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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

MB-Meister: Wir Trainer sind immer noch geplättet – was haben unsere Mädels für Sprünge gemacht?!

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter Mädchen B

Eine tolle Saison endet mit dem überragenden dritten Platz bei der ostdeutschen Meisterschaft

Es wurde ja schon fleißig berichtet von den Erfolgen unserer B-Mädels in den letzten Tagen. Weil man aber gar nicht genug darüber schreiben kann, weil´s so schön war und um noch einmal kurz in seligen Erinnerungen zu schwelgen – hier nun das Ganze nochmal ausführlich aus Trainersicht (könnte länger werden – holt euch was zu trinken, Leute).


Die Teilnahme an der Meisterschafts-Endrunde war für unsere „Bs“ zu Saisonbeginn noch ein sehr ehrgeiziges Ziel, der fünfte Platz am Ende spiegelte nur das hohe Niveau der Berliner Meisterschaften wieder (unsere Mädels haben da ihre besten Spiele der Saison gezeigt). So gesehen war die Teilnahme an der überregionalen Endrunde (früher „Spree-Pokal“, heute OHV-Pokal genannt) ein schöner Bonus für unsere Truppe. Alle Anwesenden waren super happy, dass mit dem HKS endlich wieder eine wirklich große Halle mit Neigel-nagel-neuem Belag zur Verfügung stand. Hier konnte der Pokal für Jungs und Mädchen parallel durchgeführt werden und dennoch war der Geräuschpegel deutlich unter dem agressionssteigernden Level, das bspw. von nur 10 Spielern in der Puccini-Halle erzeugt wird.
Los gings für unsere Mädchen kurz nach Zehn mit der Partie gegen den TSV Falkensee, ein Nachrückerteam mit einigen C-Mädchen im Kader. So ganz wach waren wir anfangs nicht, als Erstes musste eine Strafecke pariert werden, kurz darauf wurde der erste Rotationer Standard verstoppt. Allmählich aber kam Rolle rolle in die Gänge und nachdem Nora noch am Außenpfosten gescheitert war, nahm Alma Anlauf. Sie zockte sich an zwei Gegnern vorbei vors Tor, legte quer und Nora netzte zum 1:0 ein. Den zweiten Treffer besorgte Alma dann selbst vom Schusskreisrand, da waren etwa 7 Minuten gespielt (hier gleichbedeutend mit etwa der Hälfte der Spielzeit).
Nun schien der Falkenseer Widerstand endgültig gebrochen. Mila erzielte das 3:0 im Nachschuss, Alma verwandelte eine Strafecke halbhoch, Marla stand nach einen abgefälschten Schuss am langen Pfosten goldrichtig und fand kurz vor dem Abpfiff dann noch einmal die „undichte Stelle“ im Kasten. Mit einem souveränen 6:0 nach Startschwierigkeiten war der erste Schritt gemacht.

Nächste Station: das Spiel gegen den ATSV Güstrow. Hier lief es gleich vom Startpfiff weg gut. Ein schöner Pass von Nora auf den Flügel setzte Marla in Szene, die tankte sich herrlich in die Gefahrenzone vor und vollendete im Fallen zum 1:0. Wenig später revanchierte sie sich mit einem gut getimten Querpass zu Nora, die damit das 2:0 klar machte. Der dritte Treffer war dann eine zügige Kombination: Alma schickte einen knackigen Pass ins Zentrum, Marla legte diagonal auf Nora und wieder zappelte die Kugel im Netz. Da waren die ersten fünf Minuten noch nicht ganz rum.
Auf die erste Güstrower Chance (knapp neben unser Tor) folgte postwendend das 4:0 – so ein Bilderbuchtor: Ball bis zur Grundlinie getragen, schneller Rückpass vors Tor und Mila machte den Deckel drauf.
Am anderen Ende durfte Cora im Kasten zeigen, dass sie auch noch da ist und dann hatten die Güstrower auch noch Pech als sie ihren dritten guten Schuss an den Pfosten setzten. Marla machte mit dem fünften Treffer (über die „Torwart-Bande“ über die Linie gemogelt) unseren zweiten Sieg perfekt und unser Goalie-Tandem Cora/Bibo konnte den zweiten Shut-Out vermelden.

In der dritten Partie gegen die Potsdamer Sportunion rechneten beide Seiten zu Recht mit einer engeren Partie und man konnte von einem richtungsweisenden Spiel in Sachen Halbfinaleinzug ausgehen. Der Beginn war folglich erstmal taktisch, geprägt von vielen Zweikämpfen und wenig Torszenen. Tatsächlich blieb das die ersten 5-6 Minuten so, dann sorgte eine Strafecke gegen uns für erhöhten Puls – aber Cora hielt den Rotationer Kasten sauber. Wenige Minuten später wiederholte sich das Ganze … mit gleichem Ausgang. In die Potsdamer Druckphase hinein platzte ein Rotationer Konter, den Alma der Keeperin zum 1:0 durch die Hosenträger spitzelte. … noch 3 Minuten zu spielen. Kurz darauf gelang den Residenzstädtern ein Anspiel an den Kreis, von wo eine ungedeckte Stürmerin im 1 vs. 1 zum verdienten Ausgleich kam. Praktisch mit dem Abpfiff gab es noch eine Strafecke für Rolle rolle, aber schlussendlich landete der Ball am Außenpfosten.

Damit war klar, wer Gruppensieger werden wollte, müsste das Team vom TC Blau-Weiß schlagen. Platz Zwei in der Gruppe wäre fast sicher auch ein Halbfinale gegen Turnierfavorit TuS Lichterfelde. Zuvor aber stand noch das Spiel gegen den mitteldeutschen Meister HC Niesky auf unserem Programm. Hier konnten wir wieder dominieren, aber irgendwie fehlte der Partie das Tempo (war aber auch bis hierhin schon ein langer Tag). Theda konnte bereits früh den ersten Rotationer Nadelstich setzen, nachdem Alma wieder mustergültig die Hundekurve gelaufen war. Im Zusammenspiel mit Nora war Theda dann auch beim 2:0 zuletzt am Ball.
Damit war der Staffelstab übergeben und Nora war Empfängerin des Zuspiels zum dritten Treffer. Unsere Goalies hatten einen ruhigen Nachmittag, während am anderen Ende des Parkett Mila und Liv den Schusskreis in Brand setzten und eine der beiden das 4:0 über die Linie stocherte. Und dann hätte um ein Haar sogar Greta (abonniert auf den Platz in der Defensive) noch ein Tor geschossen. Ihre gefährliche Rückhand wurde am langen Pfosten von Marla zum 5:0 ins Gehäuse „gestreichelt“.

Sonntagmorgen, halb Zehn in Deutschland – da war erst einmal viel Kaffee nötig (nur für die Erwachsenen natürlich, die Kinder müssen so wach werden). Potsdam hätte zehnstellig gegen Güstrow siegen müssen, um uns den Platz im Halbfinale noch streitig zu machen – dazu kam es nicht. So gesehen konnten wir ohne Druck in unser Spiel gegen Blau-Weiß gehen. In der Endrunde hatte man sich 1:1 getrennt, aber niemand wollte freiwillig gegen TuSLi spielen. Also ging es doch um Einiges.
Es begann wieder sehr „mittelfeldig“, die einzige fast torgefährliche Szene in den ersten Minuten war ein tolles Anspiel von Alma in den Kreis, das Marla von der Kelle an den Fuß sprang. Dann aber nah die Partie an Action und Dramatik zu. Zunächst fingen wir uns eine Strafecke und obwohl alle vorher wussten, wo er hingehen würde, landete der Ball halbhoch zum 0:1 im Netz. Keine zwei Minuten später waren wir dran. Blöderweise wurden wir hier Opfer einer der wenigen Fehlentscheidungen der jungen Schiris (das gesamte Turnier wurde ansonsten vom lizensierten Nachwuchs ganz hervorragend geleitet): statt eines Siebenmeters (wir hatten alle eine Verteidigerin mit dem Körper am Ball gesehen) oder wenigstens einer langen Ecke gab es nur den Abschlag für Blau-Weiß. So endete die Geschichte für uns mit der knappesten aller Niederlagen und bescherte und den schwierigsten Gegner fürs Halbfinale.

Um es kurz zu machen, unser nächstes Spiel ging 0:2 verloren. Aber obwohl man sich über die fehlende Deckung vor dem Doppelschlag nach ca. 5 Minuten ärgern konnte, die Lichterfelderinnen spielten einfach auf einem höheren Level als wir und zogen verdient ins Finale ein. Ganz so weit weg sind wir aber nicht mehr und Almas Torschuss kurz vorm Abpfiff (durch 4 Gegner durch um Haaresbreite am Kasten vorbei) wäre ein schönes Extra gewesen.

Ein kleines Finale ist auch ein Finale und der Platz neben dem imaginären Podest ist ja bekanntlich einer der unbeliebtesten. Die Marschrichtung fürs letzte Spiel war also klar: gegen Motor Meerane war ein Sieg die blau-orangene Devise. Bibo startete im Kasten, wurde vom Gegner aber komplett ignoriert. Früh setzten sich unsere Mädels im Meeraner Revier fest und bei mehreren Chancen von Nora und Marla konnte/musste die gegnerische Keeperin schon ihr ganzes Können zeigen. Alma knackte diese Nuss nach fünf Minuten mit einem Gewaltschuss vom Schusskreisrand. Der Treffer zum 2:0 gehörte dann sicher zu einem der schönstes des Tages: ein harter Pass aus der Tiefe (Absenderin: Alma) fand Marla mutterseelenallein vorm gegnerischen Kasten und sie hielt einfach nur die Kelle zum Abfälschen hin – unhaltbar, das Teil! Um ein Haar wäre Liv ebenfalls ein Stechertor gelungen, der Diagonalpass sauste nur wenige Zentimeter an ihrem Brett vorbei.
Unsere dritte Bude wurde von Alma mustergültig rausgeholt: ein schneller Freistoß, dann noch einer und schon gab es den Eckenpfiff wegen fehlenden Abstands für uns. Nora nagelte den Ball zum 3:0 ins Dreiangel. Bibo durfte Feierabend machen und Cora dann gleich die ersten/einzigen zwei Torschüsse der Mädels in Rot parieren. Abgerundet wurde die Chose dann mit einer Schlussecke, die Theda zunächst in den Keeper setzte. Weil der Ball aber postwendend zu ihr zurück kam und sie ganz sicher gehen wollte, dass da nicht doch irgendwo ein Loch war, zielte sie nochmal in die Mitte und fand die Lücke zum 4:0 Endstand.

Was sollen wir sagen: das hat einfach Mega-Laune gemacht! Wir sind stolz wie Bolle auf unsere Mädels, freuen uns schon auf die Feldsaison mit einigen von ihnen und verabschieden mit einem lachenden & einem weinenden Auge einen Großteil von ihnen zu den A-Mädchen (Danke nochmal für die Blumen und den lecker Kuchen, Mädels!)
Fabi, Theresa: es war mir wieder ein Fest – ihr seid/wart dufte (und werdet es immer sein)!


Drittbestes Team im Hockey-Osten: Alma, Bibo, Cora, Greta, Liv, Marla, Marta, Mila, Nora, Theda

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Veröffentlicht am 20. März 2018 um 16:29 Uhr

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