Wohlfühlverein, dem man lange treu bleibt.

Wibke Hoppe – unsere Jugendwartin u12 bis u18

Hallo Wibke,

Du bist seit Anfang dieses Jahres unsere neue Jugendwartin für die Teams u12 bis u18. Zugleich engagierst du dich aktuell als Teammanagerin unserer wU14 (ab der Feldsaison wu16) (Meister). Wir kennen uns noch nicht und ich bin neugierig und möchte dich unseren Mitgliedern vorstellen. Was weiß ich: du bist seit gut einem Jahr Mitglied bei „Rolle, Rolle Rotation“ und deine Tochter Lotta spielt in unserem wU14 Meisterteam und ist Nachwuchs-Übungsleiterin unserer wu10. Lotta begann im Mai 2018 mit dem Hockeyspielen bei uns. Ich vermute, dass du damals auch mit dem Hockeysport in Berührung gekommen bist?

Hallo Frank, vielen lieben Dank für deine Fragen, die ich gerne beantworte. Ja, ich bin eine waschechte Berlinerin, bin im Prenzlauer Berg aufgewachsen und wohne seit vielen Jahren mit der Familie in Pankow. Tatsächlich hatte ich in meiner Jugendzeit indirekt Kontakt zum Hockey bei Rotation, eine gute Freundin und Klassenkameradin (Janina P.) spielte damals bei Rotation. Ich habe sie gerade auf einem deiner veröffentlichten Fotos wiedererkannt. Ich selbst habe viele Jahre Handball gespielt und mir immer gewünscht, dass meine Kinder einen Mannschaftssport betreiben. Lotta wollte in der 1. Klasse unbedingt Hockey ausprobieren, da gab es schon die Warteliste bei Rotation. So hat sie zunächst ein Probetraining bei den Berliner Bären absolviert, sich dann aber nach den Probetrainingseinheiten bei Rotation für Rolle Rolle entschieden und bei Freddy als D-Mädchen angefangen.

Ich bin bereits seit den D-Mädchen Elternbetreuerin bzw. Teammanagerin. Wie ich da reingerutscht bin, weiß ich nicht mehr genau. Aber bestimmt hat mich Nicole Nauen damals angesprochen, sie war für den älteren Jahrgang zuständig. Seit dieser Zeit begleite und betreue ich einen Großteil der Mädchen. Ich finde es großartig zu sehen, wie sie sich entwickeln, verändern, als Team noch mehr zusammenwachsen, durch Dick und Dünn gehen, wie Siege gefeiert, Niederlagen beweint und verarbeitet werden, wie sie sich unterstützen, füreinander da sind.

Es gab unzählige Turnierfahrten mit den Mädchen in den letzten Jahren, da fällt es mir schwer, eine besonders hervorzuheben. Was neben den Fahrten und Spielen als besondere Erinnerung bleibt, ist die großartige Saison als wu12 (2011/2012er Jahrgang), da gab es eine Vizemeisterschaft auf dem Feld und in der Hallensaison 2023/24 den Berliner und Ostdeutschen Meistertitel mit unserem Meistertrainer Fabi. Und die gerade abgeschlossene Feldsaison 2025 der wu14, wo es für die Mädchen erstmalig in die Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft ging.

Als Teammanagerin bin ich so etwas wie die All-in-One-App des Teams: Kommunikationszentrale zwischen Eltern, Trainern und uns Teammanagerinnen, Rücken-frei-Halter für das Trainerteam, damit diese sich auf das Sportliche konzentrieren können, Orgaqueen für sämtliche Hockeyfahrten, Punktspiele, Teamevents. Vor Ort dann gleichzeitig Flaschenreicherin, Sanitäterin, Tränentrocknerin, nicht zu vergessen SULU-Experte und Notfall-Löser. Das reicht von kleinen Pflastern über notdürftiges Kleben der Torwartausrüstung bis zum Aushelfen von Hallenschuhen, wenn versehentlich nur 1 Schuh den Weg in die Tasche gefunden hat. Wir sind in der wu14 dieses Jahr sehr gut aufgestellt gewesen, Sven als Haupttrainer, Josse und Georg als Cotrainer haben einen super Job gemacht. Zwischen den Trainern und uns Teammanagern gibt es zu jeder Zeit eine enge Abstimmung, das hat sehr gut funktioniert. Ein großer Dank geht auch an die Eltern, die bei allen Punktspielen zahlreich am Seitenrand stehen, anfeuern, alle anderen Termine verschieben, verlegen, um die Teilnahme an möglichst allen Punktspielen und wichtigen Turnieren zu ermöglichen. Es ist immer eine wunderbare Zeit – wie ein Kaffeetreff mit guten Freunden am Samstag oder Sonntag an der frischen Luft oder in der Halle. Ein Teil der wu14 ist aktuell noch im Spielbetrieb, Liga- und Pokalrunden werden noch gespielt, die Daumen sind gedrückt. Für die wu14 Meistermannschaft ist die Saison leider früh zu Ende gegangen, die neuen Ziele sind noch nicht gesetzt. (Anmerkung von F.H.: Unsere Mädels erreichten in der Berliner Meisterschaftsrunde den 5. Platz – Gratulation). Es ist wichtig, dass sich die Teams nach dem Wechsel in die neue Altersklasse u16 schnell finden und zu einer Einheit zusammenwachsen. Denn nur dann sind sie als Team erfolgreich, haben Spaß und bleiben am Ball.

Mich hat Kathi Schuhen gefragt, ob ich nicht Lust hätte, gemeinsam mit Miriam und ihr die Interessen der Nachwuchsteams in der Abteilungsleitung zu vertreten. In meiner Familie wurde das Ehrenamt schon immer großgeschrieben, meine Eltern waren über Jahrzehnte als Rettungsschwimmer am Berliner Müggelsee aktiv, so habe ich meine Kindheit und Jugend an den freien Sommerwochenenden und Ferien häufig dort verbracht. Es ist für mich selbstverständlich, den Verein bei seinem Wachstum zu unterstützen. Es braucht viele helfende Hände, um das, was schon auf den Weg gebracht wurde, weiterzuentwickeln und zu gestalten.

Die Aufgaben als Jugendwart sind sehr vielseitig, da arbeite ich mich gerade dank der Unterstützung von Miriam, Kathi und Martin schnell ein. Aktuell liegt der kurzfristige Fokus auf der kommenden Feldsaison, Mannschaftsmeldungen, Trainern, Trainingskapazitäten. Es braucht viel Unterstützung und helfende Hände, um den verschiedenen Gruppen aus Leistungs- und Breitensport gerecht zu werden. Nur mit einem sehr breit aufgestellten Kinderbereich können wir auch kontinuierlich weiter im Jugendbereich wachsen. Alle Teams eines Jahrgangs als Einheit zu denken, ist sehr schwierig, gerade im Jugendbereich, die Motivation für das Hockeyspielen ist sehr vielfältig. Hier müssen und wollen wir ansetzen und schauen, dass sich alle bei Rotation wohl fühlen und dem Verein möglichst lange treu bleiben.

Ich finde das Thema Nachwuchsschiedsrichter und auch Nachwuchstrainer sehr wichtig. Soweit ich weiß, sind etliche der Mädchen hier sehr engagiert dabei.

Ein Sportverein in meinem Heimatbezirk, der wächst und in der Berliner Hockeylandschaft zu den größten gehört und vielen Kindern eine großartige Möglichkeit bietet, sich in einer der schönsten Mannschaftssportarten zu entfalten und entwickeln.

Vieles habe ich schon gesagt. Neben dem ehrenamtlichen Engagement bei Rotation arbeite ich in Vollzeit als Treasurer in einem Bauunternehmen, habe da viel mit Zahlen und wirtschaftlichen Entwicklungen von Projekten zu tun.

Ich freue mich auf viele persönliche Begegnungen am Hockeyplatz, mit dem einen oder anderen Kaffee oder auch Aperol.

Lieben Dank für dein Engagement und das Interview.

… und jetzt noch zwei Fotos mit Wibkes wu14: