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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Hockeyepisoden

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter

Unserer Hockeygeschichte ist durch viele Episoden aus dem Hockeyalltag interessant und spannend. Wer kennt schon die Hockeylegende aus Köthen, den kriegsbedingt einarmigen Torwart Eddy Meyer, von dem 1953 berichtet wurde, dass er reaktionsschnell und ohne Torwarthelm den Hockeyball von der Torlinie köpfte. Viele Episoden sind typisch für die jeweilige Zeit und werfen somit ein Schlaglicht auf die Bedingungen unter denen Hockey gespielt und organisiert wurde.

Solche und andere Episoden und Geschichten werde ich hier immer mal wieder zum Besten geben:

 

Hockey – das faire, technisch anspruchsvolle Spiel – das Schönheitsspiel

Ein Gerd Strantzen schreibt am 25.4.1934 im Reichssportblatt:
Das Hockeyspiel verlangt von seinen Anhängern in erster Linie strengste Selbstdisziplin. Der Hockeyschläger kann eine gefährliche Waffe sein. Es ist daher nicht ratsam, ihn unbeherrschten, jähzornigen Spielern in die Hand zu drücken.

In diesem Kontext schreibt Dr. H. Simon in „Der Stockball – Hockey-Golf-Polo „ Stuttgart 1922 S. 37 über die Aufgaben eines „Spielführers“, sprich Mannschaftskapitän:
„Daraus geht ohne weiteres hervor, dass sich für dieses Amt nur Persönlichkeiten von Erfahrung, Autorität, Pflichtbewusstsein und Sportgeist eignen. Auch tut ihnen ein vollgerüttelt Maß Geduld und liebevollen Eifers bei der Heranziehung und Heranbildung von Neulingen und Anfängern not. Denn unser Sport stellt hohe Ansprüche an die sportliche Schulung. Er verliert Reiz und Wert, sobald an Stelle des vornehmen, „fairen“ Spiels wildes Drauflosschlagen und Ausnutzung der Körperkraft treten.

Am 7.1.1949 erschien im Berliner „Kurier“ eine Abhandlung des Sportjournalisten Henry Kolarz in der dieser vorschlug, in der Saison 1949/50 „von der gewiss reizvollen Austragung der Meisterschaft abzusehen und statt ihrer eine „Schönheitsmeisterschaft“ durchzuführen.“ Er schlug vor, dass die Gewinnpunkte in jedem Treffen jeweils der Mannschaft zugesprochen werden sollten, die flüssiger kombiniert und technisch, sauberer, schneller und fairer spielt. Sein Fazit „Nur der Gesamteindruck soll entscheiden, nicht aber das Torergebnis.“

Ich resümiere: „… was als dauerhafter Anspruch bleibt ist die Fairness im Spiel und am Spielfeldrand!

… wird pö a pö durch weitere Episoden und Geschichten ergänzt.

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Kulturwandel am Beispiel des Dress-Code im Hockey

Dress-Code

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