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eat, no sleep, Hockey, repeat

Rock den Rasen 2024

Am letzten Wochenende machte sich die wU10 zum ersten Mal auf zum Niederrheinpokal in den Weltmeister-, Olympiasieger- und Nationalspieler-Club, den GHTC –oder auch, der von der wU12 selbst benannten “schwarz-roten Hölle”. 

Dank unseres vorgefahrenen Gepäckautos sind wir Freitagabend auf einem bereits fertig eingerichteten Zeltplatz angekommen. Gezeltet wurde im wahrsten Sinne des Wortes in der ersten Reihe, direkt hinter dem Verpflegungszelt (wie praktisch) und dem aufgebauten public viewing Screen (weniger praktisch).

Während die Teams mit weniger langen Anreisen (also eigentlich alle außer unseren beiden Berlin-Teams) bereits Freitag in den Spielmodus starteten, war unser Modus nur noch das EM-Auftaktspiel schauen. Wir hatten ja eh keine Wahl, mit den Zelten direkt neben dem Screen. Nach einer eher schlaflosen Nacht (nicht enden wollende Pardymucke war schuld), eröffneten wir frei nach dem Motto: “Wer als letztes kommt, spielt als erstes” am Samstag das Turnier.
Die wU8 auf dem astreinen Kunstrasenplatz, die wU10 auf dem Naturrasenplatz. 
Naturrasen? Also der Acker da drüben? Genau. Zum Glück kannte unser Elterncoach und Trainer diesen Belag noch aus eigener Hockeyjugend-Zeit und wusste was funktioniert (Schlag- oder Druckpass) und was nicht (Schrubben). Nach zwei amüsanten Naturrasen-Partien, der Ball musste das ein oder andere Mal aus Rasenkuhlen ausgegraben werden und ist mehrfach beim Lauf einfach liegen geblieben, freuten sich dann aber doch alle auf den top gepflegten Kunstrasenplatz der eigentlichen Clubanlage.

Zurück auf dem Kunstrasen lief es dann richtig rund mit zwei souveränen Siegen gegen den Gastgeber (4:1) & DSD (3:1) und einem verdienten Tabellenplatz 1 in der Gruppe A. Trotz wenig Schlaf und einem langen Spieltag (erstes Spiel war um 8.30 Uhr, letztes um 19 Uhr), ließen sich die Mädels einen Abstecher in den unbeheizten Pool bei 15C natürlich nicht nehmen. Gelegenheit macht Badenixen – oder eher Frostbeulen. 

Die Nacht war glücklicherweise etwas ruhiger und länger, auch dank der weniger ausgeprägten Partyfreude der benachbarten Betreuerteams. Es hatte mit über 50 Teams und 200 Gästen mehr als im Vorjahr, doch so einiges von Festival.

Voller Vorfreude und auch etwas Aufregung ging es Sonntag auf in den 2. Turniertag. Dieser startete entspannt nach Nutellabrötchenfrühstück erst um 11:30 Uhr mit dem 1. Halbfinal-Spiel gegen den Gruppenzweiten der Gruppe B: DSC 99. Mit sauberen Pässen, verwandelten Penalties, einer starken Torfrau und einem allgemein sehr konzentrierten Spiel mit viel Freude und Teamgeist auf dem Platz, belohnten sich die Girls mit einem 3:0. “Finale, Oho”! Die Aufregung stieg, aber zum Glück gab es genug zu tun, um die Zeit zu überbrücken:
Zelte vorm Regen einpacken, Gepäck trocken in der Turnhalle zwischenlagern, ein letztes Mal Schlangestehen zum Mittagessen, Pfandmarken einlösen und austauschen.

Und dann ging es auf ins Finale, wieder gegen den Gastgeber, diesmal mit starker Fankulisse der Gegner. Mit vollem Körpereinsatz schafften die Mädels in der 1. Halbzeit ein starkes 1:0 und gaben alles, das Ergebnis zu halten. Nachdem Coach Martin unserer Torfrau die Taktik der GHTC-Penalty-Schützin verraten hatte, wurde der Kasten sauber gehalten und das Halbzeit-Ergebnis blieb stehen. Woohoo! 
Hoch verdient erspielte sich dieses tolle Team den Niederrheinpokal und durfte sich nach den Zweitplatzierten ebenfalls den Applaus der Tribüne mit herzlichen Glückwünschen abholen. Neben spielerischer Kompetenz war es vor allem der Teamgeist, der die Spielfreude auf dem Platz hochgehalten hat: Ohne Diskussion und Trainer-Vorgaben wurde die Torfrau über das gesamte Turnier rotiert (Rotation halt 😉 ), sich auf die Penalty-Schützinnen geeinigt (wer wollte, durfte schießen) und die eigenen Positions-Vorlieben hinter dem Team zurückgestellt. 

Die Siegerehrung haben wir leider verpasst, da wir dann doch irgendwann zum Zug mussten. Müde und happy, sind wir Sonntagabend die Heimreise angetreten und das nicht nur mit dem Pokal, sondern vielmehr mit großartigen Erinnerungen (wo kann man noch Naturrasen spielen und danach in den Pool hüpfen), neuen Vereinsfreundschaften (BHTV, DSD und GHTC, wir sehen uns spätestens zur BHT 2025), erweiterter Penalty-Kompetenz, und der Erkenntnis, was dieses “über außen spielen” bedeutet, im Gepäck.

Wir bedanken uns beim GHTC für die Einladung, die frühen Frühstückshelfer, das Verlegen des Finalspiels sowie den Shuttle zum Bahnhof und freuen uns auf die Titelverteidigung im nächsten Jahr. 
Ein fettes Merci an Martin für das liebevolle und tolle Coaching unserer Girls zum Turniersieg. Danke an das tolle Betreuerinnen-Team fürs Essen besorgen, Haareflechten, Zelt bei Wind- und Regen abspannen, vorm unendlichen Schlangestehen bewahren, Donut-Deals eintüten und rund-um-sorglos Paket für unsere Girls. 
Mission completed: Rolle Rolle Rotation kennt man jetzt auch am Niederrhein!

Wer sind wir? Ein Team! Den Rasen gerockt haben: Josie, Clara, Lulu, Hedi, Alma, Frida, Clea, Martha, Lotta, Reka, Miriam, Britta & Martin