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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Das beste Schlenzelberger-Kunstrasenturnier aller Zeiten … eine internationale Geschichte der familiären Art

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter Schlenzelberger

Es ist nun schon ein paar Wochen her, aber natüüürlich muss/darf/soll dieses Hockeyfest nochmal genauer beleuchtet werden. Es war nämlich oberrotanionig schön!
Um mal mit der Überschrift zu beginnen … da haben wir ein wenig hochgestapelt. Alle Rotationer wissen ja, der Kunstrasen in unserem Wohnzimmer an der Ella-Kay liegt erst seit letztem Spätherbst. Grade für uns Schlenzelberger hat sich damit viel verbessert: kein Rasen mehr, der in ungemähtem Zustand die Bälle verschluckt, Sprengen so oft man will (ausschließlich mit Wasser, versteht sich) und vor allem elektrisches Licht hellster Sorte per Schlüsseldreh. Kein widerwilliges Trainingsende mehr nach Sonnenuntergang, juchuuu!

All das sollte Grund genug für uns Schlenzelberger sein, endlich mal ein eigenes größeres Turnier auszurichten und all die guten Freunde einzuladen, bei denen wir sonst so gerne zu Gast sind. Zwar haben wir 2014 bereits zum Turnier geladen, aber eben auf Rasen und in kleinerem Rahmen … und is ja auch schon wieder ´ne Weile her. Also haben wir erstmal alle eingeladen, die uns unsere wochenendlichen Fahrten durch die Hockeyrepublik immer so vergnüglich gestalten. Seien es nun Lieblingsgastgeber wie die Timmendorfer Gestrandeten oder die Schweriner Sumpfflitzer, Heimteams unserer Lieblingsgastspieler wie TiB EX (Berlin) oder Mini Mix (Hamburg, verstärkt durch Spieler der Spontis und der Hildesheimer Hockeyeulen) und noch völlig unbekannte Gegner wie Stockholm oder Wien. Die beiden letztgenannten Teams sind Heimat zweier alter Bekannter von uns und machten unsere Hockeyfete obendrein zu einer echt internationalen Angelegenheit (in den Mannschaften selbst tummelten sich bereits mehrere Nationalitäten, im Team Stockholm I bspw. neben genau einem Schweden noch Deutsche, Holländer, Briten …). Und die Gäste aus Wien (Heimat des Ex-Schlenzelbergers Til) machten alle anderen mit ihrem Trikotsponsor neidisch – einer Strandbar (da springt doch sofort Kino im Kopf an, oder?). Kurz: die „Bude“ war voll, es herrschte emsiges Treiben auf der Rotationer Scholle.


Auf dem Platz gab es tolles Hockey zu sehen und das beim Eltern- und Freizeithockey übliche (und verbindende) „Fremdspielen“. So sind denn auch auf praktisch allen Mannschaftsfotos die lachenden Gesichter von Spielern/Innen anderer Teams zu finden. Aus unseren Reihen gehörten u. a. Angie und Sanne zu den Dauerläuferinnen. Ein besonderer Service unsererseits war darüber hinaus der Einsatz von 3 Goalies (Bernd, Matze & icke), die im Zusammenspiel mit den 2 weiteren angereisten Torstehern praktisch das gesamte Turnier unter sich aufteilten (bei 5 Keepern und 2 Halbfeldern konnte also immer einer verschnaufen). Das führte allerdings auch dazu, dass ich jeglichen Überblick darüber verloren habe, wer wann welches Tor geschossen oder kassiert hat. Ich kann mich aber bspw. (mit einer Mischung aus Bewunderung und Zähneknirschen) noch sehr genau an Angies spitzwinkeligen Schlenzer aus dem Lauf über mich ins lange Eck erinnern … oder an diverse schöne Kombinationen unserer schwedischen Gäste … oder an Matze im oft erfolgreichen Bodenkampf um die Kugel und Bernd hat gefühlt den Platz zwei Tage lang nicht verlassen.

     

Punkten konnten wir bei unseren Gästen sicher auch mit unserem reichhaltigen Büffet (von Salat über Kuchen bis zu Gemüse mit Dip alles dabei), dem Grill am Platz und der breiten Palette an Getränken (gab sogar Nichtalkoholika!). Am Samstagabend wurde erst in einem Kiezrestaurant zünftig gespeist und dann im „Mauersegler“ das Tanzbein geschwungen. Musikalisch kann man den DJs eigentlich nix vorwerfen, da war etwas für jeden Geschmack dabei. Ich hab allerdings selten in so dichtem Nebel gestanden, dass ich meinen Tischnachbarn nicht mehr erkennen konnte. Aber Hand aufs Herz: 70er-Jahre-Mucke wirkt einfach so viel besser mit Kunstnebel, stimmt´s?

Am Sonntag ging das lustige Treiben unvermindert weiter und am Ende gab es mit den Stockholmern (ich glaube Team I) einen würdigen Sieger. Damit keines der zwei Schlenzelberger Teams aus Versehen das eigene Turnier gewinnen konnte, haben wir unsere eigenen Ergebnisse vorsichtshalber gestrichen. Schließlich wollen wir gute Gastgeber sein und vielleicht überreden wir die Skandinavier dazu, ihren 3D-Bärenpokal in Schweden zu verteidigen. ;)

Kleine Bären (sozusagen „sektunterstützt“) gingen zum Abschied an alle Gäste, wir bekamen im Gegenzug reichlich von all den leckeren Sachen, vor denen uns die Ärzte immer zu warnen versuchen. Ganz offensichtlich hat es allen riesig gefallen. Das schreit nach Wiederholung im nächsten Jahr. Damit es auch tatsächlich dazu kommt, muss natürlich die Organisation hinter den Kulissen wieder so gut klappen (oder gar noch besser). Genau deshalb ist dies hier die richtige Stelle, um ein dickes Danke zu richten an unsere drei Haupt-Turnier-Macher: Mara, Uta & Sven – ihr wart einfach großartig!

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Veröffentlicht am 17. Mai 2017 um 1:34 Uhr

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