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Hockeygeschichte: direkter Eckentorschuß nicht höher als 46 cm – seit 1.1.1977

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Kalenderblatt, News

In der Homepage des DHB gibt es eine Rubrik “100 Geschichten aus 100 Jahren DHB”  Hier finde ich immer wieder Interessantes. Kaum jemand wird noch wissen, wie es dazu kam, dass seit dem 1.1. 1977 der direkte Eckentorschuß nur noch bis “Bretthöhe” erlaubt war. Hier die Geschichte dazu:

5. September 1976:

Böser Unfall bringt Regelreform

Schrecklicher Unfall am ersten Spieltag der Feld-Bundesligasaison 1976/77: In der Partie Stuttgarter Kickers gegen Limburger HC bekommt der auf der Torlinie postierte Limburger Verteidiger Gerhard Lissek bei einem Strafeckenschlag des Kickers-Schützen Michael Peter den Ball mit voller Wucht an den Kopf. Der Treffer an die Schläfe versetzt den 31-jährigen Bruder des zwei Jahre jüngeren Nationalspielers Paul Lissek in die Bewusstlosigkeit. Mit dem Notarztwagen wird Gerhard Lissek ins Krankenhaus transportiert. Von lebensgefährlichen Kopfverletzungen ist die Rede, die Lissek auch dank der Sofortbehandlung der Ärzte zum Glück übersteht. Der Vorfall löst in Hockey-Deutschland eine große Diskussion um die Entschärfung der Standardsituation aus. Bis jetzt ist ein hoher Strafeckenschuss den Regeln nach legal. Allerdings gibt es bereits auf internationaler Ebene Bestrebungen, das gefährliche Spiel bei der Eckenausführung stärker in den Vordergrund zu stellen. Schließlich geht alles sehr schnell. Zum 1. 1. 1977 beschließt das DHB-Präsidium, dass Strafeckenschläge das 46 cm hohe Torbrett nicht übersteigen dürfen, um ein reguläres Tor zu erzielen. Ohne den Lissek-Unfall wäre diese Regelreform sicherlich nicht so schnell zustande gekommen.

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Veröffentlicht am 5. September 2020 um 18:20 Uhr

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