Kürzlich fand ich auf Facebook einen Beitrag mit der Überschrift „The Rules bevor us“. Dieser Beitrag animierte mich, nach Fotos von Hockeytechniken und hockeytypischen Spielsituationen zu suchen, die es heute nicht mehr gibt, und die für die heutige Hockeygeneration wohl eher amüsant anmuten.
Ein solch typisches Element des Hockeyspiels war das BULLY. Ein Spiel wurde noch bis 1983 mit einem Mittelbully eröffnet. Bei einem solchen Bully wurden durch zwei gegnerischen Spieler 3* die gekreuzten Schläger gegeneinander geschlagen bevor der Ball gespielt werden durfte. Dieses Bully war –wenn man so will- das Symbol des alten Hockeyspiels. Das berühmteste Zeugnis eines solchen Bully stammt aus der der Zeit von etwa 500 Jahren v. Chr aus Athen.

Nun sollen Bilder dieses längst vergangenen Rituals für sich sprechen:



1965 – bei uns auf dem Hockeyplatz in der Winsstraße (heute Ella-Kay-Str.): Dynamo Hohenschönhausen (heute Rotation PB) – weiße Spielkleidung vs. Lok Schwerin.
Mit einem solchen Bully wurde das Spiel ebenfalls fortgesetzt, wenn es eine Spielunterbrechung gab, für die nicht eine der beiden Spielparteien alleine die Schuld trug (z.B. bei verletzungsbedingten Spielunterbrechungen) – s. folgendes Foto aus dem Jahr 1951:

1956 kam mit Swarup Singh ein Indischer Gastrainer in die DDR. Swarup Singh war ehemaliger Kapitän der legendären, als unschlagbar geltenden Indischen Nationalmannschaft. Er war über zwei Jahre Trainer beim SC Motor Jena und bereicherte Lehrgänge der DDR-Nationalmannschaft. In der nachfolgenden Videosequenz demonstriert Swarup Singh, mit welchen technischen Mitteln man nach dem Kreuzen der Schläger im Ballbesitz bleiben kann.
Bis 1963 gab es anstelle des heutigen 7-m Balls ein Strafbully. Nachfolgend die Videosequenz eines solchen Strafbully aus dem Olympiaausscheideungsspiel DDR vs. BRD 1960 in Jena.
Gerne kann auch nochmals in einem früheren Beitrag von mir nachgelesen werden: https://www.rotationhockey.de/das-bully/
