Wu12 verteidigen ihren Titel beim 20. Erfurter Puffbohnentur

Weiße Westen, reisende Beamer und coole Reptilien

Die Saison der Vorbereitungsturniere ist in vollem Gange. Ältere und jüngere Jahrgänge raufen sich zusammen, Coaches allerorten lernen ihre Schützlinge und deren Hockeypotentiale kennen und basteln eifrig an kommenden Startaufstellungen für die Feldsaison. Aber natürlich geht´s auch und vor allem um den Spaß auf und neben dem Platz.

Beim Erfurter Turnier mit der doppelten (echt knuffigen) Puffbohne ist man da immer wieder am rechten Platz. Zwar ist es „nur“ ein Halbfeldturnier, aber dafür werden Kiddies von Minis bis u12 sportlich betreut und daneben gibt´s allerhand willkommene Ablenkungen (Rostbratwurst für die Großen, Zuckerwatte für die Kleinen, mehrere Hüpfburgen, einen Hockey-Hindernis-Parcours, diverse abenteuerliche Tretroller zur freien Verwendung und und und). Wir waren mit unseren u12-Mädels schon unzählige Male auf dem Erfurter Kauflanddach und es war immer ein Erlebnis. So auch dieses Mal.

Wir waren noch nicht ganz aus dem Bahnhofsgebäude raus, da beschlich uns das mulmige Gefühl: irgendwas fehlt. Während wir also unserem ersten Spiel entgegen liefen, genoss der rotationige Beamer eine spontane Reise nach München.

Schnell gesammelt, knackige Erwärmung und Besprechung abgehakt – schon stand das Spiel gegen den SCC Jena an. Es war das typische Eröffnungsspiel, von Intensität und System her noch nicht so das Gelbe vom Ei, aber mit 2 Treffern konnte der Auftaktsieg eingefahren werden. Ich meine, Annie hat im Tor einen Penalty „weggeschoben“, war aber ansonsten beschäftigungslos.

Unsere Mädels gingen die Rotationer u10erinnen anfeuern und hüpften auf Burgen, Fabi arrangierte derweil telefonisch die Rückreise unseres Beamers. (Die Bahn mag ihre Ecken und Kanten haben, aber das „Beamer wird zum Wochenbeginn geliefert nach Berlin“ war dann doch recht schnell in Sack und Tüten).

Nächstes Spiel, Gegnerinnen die Mädels vom BHC: wieder konnten wir das Heft in die Hand nehmen, Annie eine entspannte Zeit bescheren und selbst 3 Buden einlochen. Auch gegen die Mädels aus Leipzig-Grünau blieb die Weste lupenrein, Zwo zu Null stand es da am Ende.

Bei so tadelloser Bilanz kann man schonmal ein Runde Eis im Kaufland schmeißen und nebenbei noch ein reptiliges Mannschaftsmaskottchen mit ins Rudel holen (wenig später bereits der bestangezogenste Frosch überhaupt).

Beamerlos, aber dennoch mopsfidel und mit Pizza, Burger und Co. auch schmackofatzig verpflegt, wurde der abendliche Film kurzerhand per Laptop geschaut. Kann man mal so machen.

Der Sonntag begann mit erfreulich spätem Frühstück und dann folgte das Halbfinale gegen den gastgebenden Erfurter HC. Ich glaube, das war tatsächlich unser bestes Turnierspiel (obwohl Lotta leider passen musste). Da wurde nicht nur schön über die Außenspuren gespielt, wir waren auch bei unübersichtlichen Szenen auf Zack und schossen gedankenschnelle Nachschusstore. Drei Tore ohne Antwort – das Finale war damit gebucht.

Einen kleineren Aufreger gab es vorher noch, denn in der Parallelgruppe spielte das Team „Magdeburger Börde“ mit einem Jungen-Mädchen-Mix (aus organisatorischen Gründen), was sowohl die Leipziger als auch unsere Mädels nicht ganz fair fanden. Die Sache wurde aber einvernehmlich und schnell bereinigt: Leipzig-Grünau durfte statt Magdeburg das Finale gegen uns spielen und wir machten fix noch ein kleines Trainingsspielchen gegen die Bördestädter klar (so hatten alle was davon).

Wie genau das Finale ausging, weiß ich gar nicht mehr. Rolle rolle hat jedenfalls klar gewonnen und Anni blieb ohne Gegentor (… und ohne Ballberührung).

Was hängen geblieben ist, sind tolle Aktionen auf allen Positionen, bspw. eine Rakete ins Gebälk von Claire, ein Nachschuss-Treffer aus spitzestem Winkel von Martha, die unbändige Energie von Mila und Frieda, das gute Auge für Pässe in den Raum von Clara … da war schon viel Gutes dabei. Ein wenig mehr Tempo hier und etwas feinere Technik da und wir werden mit unseren Mädels noch viel Spaß haben.

Im Zug zurück nach Berlin ging dann unsere „Beamer-Story“ noch full circle, denn am Nebentisch saß ausgerechnet die Dame, welche unseren Beamer auf der Hinfahrt gefunden und bei der Bahn abgegeben hatte. Crazy!