Hallo Benedikt,
Du gehörst zum BHV-Landeskader der mU14 und wurdest nach einer Nordostdeutschen Sichtung in Kiel im Juli für den DHB Herbstpokal Anfang Oktober in Mannheim nominiert. Dieser DHB Herbstpokal ist das Sichtungsturnier des DHB für die U16 Nationalmannschaft des kommenden Jahres. Dieser Sichtungslehrgang wurde vom Technical Coach of Youth des DHB (so kürzlich gelesen – auf gut deutsch: DHB-Jugendsportdirektor) Valentin Altenburg geleitet. Altenburg sagte „Wir bringen hier den Top-Hockey Nachwuchs in Deutschland zusammen.“ An dem Sichtungslehrgang nahmen 90 Mädchen und 72 Jungs teil. Schon allein diese Nominierung ist in meinen Augen eine hohe Auszeichnung.
Inzwischen weiß ich, dass von den 72 Jungs 34 eine Einladung zum DHB-Zentralsichtungslehrgang vom 4. bis 8. November nach Ludwigsburg erhielten. Du gehörtest dort ebenfalls zu den Eingeladenen. Das freut mich sehr, nicht zuletzt auch deshalb, weil du einer von den nur 9 Jungs bist, die aus dem jüngeren 2011er Jahrgang dabei waren.
Nun möchten wir mehr über dich und die Sichtungslehrgänge wissen:
- Erzähl uns bitte kurz, wie deine Hockeylaufbahn angefangen hat. Wer waren deine Trainer? Was waren bisher deine schönsten Hockeyerlebnisse, Turniere, Camps, Meisterschaften)?
„Ich habe bei Rotation schon mit vier Jahren bei den Superminis angefangen. Da war noch Annett meine Trainerin. Danach hat Hendrik mich vier Jahre trainiert. Damals war auch noch Jiske als Elterncoach dabei, die selber früher in der Niederländischen Nationalmannschaft gespielt hat – das war natürlich toll. Leider sind sie vor ein paar Jahren wieder nach Amsterdam gezogen. In der U12 war ich dann bei Julian und Nathalie und nun sind Gregor, Lu und Henry meine Trainer.


Ein sehr schönes Erlebnis in der U8 war der Gewinn des Marzipantortenturniers in Lübeck in der Halle. Ich weiß noch, wie wir alle zusammen im Zug auf der Rückfahrt diese riesige Marzipantorte, die wir als Turniersieger gewonnen hatten, gegessen haben.
Dann war im letzten Jahr für mich mein Tor im Finale der Ostdeutschen Meisterschaft kurz vor Schluss ein sehr cooles Erlebnis. So sehr haben wir uns noch nie über einen Sieg gefreut.
Außerdem sind die Hockeycamps in Rabenberg von Rotation am Ende der Sommerferien immer wirklich super.“


- Wann wurdest du in den Berliner-Landeskader berufen? An welchen Turnieren hast du mit der Berliner Landesauswahl schon teilgenommen?
„Ich kam zu Beginn der mU12 in den BHV Landeskader. Dort spielte ich bereits zweimal den Ländervergleich mU14 und einmal den Länderpokal mit der Auswahl der mU16 mit. Nun steht im Dezember der nächste Länderpokal U15 in der Halle in Hannover an, aber dafür sind die Nominierungen noch nicht raus.“
- Erzähle uns bitte etwas über die DHB-Sichtungslehrgänge in Mannheim und Ludwigsburg. Hast du dort neue Hockeybekanntschaften gemacht? Welche Trainer hast du dort kennengelernt? Gab es eine Lehrgangsauswertung und wie fiel diese für dich aus?
„In Mannheim waren wir 72 Jungs (Jahrgang 2010/11). Wir wurden in vier Teams aufgeteilt und spielten ein Turnier über zwei Tage gegeneinander. Es war eine super Stimmung. Alle haben sich richtig gut verstanden. Mein Trainer dort vom Team Lila war Markus Weise, der früher bereits im Trainerteam der Honamas und Danas jeweils Olympisches Gold geholt hat. Da lernt man richtig viel.
Zum Sichtungslehrgang in Ludwigsburg wurden dann nur noch die Hälfte der Jungs eingeladen. Ich war mit drei anderen aus Hamburg, München und Mühlheim auf einem Zimmer. Inzwischen kannten sich die meisten ja schon und alle waren wirklich sehr nett und haben sich trotz der Konkurrenz super gut verstanden.
Der Lehrgang ging über viereinhalb Tage. Zunächst mussten wir viele Athletiktests machen. Außerdem gab es Workshops, Trainings und sogenannte Länderspiele gegeneinander. Wir wurden in zwei Teams (weiß und schwarz) aufgeteilt. Mein Teamtrainer war Tobi Jordan, der aktuelle Coach der deutschen mU16 Junamas. Es hat mir unglaublich Spaß gemacht. Das Tempo und die Spielgeschwindigkeit waren einfach nochmal deutlich schneller als im Verein.
Mein Highlight beim Lehrgang war unser 2. „Länderspiel“. Da hat bei mir wirklich alles geklappt. Insgesamt war das Niveau beim Lehrgang schon extrem hoch, es wurde viel gefordert, aber ich habe auch sehr viel gelernt. Alles war sehr professionell organisiert und wir hatten eine super Betreuung vor Ort. Wirklich ein Erlebnis.“

- Was gefällt dir beim Hockey am meisten? (Technik, Taktik, Athletik, Teamgeist, …) Welche Position spielst du am liebsten? Spielst du lieber auf dem Feld oder in der Halle oder beides gleich gerne?
“Am meisten gefällt mir die Schnelligkeit im Hockey. Die vielen Umschaltmomente und Torschüsse. Ich spiele am liebsten auf der 10. Auf jeden Fall im Mittelfeld. Hallenhockey ist total cool und abwechslungsreich, aber auf dem Feld spiele ich doch lieber. Man hat mehr Platz, spielt in einem größeren Team und ist draußen. Außerdem sind auf dem Feld mehr Techniken (z.B. 3D, Feldschlenzer) erlaubt.“
- Welche Ziele hast du / hat deine Mannschaft sich für die Hallensaison vorgenommen?
“In der Hallensaison wollen wir uns mit der mU14 für die Ostdeutsche und dann die Nordostdeutsche Meisterschaft qualifizieren. Das wird nicht leicht, aber wir haben ein gutes Team.“
- Wer ist im Hockey dein Vorbild?
„Terrance Pieters (Niederländische Nationalmannschaft), weil er mega schnell ist und immer kreative Aktionen und coole Torschüsse macht.“
- Hast du außer Hockey noch andere Hobbies?
“Ich spiele gerne in der Schule oder danach mit Freunden ab und zu Fußball und Basketball.“
- Was hätte ich dich noch fragen sollen?
“Hockey wird mir einfach nie langweilig. Man kann immer besser werden und ich kann nur allen empfehlen auch anzufangen. Besonders schön ist es, in einem Team zu spielen, weil man sehr eng zusammenwächst und ich tolle Freunde durch das Hockeyspielen gefunden habe.“
… und jetzt noch ein paar ergänzende Bemerkungen:
Hockey ist in Benes Familie Familiensport. Benes Mutter Julia ist Mitglied der Abteilungsleitung,. Sein Papa Simon spielt in der Freizeitmannschaft „Von der Rolle“ und Benes Schwester Annika ist Spielerin unserer wU16/18 und zugleich Co-Trainerin unserer mU12.
