Hockey gegen Rassismus

Turnierbericht Wacker Open München

Mia san Hockey

Am ersten langen Maiwochenende ging es für einige der Jungs nach München. Pünktlich um 05:40 Uhr traf man sich samstags am Berliner Hauptbahnhof, um rechtzeitig beim Turnier des HC Wacker München sein zu können. Für ein abwechslungsreiches Frühstück mit Bananen, Äpfeln, standesgemäßen Brez‘n, schokolierten Müsliriegeln sowie einer gut sortierten Auswahl an Fruchtgummis und Keksen, hatten die Elternbetreuer Nicole und Mario gesorgt. Auch wenn das Frühstück bei den Jungs durch die Bank weg sehr einseitig ausfiel, hatte zumindest die Betreuungsfraktion eine ausreichende Vitaminversorgung.

Nach gut vier Stunden Zugfahrt war es höchste Zeit, dass die Jungs in Bewegung kamen und so erkundeten sie nach unserer Ankunft das weitläufige Hockeygelände.

Dort wurden auch die ersten vorsichtigen Kontakte mit den Kindern der Gastfamilien des HC Wacker München geknüpft. Sehr schnell stellte sich heraus, dass die Jungs sich sehr gut verstehen würden und somit stand einem fantastischen Wochenende nicht mehr viel im Weg.

Die Spiele selbst fanden auf einem nigelnagelneuen Hockeyplatz statt, an dem noch am Tag zuvor der letzte Kunstrasen verlegt wurde. Solche Platzbedingungen waren unsere Jungs offenbar nicht gewohnt und so gingen die ersten beiden Spiele des Tages recht deutlich verloren, was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Zu allem Überfluss gab es bereits vor dem ersten Anstoß zwei Hockeyverletzungen, von der eine leider über den Umweg Notaufnahme führte. Glücklicherweise konnte sehr schnell Entwarnung gegeben werden und die Mannschaft am zweiten Tag vollständig antreten.

Wir starteten gegen die gastgebenden Jungs des HC Wacker, doch keine Mannschaft wollte der anderen einer Niederlage zufügen. Nach dem torlosen Remis ging das letze Spiel der Gruppenphase im Stadtduell gegen TuSLi verloren, so dass am späten Nachmittag ein weiteres Stadtduell gegen Z88 folgte. Nachdem wir hier das erste Tor unserer Jungs bejubeln durften, zogen wir dennoch nach beiden Spielen jeweils den Kürzeren.

Mit vielen spieltechnischen und -taktischen, als auch kulturellen und kulinarischen neuen Erfahrungen im Gepäck, traten wir den Rückweg nach Berlin an. 

Bei einer Gastfamilie sorgte beispielsweise das Erlebnis, dass der Gastvater sonntags traditionell in bayerischer Tracht die Wohnung verließ und unserer Jungs nachfragten, ob er die Sachen anziehen müsse oder freiwillig trage, für viel Erheiterung.

In diesem Sinne bedanken wir uns bei den Gasteltern und freuen wir uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.