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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

1. DAMEN – Glück im Unglück

Veröffentlicht von Machine | Abgelegt unter 1. Damen, News

Ein Saisonbericht von 1. Damen Torhüterin Emilia Weller
Nachdem die Hinrunde eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit vielen Hochs und Tiefs war, lässt die Rückrunde eher weniger Kurvenreich beschreiben. Erst ging es steil hoch, dann genauso steil wieder runter und am Ende lief es ziemlich eben ins Ziel.
Aber von Beginn an:
Am 08. Mai stand das erste Spiel der Rückrunde an. Nach einer starken und vielversprechenden Vorbereitung waren alle vor dem ersten Spiel ziemlich nervös. Ein Gegner, gegen den wir bisher nicht viel Punkten konnten (drei Punkte aus drei Spielen seit Hinrundenbeginn Feld 2021), wartete am frühen Sonntagmorgen auf uns. Nachdem die ersten Minuten voller Aufregung gespielt waren, fanden wir so langsam rein. Nach dem Halbzeitstand 1:0, erhöhten wir später auf 2:0 und retteten uns schließlich mit 2:1 zu den ersten drei Punkte gegen BSC und damit zum Auftaktsieg der Rückrunde. Sehr zufrieden mit dem ersten Spiel ging es für uns schließlich in eine neue Trainingswoche, an deren Ende ein Doppelwochenende anstehen sollte. Zwischen diesem Sonntag und dem darauffolgenden Samstag ist dann irgendwas passiert, was uns einige Wochen die Nerven rauben sollte…

Am 14. Mai hieß es endlich Heimspiel auf dem Jahnsportpark! Viele Fans waren gekommen, das Wetter hätte kaum besser sein können und die Vorfreude auf das Spiel stand allen ins Gesicht geschrieben. Dank der drei Punkte aus dem vergangenen Spiel konnten wir an der Tabellenführung schnuppern und hätten mit einem weiteren Sieg unsere Position in Richtung Aufstieg festigen können. Aber wie sagt man auch so schön: „es kommt immer anders als man denkt!“ Osternienburg, eine Mannschaft gegen die wir uns immer schwertun, mit deren Spielweise wir oft nicht klarkommen, ein sehr konterstarkes Team. Das sollten sie an diesem Tag auch mal wieder beweisen. Nachdem wir quasi das ganze Spiel in deren Hälfte verbracht hatten, konnten wir trotzdem nichts Zählbares auf die Anzeigetafel bringen. Wiederrum die Sachsen-Anhalterinnen machten es cleverer und verwandelten ihren einzigen Kreiseintritt und gewannen somit das Spiel mehr schlecht als Recht mit einem 1:0. Die erste Enttäuschung ließ sich schwer verbergen, aber unseren kleinen und großen Fans zeigten uns, dass es eigentlich keinen Grund gab, den Kopf hängen zu lassen – wir hatten ja schließlich am nächsten Tag die nächste Chance auf weitere drei Punkte.

So fuhren wir schließlich am Sonntag allesamt nach Steglitz, um uns für das Unentschieden aus der Hinrunde zu revanchieren und die Enttäuschung über die Niederlage vom Vortag in viele Tore umzuwandeln. Jedoch sollte das Spielglück mal wieder nicht auf unserer Seite stehen. Nach einem starken Spiel bis zum gegnerischen Schusskreis konnten wir erneut kein einziges Tor erzielen, keine Ecke verwandeln, keinen Schlag im Tornetz unterbringen. Und auch wieder machte es unser Gegner besser. Nach einem fraglichen Pfiff ging eine der wenigen Torchancen als Eckennachschuss ins Tor. Somit haben wir auch dieses Spiel mit 1:0 verloren. Träumten manche letzte Woche noch vom Aufstieg, so ging der Blick inzwischen eher Richtung Tabellenende. Aber noch war nichts verloren – es musste nur in den kommenden Spielen deutlich mehr beim Torabschluss funktionieren.
Nach einer intensiven Trainingswoche ging es für uns dann nach Charlottenburg. Gegen die Mädels hatten wir bereits Testspiele bestritten und waren in denen auch immer recht zufrieden gewesen. Die Hoffnung war also groß, dass es dieses Mal wohl klappen könnte mit den drei Punkten. Aber Pustekuchen – da war irgendwie der Wurm drin. Mal wieder hat kein Torabschluss gesessen, die Ecken passten auch nicht und kein Angriff wurde mit einem Tor belohnt. SCC spielte es geduldiger aus und so kassierten wir zehn Minuten vor Ende (mal wieder) das eine Tor, was entscheiden sollte. Endstand 1:0 für SCC.
Nun war eine Krisensitzung angesagt. Keiner wusste so genau, woran es liegt, aber klappen wollte es trotzdem nicht. Da kamen uns die Feiertage ganz Recht. Mal Abstand kriegen von den ständigen Hockeywochenenden. Mal den Kopf frei kriegen und hoffen, dass sich der entscheidende Schalter im Kopf wieder umlegt. Und scheinbar hat es auch geklappt.
Am 12. Juni spielten wir gegen Meerane im Jahn Sportpark. Es war ziemlich viel Druck auf dem Spiel – alles oder nichts. Der Sieg war Pflicht und als hätten wir den Druck erst gebraucht, konnten wir das Duell mit 2:0 für uns entscheiden. Auch wenn das Ergebnis die Dominanz nicht so richtig verdeutlicht, kann man ruhig betonen, dass die Sächsinnen nur einen einzigen Torschuss (und in Summe auch nur zwei Kreiseintritte) hatten und der war dann nicht mal wirklich gefährlich. Wir konnten uns also endlich den zweiten Sieg der Rückrunde sichern und damit erstmal aufatmen. Der erste Schritt Richtung Klassenerhalt war geschafft – nun hieß es möglichst noch einen Punkt aus den letzten beiden Spielen zu holen.

Schwerer gesagt als getan. Auf dem Programm standen noch BHC II und MHC, die beiden auf Platz 1 und 2 der Tabelle standen.
In der Hitzeschlacht bei BHC fanden wir uns in der altbekannten Situation wieder – viele schöne Angriffe, wenig zählbares und einen sehr effektiven und gut eingespielten Gegner. Am Ende stand es nach acht Achteln 2:1 für den BHC. Trotz eines sehr schönen Eckentors von uns, waren das mal wieder zu wenig Tore auf unserer Seite.
Es stand also zum Abschluss der Saison nur noch das Spiel gegen MHC auf eigener Anlage an. Neben den 1. Herren, die ebenfalls ihr letztes Spiel der Saison gespielt hatten, fanden sich zu unserer Freude viele Fans und ehemalige Spielerinnen an der Seitenlinie zusammen und feuerten uns noch ein letztes Mal kräftig an. Leider mussten wir dieses Mal feststellen, dass wir noch nicht mit MHC (die übrigens dann auch aufgestiegen sind) mithalten konnten. Zu viele Konter, eine mangelhafte Manndeckung unsererseits und keine effektive Nutzung unserer Chancen ließ uns schlussendlich mit 3:0 verlieren. Aber gegen den Aufsteiger kann man ruhig verlieren. Allerdings darf man sich dann in der restlichen Saison nicht so viele Patzer leisten.

Nach diesem Spiel standen wir zunächst auf einem Abstiegsplatz. Jedoch wurden wir gerettet, da der Bietigheimer HTC seine Damenmannschaft aus der 2. Bundesliga zurückzieht und damit nur zwei statt der eigentlichen drei Mannschaften absteigen. Also hatten wir mal wieder mehr Glück als Verstand.
Mit etwas Abstand freuen wir uns aber umso mehr auf die weitere Saison in der Regionalliga. Wir wissen nun, woran wir arbeiten müssen und hoffen, dass wir das in den kommenden Spielen auch zeigen können und die Nerven unseres Trainers etwas mehr schonen können!
Wir wollen uns noch bei allen Fans bedanken, die uns immer tatkräftig angefeuert haben, bei allen, die im Hintergrund und an der Seitenlinie mitgeholfen und uns unterstützt haben und vor allem bei unserem Coach, der uns trotz der zahlreichen Hürden nicht aufgegeben hat – vielen Dank!
Wir freuen uns auf euch in der nächsten Saison – eure 1. Damen

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Veröffentlicht am 15. Juli 2022 um 20:04 Uhr

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