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Kalenderblatt, News

Es geschah im Dezember 1987 “als es noch zwei Deutschlands” gab. Eine Deutsche (Ost), Ilona Popp aus Köthen, pfiff als FIH-Schiri das Endspiel der 5. Hallenhockey-EM der Damen mit Deutschland (West) gegen die Niederlande.  In der Rubrik 100 Geschichten aus 100 Jahren DHB (nachzulesen unter hockey.de) ist zu lesen: “Ein besonderes Spiel ist das EM-Finale nicht nur wegen der holländischen Überraschungstaktik. Auch die Ansetzung der Schiedsrichterinnen ist beachtlich: Eine Deutsche pfeift Deutschland. Und trotzdem ist es eine „neutrale“ Ansetzung, wie es die Regularien bei solchen internationalen Turnieren vorschreiben. Das Endspiel wird geleitet von Christiane Asselman aus Belgien und Ilona Popp aus Köthen. Die internationale Unparteiische des Deutschen Hockey-Sportverbandes der DDR wurde vom europäischen Verband als neutrale Schiedsrichterin für die EM nominiert – eine „Überraschung“, wie sie sich noch Jahre später gut daran erinnert.”

Übrigens habe ich schon vor einiger Zeit die FIH-Schiedsrichter/innen, die aus der DDR kamen vorgestellt. Ich nutze die Gelegenheit, um sie hier nochmals in Erinnerung zu rufen: 

http://www.rotationhockey.de/2020/fih-schiedsrichter-des-dhsv-der-ddr.html

Jetzt kommentieren » Veröffentlicht am 21. Dezember 2020 um 15:49 Uhr

Geschichte der Arbeit mit TAKTISCHEN KONZEPTIONEN im DHSV der DDR

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Hockey im Osten, News

Coronazeiten sind auch magere Zeiten für unsere Homepage. Ich nutze diese Zeit, um wieder einen Blick in die Hockeyvergangenheit zu werfen. Für viele Sportinteressierte ist es sicher interessant, wie Trainer ihre Spieler taktisch auf den Gegner einstellen. Ich habe ein Zeitdokument aus dem Jahr 1964 gefunden, welches einen Blick in das “Nähkastchen” des damaligen Trainers der DDR-Hockeynationalmannschaft Dieter Ohme erlaubt. Dieter Ohme war zu jener Zeit DDR-Auswahltrainer; also zu jener Zeit als die DDR-Hockey-NM sich in den Olympiaausscheidungsspielen gegen die BRD überraschend durchsetzte und bei den olympischen Spielen in Tokio 1964 ungeschlagen den fünften Platz belegte.  In Kommentaren aus der damaligen Zeit wurde u. a. hervorgehoben, dass die Nationalmannschaft  der DDR als überraschendes taktisches Element “weite und hohe Hebe- und Schlenzbälle in den freien Raum” einführte. Auch dieses Element findet sich in der  Konzeption wieder. Hockeyhistorisch ist sicher interessant, dass es sich bei dieser Konzeption um das “Geburtsdokument” einer schriftlich niedergelegten taktischen Spielkonzeption des DHSV der DDR handelt. Ohme schreibt: “… dass auch bei uns bis vor kurzem nur empirisch gearbeitet wurde. Erstmalig im Jahr 1964 entstand eine schriftlich niedergelegte “Taktische Konzeption”. (im DHSV der DDR).            1964- Taktisches Grundkonzep DHSV

Jetzt kommentieren » Veröffentlicht am 11. Dezember 2020 um 12:49 Uhr