Sport ist Emotion, und die wurde am Pfingstwochenende auf dem riesengroßen Gelände des HSV in Hamburg großgeschrieben.
Bei bestem Sommerwetter war eine Rotation wU10-Mannschaft zusammen mit einer wU8- und einer mU12-Mannschaft beim riesengroßen Rautini-Zeltlager-Turnier zu Gast.
Es ist ganz selten, dass ein Turnier drei Tage dauert, Kinder im Alter von 7 bis 16 Jahren zusammen teilnehmen, Mannschaften aus Dänemark, Deutschland, Italien und den Niederlanden antreten – und die Eltern in den Genuss gleich zweier Nächte im Zelt kommen.
Für die Kinder ist es eine unvergessliche, prägende und schöne Erfahrung.




Ein riesengroßes Kompliment an unsere Gastgeber vom HSV:
So ein großes und langdauerndes Turnier muss man sich erst einmal vornehmen. In puncto Organisation und Umsetzung war alles maximal professionell und angenehm gelöst.
Tja, und für die wU10 stimmte dieses lange Wochenende einfach alles: Im Turnierverlauf sammelten wir 41:6 Tore.
Richtig cool war, dass wir am Samstag und Sonntag je vier Spiele und am Montag noch einmal zwei Finalspiele hatten, die jeweils 20 Minuten lang dauerten.




In den ersten 6 Spielen fuhren die Mädels hohe Siege ein, bevor es im 7. Spiel die erste Niederlage in einem spannenden, kämpferischen Spiel gegen den SC Victoria gab und das 8. Spiel für den Einzug ins Halbfinale entscheidend war.
Nun passierte etwas, was zu den schönsten Momenten im Mannschaftssport gehört: Die Mannschaft ließ sich auch von einem 0:2-Rückstand gegen den TB SW aus Essen nicht beirren und drehte diesen nach einem grandiosen Spiel noch in ein hochverdientes 4:2.
Jetzt war es Zeit für ein Eis.
Am letzten Turniertag trafen wir im Halbfinale auf die Mannschaft des HC Hannover und konnten das Spiel mit viel Laufleistung und toller Technik mit 2:0 für uns entscheiden.
Die ersten Minuten eines Spiels sind entscheidend. Für den lieben Fokus hatte der Trainer ein Eis für alle ausgelobt, falls in der ersten Minute ein Tor erzielt wird. Im Finale war es endlich so weit. 1:0 nach 60 Sekunden.
Kurze Zeit später stand es nach einem technisch wunderbaren Solo bereits 2:0.
Dann kippte die Dynamik und die Spannung verdoppelte sich gefühlt mit jeder Minute. Bremen hatte nun mindestens zehn Großchancen, davon fünf Penalties, bei denen wir manchmal ganz viel Glück hatten und meistens staunend unserer Torhüterin Lena bei Glanzparaden zuschauen konnten.
Nach dem Abpfiff gab es riesigen Jubel, und mit dem Pokal im Gepäck kamen wir wohlbehalten wieder in Berlin an, um endlich einmal wieder auszuschlafen.

