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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Best ever Wibu-Cup für Rotations Zwote oder Ist Hallenvorbereitung überbewertet?

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter 2. Damen

Beim diesjährigen Wilkenburg-Cup des HTC in Hannover schnappt Rolle rolle sich Platz Zwei

Ende Oktober ist die Draußensaison Geschichte und allerorten werden Hallenvorbereitungsturniere und Trainingsspiele auf die Beine gestellt. Eine gern von uns besuchte Veranstaltung ist in diesem Zusammenhang der Wibu-Cup des HTC … mir schon immer sympathisch durch den Fakt, dass die Gastgeber sich voll und ganz aufs „Gastgeben“ konzentrieren und den Sport ihren Gästen überlassen.
Alle Zutaten für ein tolles Turnier sind da: Doppelhalle mit nicht-rutschigem Boden (für Berliner Hockeyspieler immer wieder eine Umstellung :hoppla:), lecker Büffet (fest und flüssig), gestellte Schiris und überall nur nette Leute. Mit unseren Rotationer Damen waren wir jetzt schon einige Male dort und normalerweise ist es für uns tatsächlich hauptsächlich eine Vorbereitung … oder etwas präziser: die ersten Kontakte mit Hallenboden nach dem Sommer. Deshalb spielen wir am Sonntag auch in der Regel um die letzten drei Plätze. Dieses Jahr war alles anders …

… naja, fast alles. Wir kamen wie immer „maximal vorbereitet“ nach Hannover: 90% unseres Team kam frisch aus der Hallensaison, Maike war nach langer Verletzung wieder zurück (Woohooo!), Sabrina und Annie bestritten ihre allerersten Hallenpartien für Rolle rolle. Mit riesiger Vorfreude aber ohne große Erwartungen starteten wir in die erste Partie gegen den DHC aus Hannover. Und dann die Sache ab wie Schmidts Katze: Sabrina und Annie erwiesen sich als Traum-Duo im Sturm und nach gefühlt einer Zigarettenlänge stand es 3:0 für uns und Bine hatte ihren Hattrick eingetütet. Das Highlight war eine gelungene Abwehraktion vorm eigenen Tor, Pass auf den Flügel gefolgt von Tiki-Taka unserer Goalgetter in hohem Tempo und Sabrina versenkte die Kugel im Fallen durch die Hosenträger der gegnerischen Keeperin. Schöööön!
Der Anschlusstreffer war eher ein „soft Goal“ (den hätte ich mit der Tatze krallen müssen), Annie sorgte mit dem 4:2 im Nachschuss wieder für den Drei-Tore-Puffer. Durchs Gewühl im Schusskreis fingen wir uns noch das verdeckte 4:2, aber Annie hatte mit dem 5:2 das letzte Wort. Sauber!
Der zweite Gegner des Tages kam vom Harvestehuder THC und war mit kleinstem Kader (6 Leute) und ohne Keeperin angereist. Die Ladies hatten aber durchaus was auf der Kelle (und super nett waren sie obendrein wie ich als Aushilfsgoalie dort im restlichen Turnier feststellen durfte). In einer flotten Partie hatten wir einmal Glück (die Latte verhinderte das Gegentor), waren insgesamt aber den Tick besser. Maja lochte per Schlenzer vom Kreisrand ein und Anni wurde (nachdem Bine die gesamte rechte Bande entlang geflitzt war und den knackigen Querpass gespielt hatte) zur Wiederholungstäterin – keine Chance für die aushelfende Hamburger Keeperin.
Nach dem Genuss herbstlicher Sonnenstrahlen vor der Halle stieg das letzte Spiel des Tages gegen die TG Heimfeld und dieses Mal wurde es richtig spannend. Ich kann mich bezeichnenderweise nur an die Gegentore erinnern: ein sattes Ding an den Innenpfosten nach Strafecke und ein typisches Hallentor (Querpass vorm Tor auf die ungedeckte Stürmerin am langen Pfosten). Aber unser Triumvirat am anderen Ende áka Maja, Anni, „Bienchen“ sorgte mit je einer Bude für den Sieg.

Da duscht es sich doch gleich viel entspannter im neu innengestalteten (und nun Design-Hotel) genannten Domizil der halben Turniergästeschar. Irgendwann nach dem Vorglühen marschierten wir zur Party (noch so ein Vorteil: Fete in Laufdistanz vom Schlafort), die ein nicht unwesentlicher Faktor in der Beliebtheit des Wibu-Cups ist. Die Grenzen zwischen der Schlager-Lounge (umlagerter Tresen mit entsprechender Musik) und dem DJ-Parkett (wo dicht an dicht getanzt wurde) waren mitunter fließend, aber die Stimmung war top. Ich bin so gegen Drei gegangen, da waren unsere Partymäuse Maja (allen Turnierfans bekannt als Quelle von Glitzer) und Nina (angereist trotz ihres gebrochenen Schlüsselbeins) noch lange nicht satt … zum Frühstück waren wie aber wieder am Start – logo.

Unser erster Einsatz war gleichzeitig unser letztes Gruppenspiel, Gegner waren die Hamburgerinnen von Viktoria. Der Sonntag begann wie der Samstag geendet hatte … 3:2 für Rotation, unser gesamtes Stürmertrio je einmal erfolgreich und ich ohne Schimmer von den restlichen Geschehnissen dieser 30 Minuten.

Egal – damit hatten wir das Finale erreicht (völlig ungewohntes Territorium) und trafen dort auf die Mädels vom THC Horn-Hamm. Die Truppe stellte sich als absolute Hallenhockeyspezialisten heraus: das gesamte Turnier bestritten sie komplett ohne Goalie (aber mit gut gefüllter Bank) und ihr Pass-Spiel war allererste Sahne. Wir konnten über Anna (ja, auch unsere Verteidiger können schießen ?) per Eckentor in Führung gehen und die Sache lange offenhalten. Drei Gegentore (allesamt fein herausgespielt und kombiniert) zeigten uns, wo der Hallenhammer hängt. Kurz vor Ultimo gelang Annie noch der spielgerechte Anschlusstreffer zum 3:2, mehr war aber nicht drin.
Nach dem Duschen bzw. dem Herrenfinale herrschte kurz noch etwas Verwirrung darüber, ob es noch eine Siegerehrung geben würde. Deshalb war das halbe Team schon am Auto als es doch noch zur Ausgabe von Silberware kam. Alles in allem war es aber das erhoffte fantastische Wochenende und wir gehen erst einmal total optimistisch in die Saison. Rolle rolle, allerseits!

Bestens gelaunt: Anna, Annie, Kati, Maike, Maja, Nina, Rike, Risi, Sabrina, Susi & icke

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Veröffentlicht am 25. Oktober 2018 um 23:05 Uhr

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