wU10 zeltet beim UHC Hamburg

Rote-Eulen-Cup 2026: Zwei Jahrgänge, zwei Pokale und ganz viel Teamgeist

Hamburg zeigte sich am ersten Tag von ihrer herben Seite: immer wiederkehrende kräftige Regenschauer, die nur von viel zu kurzen Pausen unterbrochen wurden und den Tag bestimmten. Als Retter in der Not erwies sich dabei der neu angeschaffte Pavillon – ein echter Glücksgriff.

Lange Sprengerpausen brauchte es also nicht, dafür aber etwas Geduld beim richtigen Fenster für den Zeltaufbau. Die Zelte kamen in der ersten längeren Spielpause dann aber auch gleich zum Einsatz – wer will schon bei Sonnenschein im überhitzten Zelt sitzen, wenn er es bei Regen im Zelt gemütlich haben kann.

Sportlich warteten am Samstag vier intensive Spiele à 20 Minuten auf beide Teams.

Die Gruppenphase des 2017er Teams war geprägt von ausgeglichenen Begegnungen, großem Kampfgeist und richtig schön nassem Kunstrasen. Besonders beeindruckend: In einem Gruppenspiel drehten die Rotation-Mädchen nach einem Rückstand die Partie noch und zeigten eindrucksvoll, wie viel Wille und Zusammenhalt bereits in den jungen Spielerinnen steckt.

Bei den 2016ern wollte im 1. Spiel gegen den UHC trotz besserer Spielanteile das Runde einfach nicht ins Eckige. Das wurde dann im 2. Spiel gegen Bergstedt viermal nachgeholt. Im 3. Im Spiel gegen Klipper fehlte trotz Powerplays leider das Quäntchen Glück zum 2. Tor und zum Siegtreffer, sodass dem letzten Spiel gegen die Zehlendorfer Wespen der Entscheidungscharakter zukam. Hier wusste das Team die richtige Antwort zu geben und mit schönen Spielzügen kam es zu einem wahren Torreigen.

Beide Rotation-Teams kamen mit den norddeutschen Bedingungen gut zurecht, überzeugten mit tollem Hockey und sicherten sich verdient den Einzug ins Halbfinale am Sonntag.

Mit Pizza, Pasta und weiteren Leckereien war für das leibliche Wohl der Spielerinnen gut gesorgt, sodass sie nach dem ereignisreichen Tag zufrieden und noch lange plaudernd in den Zelten zur Ruhe kamen.

In den frühen Morgenstunden sorgte ein kräftiger Regenschauer dafür, dass die Nachtruhe vorübergehend unterbrochen wurde. Als der Regen schließlich nachließ, kehrte wieder Ruhe ein und alle konnten noch ein paar Stunden weiterschlafen. Der guten Stimmung konnte das allerdings nichts anhaben – im Gegenteil. Das gemeinsame Zelten gehört inzwischen genauso zum Eulen-Cup wie die Hockeyspiele selbst.

Am Sonntag weckte uns der strahlende Sonnenschein – beste Voraussetzungen für einen großartigen Hockeytag … und zum Trocknen der Zelte.

Die Rotation-Mädchen des Jahrgangs 2017 lieferten sich im Halbfinale gegen Klipper einen echten Krimi. Erst das Penaltyschießen brachte die Entscheidung. Torhüterin Rose wuchs über sich hinaus, parierte stark und sicherte ihrer Mannschaft das Finalticket gegen den Gastgeber UHC.

Im Endspiel, das unter den aufmerksamen Augen von Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste stattfand, waren die Rotation-Mädchen des Jahrgangs 2017 spielerisch das dominierende Team und erspielten sich zahlreiche Chancen. Auch im Penaltyschießen lieferten unsere Schützinnen starke Duelle und bewiesen dabei große Nervenstärke. Am Ende fehlte jedoch das Quäntchen Glück: Ein unglücklicher Ausrutscher sowie eine Zeitstrafe im Penaltyschießen brachten den Gastgeber UHC mit dem Endstand von 3:2 auf die Siegerstraße. Die Enttäuschung war allerdings schnell verflogen, denn die Freude über den großen Eulenpokal für den zweiten Platz überwog eindeutig.

Die Mädels des Jahrgangs 2016 bestätigten am 2. Tag eindrucksvoll ihre über die gesamte Saison hinweg ansteigende Formkurve. In den sechs Turnierspielen gab es insgesamt nur drei Gegentore.

Im super spannenden und hochklassigen Halbfinale konnten sich die Mädchen nach einer tollen Teamleistung und einer akrobatischen Parade der Torhüterin mit 1:0 gegen unsere stark spielenden Freundinnen vom Gastgeber UHC durchsetzen. Hierbei bewiesen sie Nervenstärke und ließen sich von zwei nicht gegebenen Toren nicht aus dem Konzept bringen.

Im Finale ging es dann gegen unsere geschätzten Nachbarinnen vom BHC. Diese spielten stark auf. Aber das 16er-Team zeigte hier abermals seine Klasse, ließ nichts anbrennen und holte sich mit einer souveränen Leistung (3:1) den Turniersieg.

So kehrte die beiden Teams mit gleich zwei riesigen Eulenpokalen nach Berlin zurück.

Mindestens genauso wertvoll wie die sportlichen Erfolge waren die gemeinsamen Erlebnisse abseits des Platzes. Jahrgangsübergreifend wachsen die Freundschaften der Mädchen von Turnier zu Turnier.
Eine Runde Werwolf darf dabei natürlich nie fehlen – ob vor dem Einschlafen im Zelt oder auf der Zugfahrt nach Hause. Und sobald sich irgendwo ein paar freie Minuten ergeben, haben die Mädchen ohnehin ihre Hockeyschläger in der Hand. Welcher Ball dabei gerade gespielt wird, ist fast schon Nebensache. Genau diese gemeinsamen Momente verleihen solchen Wochenenden ihren besonderen Zauber.

Ein großes Kompliment geht an den UHC Hamburg, der den Rote-Eulen-Cup hervorragend organisiert hat. Mit Turnierbändchen, Chips für allerlei Köstlichkeiten und einer rundum herzlichen Atmosphäre war für Spielerinnen, Eltern und Fans bestens gesorgt. Ein besonderes Highlight war das Gastgeschenk für jede Spielerin: eine Strandtasche mit einer originell zur Trinkflasche umfunktionierten Ketchupflasche, Sonnencreme sowie zwei kleinen UHC-Souvenirs.

Ein besonderes Dankeschön gilt auch unseren Trainerinnen Lu und Mathilda, die beide Teams hervorragend auf die Spiele eingestellt, gecoacht und mit viel Engagement und Herz durch das gesamte Wochenende begleitet haben.