1. und 2. Mai 2026

mU12 beim Herrenhausen-Cup in Hannover

Früh aufstehen, Zug fahren, Hockey spielen: Für Rotation Prenzlauer Berg startete der Herrenhausen-Cup in Hannover noch vor 7:00 Uhr am Bahnhof. Die Bahnfahrt lief zum Glück komplett entspannt, und danach ging es direkt weiter zum Hockeyplatz. Viel Zeit zum Ankommen blieb nicht. Also: Taschen abstellen, Schläger raus, Turniermodus an.

Der sportliche Start war allerdings noch etwas mit angezogener Handbremse. Gegen den späteren Turniersieger DHC Hannover verlor Rotation knapp mit 0:1, auch gegen Raffelberg reichte es trotz eigenem Treffer nur zu einem 1:2. Und auch das erste Mittagessen konnte nicht wirklich punkten: qualitativ und quantitativ eher ausbaufähig. Sagen wir so: Da war noch Luft nach oben.

Der Trainer sah den ersten Turniertag ebenfalls kritisch. Das Ergebnis am Ende war zwar stark, aber die Leistung war aus seiner Sicht noch nicht das, was eigentlich in der Mannschaft steckt. Vor allem am ersten Tag wurde viel Potenzial liegen gelassen.

Ganz ohne Erfolgserlebnisse blieb der Tag aber natürlich nicht. Gegen den GTHGC holte Rotation mit einem 3:1 denersten Sieg, danach folgten zwei torlose Unentschieden gegen HTC Mülheim und HTHC.

Die Defensive wurde stabiler, vorne fehlte manchmal noch der letzte Punch. Nach dem Spieltag ging es dann ins BoxHotel Hannover.

Dort wartete direkt das nächste Erlebnis. Die Zimmer waren ziemlich kompakt, und die Dusche im oberen Teil des Zimmers sorgte erstmal für große Augen, Kommentare und leichte Verwunderung. Anfangs wurde noch etwas gemeckert, aber am Ende fanden es dann doch alle irgendwie ganz cool. BoxHotel eben: klein, speziell, aberirgendwie auch witzig.

Nach der Dusche ging es weiter zum KUHnstwerk. Auf dem Weg dorthin liefen zwar mehrere andere Läden vorbei,die ebenfalls Burger anbieten. Aber war der extra Weg nötig? Yes, sagte ein Insider. Bester Burger in Hannover.

Am Ende waren alle satt und zufrieden, also scheint an der Aussage etwas dran zu sein. Nach dem Essen setztedann schon im Burgerladen bei ungefähr der Hälfte der Jungs das große Gähnen ein. Die Betreuer dachten kurz:Perfekt, das wird ein ruhiger Abend. Tja. Auf

dem Rückweg wurde die Müdigkeit dann spontan in Fangespielen umgewandelt. Statt Schlafmodus also nochmal Vollgas. Die Einschlafphase dauerte dementsprechend etwas länger, aber irgendwann lag dann doch jeder in seiner Box und es wurde ruhig.

Am nächsten Morgen gab es Frühstück im Park:

Obst, Baguette, Käse, Salami und Schinken. Einfach, aber gut.

Dabei erinnerten die Betreuer nochmal an die Energie vom Fangspiel am Abend vorher. Genau diese Geschwindigkeit sollte bitte auch auf dem Hockeyplatz abgerufen werden. Besonders Leo war beim Fangen extrem flink gewesen. Seine Mitspieler meinten zwar trocken, dass er das höchstens fünf Minuten durchhält. Die Antwort der Betreuer: Fünf Minuten reichen. Rennen, schießen, Tor.

Und genau so kam es. Gegen Klipper startete Rotation deutlich wacher in den zweiten Turniertag, und Leo traf tatsächlich innerhalb der ersten fünf Minuten. Rennen, schießen, Tor.

Leider hielt die Führung nicht bis zum Ende. Ein eher fragwürdiger Siebenmeter brachte Klipper zurück ins Spiel, und der wurde sicher verwandelt.

Am Ende stand ein 1:1. Für Klipper fühlte sich das wie ein kleiner Sieg an, bei Rotation hingen erstmal die Köpfe.

Danach gab es eine klare und kritische Besprechung mit den Trainern.

Und dann kam der Wandel.

Gegen SW Köln zeigte Rotation plötzlich viel mehr Druck, mehr Tempo und mehr Konsequenz. Das Ergebnis: eindeutliches 4:0. Auch das Essen war an diesem Tag besser. Nudeln eben. Da kann man nicht ganz so viel falsch machen.

Im letzten Spiel gegen den Gladbacher HTC, einen direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze, lieferte Rotation dann nochmal ab.

Mit einem 1:0-Sieg sicherte sich das Team den zweiten Platz in der Abschlusstabelle. Am Ende standen 12 Punkte und ein Torverhältnis von 10:5. Punktgleich mit dem Gladbacher HTC, aber mit dem besseren Torverhältnis, landete Rotation auf Rang zwei.

Abschlusstabelle Spitze:

  • DHC Hannover: 18 Punkte, 9:3 Tore
  • Rotation Prenzlauer Berg: 12 Punkte, 10:5 Tore
  • Gladbacher HTC: 12 Punkte, 8:5 Tore

Auch die Rückfahrt hatte noch eine kleine Wendung. Der gebuchte Zug hatte Verspätung, dadurch fiel die Zugbindung weg und die Mannschaft konnte eine frühere Bahn nehmen.

Am Bahnhof überraschte der Trainer das ganze Team außerdem noch mit leckerem Eis. Guter Abschluss.

So endete ein intensives Wochenende in Hannover: frühe Anreise, kompaktes BoxHotel, besondere Duschen, Burger mit Insider-Siegel, viel Teamgefühl, ein zweiter Platz und die klare Erkenntnis: Da steckt noch mehr drin. Beim nächsten Mal dann bitte von Minute eins an!