Pfingstturnier bei Schwarz-Weiß Köln: 

Starker zweiter Platz für die mU12

Die mU12 der SG Rotation Prenzlauer Berg erlebte beim Pfingstturnier von Schwarz-Weiß Köln ein intensives und erfolgreiches Hockeywochenende mit vielen starken Spielen, großem Teamgeist und einem verdienten zweiten Platz. Gespieltwurde auf der Anlage des KKHT Schwarz-Weiß Köln, die direkt am Rhein liegt und mit ihren Hockeyflächen beste Voraussetzungen für ein großes Jugendturnier bietet.

Frühe Anreise nach Köln

Am Samstag, den 23.05., machte sich die Mannschaft früh auf den Weg nach Köln. Um 6:46 Uhr startete die Zugfahrt aus Berlin, die im eigenen Abteil angenehm und entspannt verlief. So konnten die Jungs die Reise gemeinsam verbringen, sich austauschen und sich mental auf das bevorstehende Turnier einstimmen.

Nach der Ankunft ging es direkt zur Anlage von Schwarz-Weiß Köln am Kuhweg. Dort wurde schnell deutlich, dass dieses Pfingstwochenende ganz im Zeichen des Hockeys stehen würde: viele Mannschaften, ein volles Gelände, Zelte auf der Wiese und überall Turnieratmosphäre.

Auftaktspiele und erste Eindrücke

Der sportliche Start gelang der mU12 mit einer Partie gegen den Braunschweiger THC. Braunschweig erwischte zunächst den besseren Beginn und ging mit 2:0 in Führung. Unsere Jungs ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken, kämpften sich mit großer Moral zurück ins Spiel und erreichten am Ende ein starkes 2:2.

Nach diesem Auftakt war erst einmal Zeit, neue Kräfte zu sammeln. Für das leibliche Wohl war gesorgt,

das Essen schmeckte allen, und gut gestärkt ging es in das nächste Spiel gegen Schwarz-Weiß Köln 1. Dort zeigte Rotation eine überzeugende Leistung und gewann am Ende mit 3:0. Aus Sicht unserer Mannschaft hätte das Ergebnis sogar 4:0 lauten können, doch ein weiterer Treffer fand aus ungeklärten Gründen keine Anerkennung.

Camp, Sonne und kurze Nacht

Im Anschluss wurden die Zelte aufgebaut.

Das hochsommerliche Wetter mit klarem Himmel und viel Sonnenschein schuf ideale Bedingungen für das Camp auf der Anlage direkt am Rhein. Gerade bei diesen Temperaturen war die Wasserversorgung besonders wichtig, und tagsüber war dank RheinEnergie für ausreichende Trinkwasser gesorgt.

Mit dem Abend begann dann das eigentliche Campleben. Die besondere Stimmung auf dem Gelände sorgte dafür, dass vor allem die älteren Jugendlichen noch bis spät in die Nacht wach blieben. Für die Betreuer bedeutete das entsprechend wenig Schlaf. Dennoch gehörte genau diese lebendige Campingatmosphäre zu den prägenden Eindrücken des Turniers.

Zweiter Turniertag mit viel Energie

In den frühen Morgenstunden des zweiten Turniertages machten sich die Rotationisten zunächst zu einem Spaziergang an den Rhein auf. Steine werfen, Steintürme bauen und die ruhige Morgenstimmung bildeten eine gute mentale Vorbereitung auf den anstehenden Spieltag. Die Lage der Anlage direkt am Rhein machte diesen Auftakt besonders.

Der erste Gegner des Tages war Schwarz-Weiß Köln 2. Rotation startete hochkonzentriert und machte früh deutlich, dass die Mannschaft in dieser Partie unbedingt Tore erzielen wollte. Bereits nach einer Minute fiel das 1:0, kurz darauf das 2:0 und wenigspäter das 3:0. Aus der Spielfreude entwickelte sich ein regelrechter Offensivlauf, an dessen Ende ein beeindruckendes 10:0 stand.

Verantwortung auch abseits des Spielfelds

Im weiteren Verlauf des Turniers zeigte die Mannschaft nicht nur sportliche Qualität, sondern auch Verantwortungsbewusstsein. Wegen personeller Probleme bei den Schiedsrichtern übernahmen Lulu, Oskar, Jonas B. und Nevo in ihren Spielpausen diese wichtige Aufgabe. Das passte gut zum Gedanken des Jugendhockeys, in dem Schiedsrichterwesen ausdrücklich als Teil der Entwicklung von Nachwuchsspielerinnen und -spielern verstanden wird.

Enge Spiele und Finaleinzug

Das nächste Spiel gegen den DHC Hannover zeigte, dass nun zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinandertrafen. Es wurde hart gekämpft, beide Teams schenkten sich nichts, doch am Ende blieb es bei einem torlosen 0:0.

Damit wurde das letzte Spiel gegen den UHC Hamburg zum Schlüsselspiel um den Finaleinzug. Hamburg hatte zwar gegen Hannover und Braunschweig verloren, jedoch jeweils nur knapp mit 0:1, sodass von Anfang an klar war, dass es kein leichtes Spiel werden würde. Die Partie entwickelte sich zu einem echten Thriller. Auch an der Seitenlinie stieg die Anspannung, bis schließlich das erlösende 1:0 fiel und Rotation damit den Einzug ins Finale perfekt machte.

So ging ein weiterer intensiver Turniertag zu Ende. Die Vorfreude auf das Endspiel war groß, auch wenn allen bewusst war, dass dort noch einmal eine maximale Leistung nötig sein würde.

Sonntag zwischen Finale und Notdienst

Der Sonntag zeigte, dass ein Turnierwochenende nicht nur sportlich Überraschungen bereithält. Dass Hockey nicht immer förderlich für einen lückenlosen Zahnstatus ist, liegt auf der Hand – dass aber ausgerechnet Tischtennis zur zahnmedizinischen Herausforderung werden würde, gehörte eher nicht zum Standardprogramm eines Pfingstturniers. Tatsächlich musste ein Spieler den zahnärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen, nachdem er sich an einer Tischtennisplatte einen Frontzahn abgebrochen hatte. Auch beim Zahnarzt zeigte sich ein gewisser Personalmangel, sodass Sven kurzerhand Aufgaben der zahnärztlichen Assistenz übernahm. Am Ende mit Erfolg: Der Zahn wurde repariert, und anschließend war praktisch nichts mehr davon zu sehen. So bekam der Sonntag neben Hockey, Spannung und Finalvorfreude noch eine unerwartete medizinische Randnotiz mit beinahe wundersam gutem Ausgang.

Das Finale

Am 25.05. begann der Finaltag der mU12 mit dem Spiel Hannover gegen Braunschweig. Trotz Verletzungen und fehlender Wechselmöglichkeiten galt Hannover als Favorit. Am Ende musste sich Hannover jedoch geschlagen geben. Damit stand fest, dass das Finale zwischen dem Braunschweiger THC und der SG Rotation Prenzlauer Berg ausgetragen würde.

Im Finale kam Rotation zunächst nicht gut ins Spiel. Jakob forderte von außen mehr Zusammenspiel und weniger Alleingänge, doch diese Vorgaben wurden zunächst nicht konsequent genug umgesetzt. So fiel das 0:1 für Braunschweig. Erst danach wachte Rotation richtig auf, kam besser in die Partie, konnte Torchancen des Gegners vereiteln und selbst Druck entwickeln. Trotz aller Bemühungen gelang jedoch kein Ausgleich mehr.

Am Ende verlor Rotation das Finale knapp mit 0:1 gegen Braunschweig. Der Braunschweiger THC nahm damit den Pokal mit nach Hause, während die SG Rotation Prenzlauer Berg mit dem zweiten Platz abschloss. Auch wenn nach dem Schlusspfiff die Enttäuschung spürbar war, überwog später der Stolz auf die eigene Leistung und auf ein rundum gelungenesTurnierwochenende.

Rückfahrt und Fazit

Mit dem Finale ging ein schönes und intensives Turnier zu Ende. Auf der Rückfahrt nach Berlin war allerdings noch nicht komplett Schluss mit dem Sportprogramm: Im Zug standen tatsächlich noch Athletikübungen an – erst Wandsitzen, dann Planks.

Vielleicht ein letzter Hinweis darauf, dass selbst nach drei Tagen Hockey noch nicht alle Ressourcen ausgeschöpft waren.

Der zweite Platz beim Pfingstturnier von Schwarz-Weiß Köln ist für die mU12 von Rotation Prenzlauer Berg ein starkes Ergebnis. Noch wichtiger als die Platzierung waren jedoch die vielen gemeinsamen Erlebnisse: die frühe Zugfahrt, das Campen, die engen Spiele, der Finaleinzug und das Miteinander auf und neben dem Platz. Genau solche Wochenenden machen eine Mannschaftstärker.