Lernprozesse

wU12 gewinnt wU14 Pokal Großfeld

Gerade mal eine Woche war vergangen seit der ebenso überraschenden wie verdienten Berliner Vize-Meisterschaft der wU12, als es am letzten Wochenende erneut in Sachen Endrunde für das Team ernst wurde: diesmal stand das Final 4 im wU14 Pokal Großfeld beim MHC an. Auch aus Endrunden kann man also eine Gewohnheit machen. Vor der Saison wurde seitens der Trainer ‚Lernen‘ als Ziel ausgegeben, schließlich spielten die Mädchen ‚hoch‘ – und das nicht nur mit einem reinen u12-Kader, sondern sogar hälftig mit Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs, dazu zum ersten Mal wie die Großen auf dem Großfeld. Niederlagen waren da eingepreist – und aus denen lernt man einer alten Sportweisheit zufolge ja am meisten. Lernwilligkeit konnte man im Saisonverlauf der erweiterten Meisterschafts-Mannschaft dann auch nicht absprechen, nur die Sache mit dem Verlieren sahen sie nicht ein. War bei der Begrüßung der teilweise eklatante Größenunterschied zu den meist drei Jahre älteren Gegnerinnen mitunter Anlass zu Scherzen gab es während der folgenden 60 Minuten dann nur noch wenig zu Lachen – Orange-Blau gewann bis auf eines alle Spiele überlegen – und auch bei der einzigen Niederlage gegen den späteren Finalgegner MHC waren unsere Farben bis auf eine Nachlässigkeit kurz vor Schluss klar besser. Als Tabellenführer ging es am Samstag dann gegen TuSLi – und Rotation machte einfach weiter wie in der Hauptrunde, spielte teilweise drückend überlegen und führte nach drei Viertel verdient 3:0. Erst als die Kräfte bei sommerlichen Temperaturen und nur einer Auswechselspielerin etwas nachließen gelang TuSLi der Ehrentreffer. Als dann Martha G. mit einer spektakulären wie schmerzhaften Rettungstat einen erfolgversprechenden Konter abfing und dafür die – sehr harte – erste gelbe Karte der Teamgeschichte kassierte, hätte man sich Sorgen machen können… Doch zahlenmäßige Unterlegenheit hatte das Team schon im zweiten Viertel, als TuSLi minutenlang von den Schiedsrichtern unbemerkt mit 11 Feldspielerinnen agierte, nicht gestört – und auch die Schlussphase wurde souverän überstanden: Finaaale!

Am Sonntag war im Endspiel dann der Gastgeber MHC der Widersacher – und die Rotationsmädels lieferten zum richtigen Zeitpunkt ihr bestes Saisonspiel ab, beherrschten den Gegner komplett, erspielten sich Chancen in Hülle und Fülle und schossen drei schöne Tore zum nie gefährdeten 3:0-Endstand.

Die spielerische Entwicklung über den Saisonverlauf und der unbedingte Einsatz jeder Einzelnen für das Team – das Lob auf unser Trainerteam Fabi, Tina und Patrick sei hier getrommelt und gepfiffen – zeigten auf das Trefflichste, dass man auch aus Siegen ganz wunderbar lernen kann –und mit Pokal, Urkunde und Gummitieren auch noch Spaß dabei hat!