Die Dritte in Schwerin

Bei Minusgraden heiß wie Frittenfett

Das traditionelle Wolfgang-Ulbrich-Gedenkturnier in Schwerin ging Anfang Januar in die 9. Runde und auch dieses Mal war die SG Rotation mit einer feinen Truppe dabei. Beim Ü35 Turnier spielte ein Mix aus aktiven Dritten, Vierten und Masters Herren – ergänzt um extra reaktivierte Ausnahmekönner. 

In neuer Halle, aber mit dem gleichen Verköstigungskonzept wie 1970 (Wurst, Bier, belegte Brötchen) spielten 10 Herren und 5 Damen-Teams um den Turniersieg. 

Und tatsächlich war Rotation auch mit diesem Ziel angereist: Endlich mal wieder einen Pokal nach Hause in den Prenzlauer Berg holen. 

Die ersten zwei Spiele ließen sich gut an, einem noch etwas holperigen 1:0 gegen Gastgeber Schwerin folgte ein klares 3:1 gegen die „Old Hockey Freaks“. Nach etwas Pause Folge die beste Leistung des Tages und Mitfavorit Lüneburg wurde klar 4:0 geschlagen. Ein Spiel wie aus einem Guss – mit One-Touch-Hockey, tollen Solos und einer super motivierten Truppe aus Berlin. Damit war der Gruppensieg perfekt, unabhängig vom Ausgang des letzten Vorrundenspiels. Das ging gegen Güstrow dann auch leider direkt 1:2 verloren. Trotz 1:0 Führung für Rotation reichten 2 Minuten Unachtsamkeit und ein routiniertert runter gespielter Würfel für den Sieg der Güstrower. 

Nun denn, keine weiße Weste mehr, aber trotzdem frisch in Schale geworfen, ging es zur Turnierparty. Es herrscht hier weiterhin Uneinigkeit ob nun das wirklich üppige Buffet oder die 2er-DJ-Kombi das Highlight waren – Tendenz geht eher zur zweiten Option, denn bereits ab 9 Uhr gab es kein Halten mehr beim Herren und Damen-Team von Rotation, die dann traditionell auch bei der Party das Licht ausmachten. 

Auch am Sonntag hatte es der Spieplangott gut mit uns gemeint, sodass nach und nach die Helden der Nacht im Frühstücksraum eintrudeln konnten und man sich mit rauer Stimme bei Kaiserwetter und Blick auf den gefrorenen Schweriner Innensee durch Omlette, Pancakes und Obstjoghurt manövrierte. Eine schöne Abwechslung zur Turnier-Bockwurst.  

Gestärkt, erholt und vor allem heiß wie Frittenfett trotz Minusgraden ging es dann in das erste Halbfinale gegen Cöthen. Es wurde das erwartet enge Spiel. 

Während am Tag 1 auch mal Risiko gegangen wurde, war Tag 2 taktisch dominiert, was zu einem eher unspektakulären aber verdienten 1:0 für Rotation führte. Der Weg ins Finale war also geebnet und dort wartete erneut Güstrow. 

Nach intensiver Analyse, taktischer Vorbereitung und dem 6. Warm-Up in 24 Stunden ging es mit klarem Matchplan zur Sache: den 5er Würfel müde spielen, hinten nichts zu lassen, vorne mit schnellen Stafetten durch kommen. 

Der Plan ging in der Tat fast auf: die Null hielt, es gab einige gute Kreissituationen – aber schlussendlich hieß es 0:0 nach der regulären Spielzeit. 7 Meter Schießen!

Tja, und da fehlte leider das Fortune. Während Güstrow traf, zielte Rotation zwei mal zu genau ans Lattenkreuz. 

Wie auch 2025 wurden wir also zweiter. Allerdings ist schon jetzt klar: im nächsten Jahr probieren wir es wieder!