Unsere 1. Damen haben es geschafft!

🎉 Historischer Aufstieg in die 1. Bundesliga Halle 🎉

Am vergangenen Sonntag konnten die 1. Damen den historischen Aufstieg in die 1. Bundesliga in der Halle festmachen. Mit 20 Punkten sind sie einen Spieltag vor Ende der Saison uneinholbar auf Platz 1 der Tabelle. 

Aber erstmal einen Schritt zurück: bevor sich am Sonntag alles entscheiden sollte, mussten wir bereits am Freitag in Potsdam gewinnen. Dank der bisher fast makellosen Saison mit nur einer Niederlage in Jena kam es in Potsdam zum direkten Duell um den Aufstieg. Die PSU stand zu diesem Zeitpunkt mit zwei Punkte Rückstand auf uns auf Platz zwei der Tabelle und hätte sich mit einem Sieg die Pole-Position um den Aufstieg sichern können. Beim Einspielen war das Gefühl in der Halle noch sehr gut – scheinbar würde der ungewohnte Boden in der Halle diesmal keine Hürde werden. Das Gefühl sollte aber trügen. Denn so richtig ins Spiel kamen wir erstmal nicht. Viele verstoppte Bälle, ungenaue und abgerutschte Pässe machten die ersten Minuten zur Achterbahnfahrt. Anstatt Sicherheit zu gewinnen und Tore zu schießen, ging Potsdam dreimal in Führung. Allerdings kamen wir immer besser ins Spiel und gewöhnten uns mit der Zeit immer besser an den Boden – vielleicht spielte auch die sinkende Nervosität mit zunehmender Zeit eine Rolle. So konnten wir jedes Mal wieder ausgleichen und gingen kurz vor der Halbzeit sogar in Führung. Und als hätte das einen Schalter bei allen im Kopf umgelegt, war ab da das Spiel ein ganz anderes. Mit immer mehr Ballbesitz und Ruhe am Schläger konnten wir zunehmend mehr Chancen rauspielen und ließen Potsdam kaum noch Luft zum Atmen. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich unsere Souveränität auch konstant auszahlte und wir zwischenzeitlich mit 3:5 führten. Auch der Anschlusstreffer der Potsdamerinnen brachte uns nicht mehr aus der Ruhe. Wir spielten mit voller Überzeugung unser Spiel und konnten kurz darauf auf 4:6 erhöhen. Das 4:7 kurz vor Schluss war dann das Schlussstatement einer der besten Leistungen, die wir in dieser Saison zeigen konnten. 

Die Freude nach Abschluss war riesig und wurde gebührend mit den zahlreich mitgereisten Fans gefeiert (an dieser Stelle einen Riesendank an Euch – es ist echt der Hammer gewesen, dass ihre die Halle so voll gemacht habt und lauter als die Heimfans gewesen seid!).

Mit nun drei Zählern mehr auf dem Konto haben wir uns damit den Matchball in eigener Halle erspielt. Am Sonntag gegen Jena konnten wir aus eigener Hand aufsteigen. Da Potsdam am Sonntagmorgen bei MHC zudem noch Punkte liegen ließ, reichte uns sogar ein Unentschieden für den direkten Aufstieg. Aber das war nicht das Ziel: wir wollten den Sieg vor der Heimkulisse und damit den Aufstieg perfekt machen. 

Neben der vollen Halle, zahlreichen Fans, Familie und Freunden wurde die Motivation kurz vor Spiel noch einmal durch ein Motivationsvideo ehemaliger Spielerinnen und André (der uns jahrelang als Athletiktrainer begleitet hat) auf den Höhepunkt gebracht – Vollgas war jetzt angesagt!

Diesmal kamen wir auch deutlich besser ins Spiel als am Freitag zuvor. So gehörten die ersten Chancen uns, die wir leider noch nicht zu was Zahlbaren verwerten konnten. Leider war Jena in dieser Hinsicht effektiver, die ihre erste Ecke direkt zum 0:1 verwandeln konnten. Dies trübte die Stimmung allerdings nicht, sondern war nochmal das Quäntchen mehr Antrieb, jetzt Vollgas zu geben – mit Erfolg. Mit einer 2:1 Führung gingen wir in die Halbzeit mit dem klaren Ziel, die Führung bis zum Abpfiff nicht mehr aus der Hand zu geben. Direkt nach Wiederanpfiff konnten wir dieses Ziel auch absichern und gingen mit 3:1 in Führung, die wir auch noch auf ein 4:1 ausbauen konnten. Mit ablaufender Zeit setzte allerdings langsam die Nervosität ein – werden wir die Führung ins Ziel bringen? Jena konnte unsere kleinen Unaufmerksamkeiten direkt ausnutzen, erst der Anschlusstreffer zum 4:2, dann eine Ecke, die zum 7-Meter führte, der allerdings gehalten wurde, kurz darauf das 4:3 mit noch knapp 7 Minuten auf der Uhr. Ab da gab es nur noch eine Aufgabe: verteidigen, verteidigen, verteidigen. Jena drückte immer mehr, auch für sie gab es hier jetzt scheinbar doch noch was zu gewinnen und für Jena ging es schließlich noch um den Klassenerhalt. Wir ließen jedoch nichts mehr anbrennen, also fast nichts. Jena konnte sich noch eine Schlussecke erarbeiten, aber mit dieser stand fest, wir werden aufsteigen! Denn zur Erinnerung: PSU hatte morgens gepatzt und uns reichte deshalb ein Unentschieden. Selbst wenn die Ecke reingegangen wäre, hätte uns der eine Punkt gereicht. Hätte, wenn und aber – wir wollten ja unbedingt mit einem Sieg aufsteigen. Dementsprechend wurde auch in die letzte Ecke nochmal alles reingeworfen. Mit Erfolg. Wir konnten die Ecke ablaufen und ab da brachen alle Dämme. Es wurde gesprungen, geweint, gelacht, aber vor allem wurde gefeiert. Denn in diesem Moment war klar, Rotation spielt in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga!!!

An dieser Stelle ein großer Dank an alle, die diesen historischen Erfolg möglich gemacht haben. An erster Stelle ein Dank an unsere beiden Trainer Elmar und Leo, die in jedem Moment in dieser Saison an uns glaubten, aber auch an den Verein, der uns bestmöglich den Rücken freigehalten hat, damit wir uns auf das Hockey spielen konzentrieren konnte, aber natürlich auch an alle Fans, die bei den Spielen, egal ob nah oder fern, uns tatkräftig unterstützt haben. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen!

Für uns ist die Saison aber noch nicht vorbei. Ein letztes Mal wollen wir am Sonntag, den 01.02. bei SCC die Saison noch veredeln und uns mit einem Sieg in die Pause verabschieden. Also kommt gerne alle ein letztes Mal vorbei – 12 Uhr Sömmeringhalle!

Wir freuen uns auf euch und sehen euch hoffentlich spätestens auf der Storkower wieder, wenn wir Feld- gegen Hallenschläger getauscht haben. 

Bis dahin – eure 1. Damen