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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Ein ganz normaler rotationiger Hockeysonntag? Naja, …. mehr oder weniger

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter 1. Damen, 2. Damen, 3. Damen, Mädchen B

Wenn man so richtig „im Hockey drin steckt“: selbst spielt, gerne mal zuschaut und vielleicht auch noch andere Teams trainiert, dann … ja dann kann so ein Hockeysonntag (besonders am Ende der Draußen-Saison) recht lang und ereignisreich werden. Bei mir persönlich sah das beispielsweise am vergangenen Wochenende so aus:

Es ging los mit Aufstehen & Frühstück nicht unbedingt zu sonntäglichen Lieblingszeiten, denn die erste Station lag im Grunewald, „Tatzeit“ 9 Uhr morgens.

Saison-Showdown in der Meisterschaft der Mädchen B – Rotation sichert sich die nächste Endrunde

In der Meisterschaft war genau noch ein Endrundenticket zu vergeben und die beiden Anwärter auf eben dieses traten ausgerechnet gegeneinander an. Rotation reiste zum TC Blau-Weiß mit dem Wissen, dass die Gastgeberinnen zum Siegen verdammt waren, um noch an uns vorbei ziehen zu können. Bei strahlender Früh-Herbstsonne war bereits in der Aufwärmphase zu sehen, wie wichtig beiden Teams dieses Spiel war.
(Ungefähr zu diesem Zeitpunkt ging auf meinem SMS-Knochen die erste Anfrage nach Janna, unserer Keeperin der 1. Damen ein, die nicht zum Auswärtsspiel-Treff erschienen war und scheinbar nicht an ihr Handy ging. Da konnte ich leider auch nicht weiter helfen – hatte aber schon ein dickes Déjà-vu, will sagen ´ne Eigenerfahrungsgespeiste Ahnung über das Wie & Warum. :hoppla: ) Derweil entspann sich auf dem Grunewalder Rasen eine wirklich sehenswerte und temporeiche Partie.

Zunächst fand die Action hauptsächlich zwischen den Schusskreisen statt. Rotation konnte sich ein spielerisches Übergewicht erarbeiten, die Gastgeberinnen blieben besonders über ihre linke Seite (streng genommen nur dort) gefährlich. Irgendwann gelang dann doch der heiß ersehnte Führungstreffer für Blau-Orange (da hatte ich bereits eine zweit Suchmeldung für Janna erhalten). Ich meine, Lisa war am Ende die Absenderin der Kugel.
Es blieb spannend, ganz besonders nachdem ein schnell wieder ins Spiel gebrachter Seitenaus-Ball viel zu leicht in unserem Schusskreis landete und dort wohl noch abgefälscht ohne Gegenwehr über unsere Torlinie „schlenderte“. Das war erstmal ´ne kalte Dusche, aber unsere Mädels blieben unbeeindruckt und setzten nach. Grete machte in der Verteidigung ein echt klasse Spiel und Rosa entschied die Sache schlussendlich zu unseren Gunsten mit zwei sehenswerten Treffern vom Kreisrand. (Inzwischen hatten die 1. Damen Keeperin Emilia – eigentlich fürs Spiel der Dritten vorgesehen – zu Hause abgeholt und nach Sachsen-Anhalt „entführt“.)
Damit hatte unsere MB-Meistertruppe sich die Endrunde redlich verdient, es gab Eis für alle und wer wollte, konnte sich im Anschluss noch ein Herrenspiel der 2. Bundesliga gönnen. Da hab ich zumindest die erste Halbzeit noch in meinen Hockeyzeitplan reinschmuggeln können.

Weiter ging´s dann zum nächsten Stopp, meinem eigenen Punktspiel in der 1.Damen-VL beim MHC2. Fazit dort: Die Serie hält, aber das war echt schweißtreibend

Bei weiter von einem Ohr zum anderen grinsenden Zwergstern (… es gibt so viele Namen für unsere Sonne …) legten wir eine knackige Erwärmung hin und schusterten uns eine Taktik zurecht. Coach Jonas war kurzfristig verhindert, denn er hatte wiederum in seinem eigenen Spiel einen Ball mit dem Auge „gefangen“ (Augenzeugen berichten, es geht ihm inzwischen wieder ganz gut).
Vom Anpfiff weg war schnell zu sehen, dass die Gastgeberinnen nicht von ungefähr die Tabellenspitze okkupieren. Besonders im Spiel ohne Ball waren sie echt flink und fingen haufenweise Rotationer Pässe ab. Wir waren zunächst hauptsächlich mit Defensive beschäftigt. Ich dachte gerade noch: „Wenn wir dieses Ding hier torlos gestalten, das wär ´ne Mega-Sache!“, da fingen wir uns das 0:1. Ich glaube, es war ein Eckennachschuss oder so?
Wir hatten zwar auch unsere Chancen, aber bei weitem nicht so viele und so gute wie die MHCerinnen. Dass es zur Halbzeit bei dem einen Treffer geblieben war, machte uns eigentlich eher Hoffnung. Zumal wir im zweiten Abschnitt aus dem Schatten heraus spielen konnten (gut 2/3 des Platzes waren in gleißendes Licht getaucht). Tatsächlich wurde das 3. Viertel unser bestes, denn wir konnten die Gegner viel besser von unserer Kiste fern halten und netzten selbst zweimal ein. Erst stocherte Jogi einen Ball an der Keeperin vorbei, dann funktionierte der Konterpass durchs Zentrum auf unsere Sturmspitze Sandra perfekt. Sie umkreiste die Keeperin und zimmerte das Plasterund ins lange Eck. Das war nur Sekunden vor der letzten Pause.
In der letzten „Fuffzehn“ war das Spiel wieder ausgeglichener, zum Verhängnis wurde uns erst wieder ein Standard: nach einer parierten Ecke war der zweite Nachschuss drin. Mehr Zählbares passierte aber nicht mehr und ich meine, in den Rotationer Reihen zum Abpfiff die größere Zufriedenheit gesehen zu haben.
Damit sind wir zwar von Tabellenplatz Zwo auf die Vier gerutscht, aber unsere 12 Punkte sind verdammt dicht dran an den 13 Punkten von Platz Drei … und Zwei … und Eins. Spannend, wa? Ich freu mich schon wie Bolle auf unser letztes Saisonspiel gegen CfL (Sonntag, 12 Uhr im Jahnsportpark). Nicht vergessen, da wolltet ihr alle vorbei kommen zum Anfeuern! (Danach bietet sich ein Trip in die Storkower geradezu an: unsere 1. Damen spielen dort ab 14 Uhr gegen Meerane.)

In der Zwischenzeit hatten unsere Ersten die Partie in Osternienburg 4:3 gewonnen. Mit Raum nach oben, wie man hörte, aber ein Dreier ist eben ein Dreier. Mit dem gerade eben noch frisch reingetrudelten dienstäglichen 2:2 beim BHC 2 setzen sich unsere Rotationistas im Mittelfeld der Regionalliga fest und haben dabei noch mindestens ein Spiel weniger als ihre meisten Konkurrenten. Läuft, würd ich sagen.

Ebenfalls Geschichte war zu diesem Zeitpunkt auch die Pokal-Endrunde unserer MB-Anfänger. Nach toller Saison fingen sich unsere Mädels ihre Einzige Niederlage der Saison – Rotation ist stolz auf seine Vize-B-Pokalerinnen. (Wohlmeinende Zungen bzw. Tastaturen hatten bis vor Kurzem noch von einem Pokalgewinn berichtet … auch auf der BHV-Seite, aber ich hab das Wort von Augenzeugen. :zunge: ) Nach superknapper Partie musste ein Penalty-Schießen die Entscheidung bringen. Und da hatten die Mädels vom STK die Nase um ein Törchen vorn. Egal – das war ´ne tolle Saison, die Gummibärchen sind natürlich längst alle und wir Trainer sind toootal zufrieden.

Und um die Janna-Geschichte abzurunden, hier noch das Happy End. Nach dem klassischen Verschlafen unter erschwerten Bedingungen (man hört das Handy eben auch bei leichtem Schlaf nicht klingeln, wenn es in die Sofaritze gerutscht ist.) bot die Partie unserer Dritten Damen die perfekte Gelegenheit zur Rehabilitation. Und das hat ja wohl bestens geklappt, denn mit dem 1:0 gegen TiB ist nicht nur der Shut-Out gelungen, sondern der Dreier beschert Rotation Platz Drei in der 2. Verbandsliga.

Da kann man doch beruhigt einen Haken unter den Sonntag machen und sich auf Mehr dieser Art am kommenden Wochenende freuen (da steigen miiiindestens zwei Endrunden) … und ich hab ja nur einen Bruchteil der Hockeyaction mitbekommen. Schaut euch also selbst mal um, hier ist immer was los!

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Veröffentlicht am 24. September 2019 um 22:32 Uhr


Eine Antwort zu “Ein ganz normaler rotationiger Hockeysonntag? Naja, …. mehr oder weniger”

  1. Frank Haustein schrieb am 26. September 2019 um 10:05 Uhr:

    Tina, ein toller lesenswerter Beitrag. Lesenswert nicht nur weil du Spielberichte “lieferst”, sondern weil du zugleich Einblick in das Hockeyleben und in den sonntäglichen Hockeyalltag von dir gibst. Danke für dein jahrelanges Engagement. Du lebst “Rolle, rolle Rotation”. Ich kann mich noch gut erinnern, wie du bei mir anriefst (es war wohl um 2005) und fragtest, ob wir einen “Goalie” brauchen. Du würdest gerne mal bei uns vorbeischauen. Meine Antwort: “Natürlich und bitte sofort”. … und schon warst du als “nicht gelernte Hockeyspielerin” und “Späteinsteigerin” Torfrau bei den Schlenzelbergern.. Als die ersten Damen dann eine Torfrau brauchten, warst du sofort bereit in der Regionalliga mitzuspielen. Schon sehr bald halfst du als Übungsleiterin im Kinderbereich mit. 2011 erwarbst du die C-Trainerlizenz und bist heute aus unserem Trainerteam nicht mehr wegzudenken. Danke Tina oder um mit Janke zu sprechen: Danke Teyna.

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