Wenn von einem verteidigenden Spieler der Ball unabsichtlich über die Torlinie ins Aus gespielt wird, gibt es für die angreifende Mannschaft auf der Viertellinie in der Höhe, in der der Ball ins Aus ging einen Freischlag. Dieser Freischlag wird umgangssprachlich häufig auch als Ecke oder auch als lange Ecke bezeichnet. Wo kommt denn dieser Begriff her? Von 1982 bis 2015 gab es bei der angegebenen Spielsituation eine s.g. „Lange Ecke“ in Form eines Freischlages, der nicht weiter als 4,55 m von der Eckfahne ausgeführt wurde. (also vergleichsweis wie beim Fußball) Vor 1982 wurde diese lange Ecke ähnlich wie die Strafecke (die s.g. kurze Ecke) im Hockey ausgeführt, d.h. von der verteidigenden Mannschaft mussten (höchstens) 6 Spieler bei der Eckenausführung hinter der eigenen Torlinie stehen und durften erst nach der Eckenhereingabe rauslaufen. Bei der kurzen Ecke erfolgte die Eckeneingabe aber nicht von Eckfahne aus, sondern mindesten 9,14 m vom Pfosten entfernt, also aus einer wesentlich kürzeren Distanz zum Tor.
Bis zur Saison 1961/62 mussten bei der langen Ecke sogar a l l e Spieler der verteidigenden Mannschaft hinter die eigene Grundlinie zurücklaufen. Von dieser Art der Ausführung einer Langen Ecke habe ich nachfolgend ein paar Fotos rausgesucht. Ich war Zeitzeuge und bin auf zwei Fotos zu sehen.




Interessant: Die Erwartungshaltung des Spielers am langen Pfosten – ein Mitspieler meiner Mannschaft.
