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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Auf in die Rückrunde mit den 2. Damen: Ist der Drops bereits gelutscht?

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter 2. Damen

Auf ein 6:1 bei CfL/Marzahn folgt ein 0:1 gegen STK 2

Auch die Erwachsenen sporteln bereits wieder fleißig an der (mitunter noch arg) frischen Luft. Die Zwote unserer Rotationer Damen tut das in der 2. Verbandsliga und schielte nach einer Hinrunde ohne Niederlage vorsichtig in Richtung Aufstieg. Ein Auswärtssieg im ersten Spiel der Rückrunde passte da bestens ins Konzept, die kürzliche knappe Niederlage beim direkten Konkurrenten aus Steglitz hat dieses Projekt jedoch mächtig ins Wanken gebracht … aber fangen wir mal vorne an.

Los gings (an diesem Aprilsonntag, wo praktisch alle von uns mindestens einmal nass geworden sind) mit der Partie beim CfL. Die Damen starten gemeinsam mit Spielerinnen aus Marzahn und sind heilfroh, endlich auch wieder mit komplettem Kader auflaufen zu können. Und obwohl Rotation am Ende souverän gewann, war diese Partie durchaus kein Selbstläufer.
Im Rotationer Team gab es einige Veränderungen im Vergleich zur Hinrunde: verletzte Ausfälle, arbeitsbedingte Weggänge, einige starke Spielerinnen sind zur Ersten abgewandert. Auf der anderen Seite gibt es wieder ein paar spannende Neuzugänge, ein paar Rückkehrer und gleich eine ganze Hand voll Rotationer Eigengewächse aus der Jugend zu vermelden. Letztere haben sich übrigens in beiden Spielen nicht nur nahtlos in die Mannschaft eingegliedert, sie sind definitiv eine Verstärkung für uns.
Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns warm, unter bewölktem Himmel wurde angepfiffen und als das erste Rotationer Tor fiel, mummelten sich die Auswechslerinnen bereits in alles ein, was an Textilem so greifbar war. Die genaue Verteilung der Tore ist mir entfallen, aber wir halten fest: Doppelpack von Käpt´n Leo (zweimal mit Schmackes), Doppelpack von 3D-Königin Nike (bärenstarke Partie im Mittelfeld), ein wunderschönes Stechertor von Mira (Rotationer Prämiere!) und die erste Bude im Erwachsenenbereich für Johanna (Klasse, Jogi!). Neben dieser Ekelphase zum Ende der ersten Halbzeit (ihr erinnert euch: Hagel, Regen und eisiger Wind aus gefühlt horizontaler Richtung) waren das einzelne Gegentor in Hälfte Zwei (ein Nachschuss nach nicht konsequent geklärter Strafecke) und der Verlust von zwei Einspielbällen der einzige kleine Wermutstropfen.

In einer Liga, wo von 7 Teams nur 4 aufstiegsberechtigt sind, zählt an der Tabellenspitze jeder Punkt. Somit war gleich unsere zweite Partie beim Tabellenführer Steglitz 2 ein Schlüsselspiel. Die Damen hatten nach fünf Spieltagen ein Torverhältnis von 27:2 bei maximaler Punkteausbeute – das is schon mal ne Ansage. Für uns bedeutete das: nur ein Sieg würde uns weiterhin in die Lage versetzen, aus eigener Kraft den Aufstieg zu meistern. In einer engen Begegnung, die wir eigentlich erfreulich rotationslastig gestalten konnten, fehlte uns vor dem gegnerischen Gehäuse einfach das letzte Bisschen Durchschlagskraft. Nach wackligem Start und einigen entschärften brenzligen Situationen vorm eigenen Kasten bauten wir erstmal Druck auf. Es sprang aber nur ein Torschuss direkt in die STK-Keeperin dabei heraus. Die Steglitzerinnen waren da sehr viel effektiver. In einem Spiel, wo die Technik der Stunde eindeutig der geschlagene Ball war, versprühten sie in weniger Kreisszenen eindeutig mehr Torgefahr als wir.
Bereits in der Anfangsviertelstunde führte eine solche Szene zum einzigen Tor der Partie: nach fehlender Zuordnung im Rückwärtsgang brachte ein knackiger flacher Ball durch mehrere Beine hindurch die Entscheidung. Die Platzherrinnen (-damen klingt irgendwie noch komischer, oder?) blieben durch Konter gefährlich und lauerten auf unsere Fehler. Ihr anfängliches Pressing konnten sie zwar nicht das gesamte Spiel über durchhalten, aber dennoch ergaben sich noch einige Chancen auf ein 2:0 (unter anderem durch drei Strafecken, die wir abwehren konnten). Rotation wurde mit zunehmender Spieldauer immer überlegener, STK spielte immer mehr auf Zeit (durchaus legitim ist, wenn man eine knappe Führung verteidigen will und knapp besetzt ist). Die letzten 5-6 Minuten konnte man gar von einer Art Powerplay am Steglitzer Schusskreis sprechen. Allein, der Toterfolg blieb aus.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass besonders unsere Außenverteidiger Margaux und Tona (beide in ihrem ersten Einsatz für uns) eine Klasseleistung auf den Rasen gebracht haben und wirklich bis zum Abpfiff geackert wurde. Es stimmt aber auch, dass (von einem abgepfiffenen Tor unsererseits und ein paar für uns unglücklichen Schiri-Entscheidungen abgesehen) die gegnerische Torfrau einfach viel zu wenig zu tun hatte. Nach meiner Zählung musste sie ganze 2 Torschüsse abwehren (ohne sich allzu viel dabei zu bewegen). Da müssen wir mehr Rabatz vor des Gegners Kasten machen. Die Gelegenheit dafür bietet sich gleich am kommenden Spieltag (7. Mai, 16 Uhr in der Storkower), wenn sozusagen das direkte Rückspiel ansteht. Der Kampf um den Aufstieg mag zwar schon zu Gunsten von STK 2 entschieden sein (sofern sie weiter so fleißig punkten), aber ich meine: eine gelungene Revanche auf heimischem Platz ist jetzt Ehrensache! Auf geht´s, die Damen!

Mit: Anna, Eva, Freddy, Isi, Jogi, Jule B., Lene, Leo, Margaux, Mira, Nike, Pauli L., Sandra, Seher, Tanja, Theresa, Tizi, Tona, Vicky

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Veröffentlicht am 2. Mai 2017 um 14:34 Uhr

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