Home Kontakt RSS Feed

Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

1.VL Damen: Schmerzhafter Dämpfer bringt erste Hallenniederlage seit Ewigkeiten (Phantomtor eingeschlossen)

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter 2. Damen

Laut Spielformular endet die Partie BHC III vs. RPB II mit 5:2

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber warum nicht die „Länderspielpause“ nutzen (wir sehen uns doch hoffentlich zahlreich in der WM-Halle direkt bei uns im Kiez?!), um auf das letzte Spiel unserer 2. Damen zurück zu blicken? In der ersten Verbandsliga geht es ziemlich eng zu: drei Spieltage vor der Endabrechnung haben derzeit die Mädels aus Spandau leicht die Nase vorn. Dahinter folgen punktgleich TC Blau-Weiß und wir. Vermutlich machen sich alle drei Teams noch Hoffnungen auf den Ligatitel, obwohl dieser nicht für alle gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Oberliga wäre. Wir haben nämlich die ganze Saison schon auch auf die Tabelle über uns geschmult, wo unsere 1. Damen lange gegen den Abstieg aus der Oberliga kämpfen mussten. Ihre beiden Dreier in den letzten Spielen haben die nächste Rotationer Saison Oberligahockey in der Halle gesichert und uns gewissermaßen den Druck genommen. Unser Zwangsabstieg ist nun ebenso vom Tisch wie der Aufstieg. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass wir den Rest der Saison unter Ulk verbuchen werden!

Wie war das also mit unserem Start in neue Jahr? In der schönen Halle des KWer Hockeyklubs haben uns die Damen vom BHC irgendwie komplett auf dem falschen Fuß erwischt. In einem flotten Spielchen waren die Abgeklärtheit der BHCer Truppe in Kombination mit „optimistischem“ Stellungsspiel unsererseits das Zünglein an der Waage. Bei dritten Mannschaften des BHC weiß man ja nie so recht, was man kriegt. Aber meistens ist es eben doch eine erfahrene Truppe, die ordentlich was auf der Kelle hat und nie zu unterschätzen ist. Vom Anpfiff weg wurde gepresst und der Ball lief zügig in den Reihen der Rot-Blauen. Als ich mich nach ca. fünf Minuten verletzungsbedingt „vereisen“ ließ, hatte unser Schusskreis bereits mehrfach in Brand gestanden.
So gesehen fiel das 1:0 für uns schon etwas gegen den Spielverlauf. Maja hatte aufgepasst, einen schwachen Aufbaupass der Gegnerinnen abgefangen und die Kugel durch die Hosenträger der Keeperin am kurzen Pfosten versenkt. Fehler dieser Art unterliefen den BHCerinnen allerdings selten und über Kurz oder Lang übernahmen sie die Regie. Der Ausgleich fiel nach „loser“ Deckung von unserer Seite: auf halbem Wege zwischen Mann- und Raumdeckung war unsere Mitte viel zu offen und die Verteidiger viel zu weit vom Gegner weg. So konnte die ballführende Spielerin an der Mittellinie frei nach links passen, von dort erfolgte prompt der knackige Querpass an Goalie und Defensive vorbei zum langen Pfosten und dort hatte die völlig freie Stürmerin leichtes Spiel.
Die BHC-Führung kam nach einem „Coast to Coast“ der linken Verteidigerin. Sie schüttelte auf dem Weg zum Kreis ihre Bewacherin ab, drang unbedrängt in den Schusskreis ein (diesmal waren alle anderen an ihren Gegnerinnen dran) und zog ab. Den ersten Schuss konnte ich noch abfangen, aber nach kurzem Dribbling saß der Nachschuss zum 1:2 in den Maschen.
Die zweite Halbzeit war gefühlt etwas ausgeglichener, aber die entscheidenden Szenen spielten sich größtenteils vor unserem Kasten ab. BHC versenkte die zweite Strafecke der Partie flach (die erste, hochgespielt, hatten wir noch abwehren können). Etwas später kamen auch wir zu unserer ersten kurzen Ecke, eine nach links abgelegte Variante knapp neben das Gehäuse. Und dann schossen wir uns durch schlampige Zuordnung wieder selbst ins Knie. Ein langer Pass an unser D fand mitten im Zentrum eine komplett ungedeckte Buhlerin, die geduldig verzögernd mein Abtauchen abwartete und dann souverän 1:4 per Bogenlampe erzielte.
Gegenwehr aus der blau-orangenen Ecke kam noch einmal in Form von Seher, die sich über den linken Flügel kommend durch tankte und zum 2:4 einnetzte. Da waren noch etwa 4 Minuten zu spielen. Wir warfen noch einmal alles nach vorne, spielten die letzten Minuten mit sechs Feldspielerinnen, aber an diesem Tag war einfach nicht mehr drin. Wo und wann genau jetzt dieses fünfte Gegentor gefallen sein soll, wissen wir nicht (haben aber auch nach dem Spiel nicht bei den Zuständigen genörgelt). Macht aber auch nix, denn die Punkte wären so oder so futsch gewesen und ich vermute stark, dieses eine Tor wird den Ausgang der Liga nicht beeinflussen.

Mit dieser Niederlage haben wir die erste Pleite seit … ja, seit wir mit dieser Zweiten in der Halle unterwegs sind kassiert. Es gibt Schlimmeres (nur das Wie lässt mit den Zähnen knirschen)! Uzuns mit unseren verbleibenden Spielen ist der Ligatitel tatsächlich noch machbar. Speziell in den Partien gegen unsere direkten Konkurrenten Blau-Weiß und Spandau können/müssen/wollen wir zeigen, wie ernst es uns mit dem Rest der Saison ist. Da geht noch was, Ladies! ¡Vamos!

Zurück
Veröffentlicht am 5. Februar 2018 um 18:51 Uhr

Schreiben Sie einen Kommentar

Zum Kommentieren müssen Sie angemeldet sein.