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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Gedanken zu 30 Jahren deutsche Hockeyeinheit.  

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter News

Heute vor 30 Jahren wurde  in Hürth auf dem außerordentliche Bundestag einstimmig die Aufnahme der fünf ostdeutschen Landesverbände in den DHB beschlossen. Damit war nach 40 Jahren Trennung die deutsche Hockeyeinheit wieder hergestellt. In der DHZ Nr. 34 vom 20.10.20 habe ich dazu meine Gedanken geäußert:

Die Zeit der Wiedervereinigung des deutschen Hockeysports war für mich eine spannende, sehr intensive, bewegende und nachhaltig emotional berührende Zeit. Es war eine Zeit, in der ich viele neue Hockeyfreunde kennen und schätzen lernte, Es sind so zahlreiche Hockeyfreunde aus dem Westen unserer Heimat dazu gekommen, die ich sonst nie kennen gelernt hätte. Das war und ist für mich eine menschliche Bereicherung, die ich persönlich als den größten Wert der Wiedervereinigung ansehe. Ich danke all denjenigen, mit denen ich diese Zeit gestalten konnte und mit denen ich im vereinten Deutschland „Hockey leben und Hockey erleben konnte“. Das war und ist ein Geschenk für mich. DANKE.

Mein Hockeyfreund Dr. Günther Conradi, letzter Präsident des DHSV , beschrieb dieses „Einssein“ der deutschen Hockeyfamilie in seiner Ansprache auf dem Außerordentlichen Bundestag am 3.11.1990 in Hürth wie folgt: „Wir haben in verschiedenen Systemen gelebt, aber die Menschen mit ihrem Hockeyenthusiasmus sind in Ost und West die gleichen“

Mein Hockeyengagement galt und gilt natürlich vor allem auch meinem Verein, der SG Rotation  Prenzlauer Berg Berlin. Er ist für mich ein Spiegelbild dafür, wie deutsche Hockeyeinheit gelungen ist. Hier im Prenzlauer Berg spielen und spielten seit 1990 Hockeyspieler und Hockeyspielerinnen aus ganz Deutschland und aus 18 Ländern der Welt. Meinem Verein eröffneten sich „grenzenlose“ Perspektiven, die es zu nutzen galt. Mit den im  Verein zusammengeführten Erfahrungen und dem Engagement aus Ost und West konnten wir 2017 die EHF überzeugen  und wurden als „EHF-Club of the Year 2016“ ausgezeichnet. Das hätte es ohne die Wiedervereinigung nicht gegeben.

Natürlich weiß ich, dass wir Hockeysportler aus dem Gebiet der ehemaligen DDR „in materieller Hinsicht“ die Profiteure der deutschen Hockeyeinheit sind. Ich hoffe aber sehr, dass auch im Bereich der alten BRD der Zugewinn an menschlicher Gemeinsamkeit in der deutschen Hockefamilie als der eigentliche Gewinn der deutschen Hockeyeinheit gesehen und geschätzt wird.

 

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Veröffentlicht am 3. November 2020 um 9:20 Uhr

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