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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

2. Damen: Geglückte Revanche und die Frage, wie viele Spieler eigentlich auf ein Großfeld gehören

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter 2. Damen

Rotation II siegt 3:0 gegen Steglitzer TK II

Vor gut einer Woche hatten unsere Zweiten ihr Gastspiel beim Tabellenführer aus Steglitz noch mit dem knappsten aller Ergebnisse verloren und damit auch die Chance auf den Aufstieg in die 1. Verbandsliga zumindest aus den eigenen Händen gegeben. Am vergangenen Sonntag war also eine Trotzreaktion von Rotationer Seite gefragt, denn ganz unabhängig von der Endabrechnung konnten und wollten wir diese Niederlage natürlich nicht auf uns sitzen lassen. Mit einer überzeugenden Vorstellung, drei Buden vorne und weißer Weste hinten konnten die Verhältnisse aus Rotationer Sicht erst einmal wieder zurecht gerückt werden.


Druck vom ersten gespielten Ball an war unsere Devise. Wir wollten den Steglitzerinnen gar nicht erst die Gelegenheit geben, ihre beiden Stärken (frühes Pressing und hart geschlagene Bälle in die Spitze) zum Einsatz zu bringen. Dieses Konzept sollte voll aufgehen, denn unsere Stürmer wetzten wirklich jedem Ball hinterher, im Mittelfeld wurden die Bälle nicht mehr so lange gehalten (und damit auch früh verloren) wie noch im Hinspiel und hinten wurden viele gute und schnelle Seitenwechsel gespielt. Kurz: wirklich alles funktionierte einfach zackiger und zielführender als noch vor einer Woche auf Steglitzer Geläuf. Und vor dem gegnerischen Tor? Auch da konnten wir deutlich mehr Gefahr verbreiten und hatten nach den ersten fünf Minuten schon mehr Bewegung in die Steglitzer Hintermannschaft (Torfrau inklusive) gebracht als im gesamten Hinspiel.
In diese erste druckvolle Phase hinein fiel auch der erste Rotationer Treffer. Vor dem Kasten herrlich frei gespielt durfte Jogi gleich zweimal ihr Glück versuchen und sorgte für das 1:0. Auch danach fand die Partie zu großen Teilen in der Hälfte der Gäste statt, aber weitere Tore fielen zunächst nicht. Dass auch die Grün-Weißen wissen, wo das Tor steht, merkten wir als urplötzlich doch ein Ball bis in die Spitze durchrutschte und eine gegnerische Stürmerin zu ihrer ersten hochkarätigen Chance kam. Ich konnte gerade noch genug Schiene an die Kugel bekommen, um zur langen Ecke zu klären. Es sollte bis auf ein paar ballabsichernde Aktionen die einzige Szene sein, in der ich aktiv werden musste. Alle weiteren Steglitzer Angriffsbemühungen blieben in unserem hellwachen Mittelfeld oder der abgeklärten Verteidigung hängen. Tona und Tizi haben hier wieder klasse Arbeit geliefert (um nur zwei Namen aus einem starken Team rauszugreifen)!
Kurz vor Ende des ersten Spielabschnittes stoppte die Schiedsrichterin plötzlich die Partie, verdutzte Blicke aller Orten. Was war passiert? Tjaaaa – man darf bekanntlich diese zehn Feldspielerinnen auf die Matte schicken und irgendwie hatte sich bei uns eine Elfte dazu geschlichen. Also handelten wir uns ein fünfminütiges Unterzahlspiel ein. Bezeichnend für diesen Sonntag aber war, dass wir selbst in dieser Phase hinten sicher standen und sogar Konter fahren konnten. Uns gelang überdies noch ein zweites Tor vor dem Pausentee (das kann allerdings auch schon vor der gelben Karte gewesen sein): nach einem flink ausgeführten Freischlag in Steglitzer Territorium war es am Margaux, die mit Pfeffer zur 2:0-Führung einnetzte.
In Hälfte Zwei änderte sich wenig am Gesamtbild, nur dass wir diesmal zeitweise nur mit neun Spielerinnen aufliefen. (Im Anschluss wurde von dem Einen oder der Anderen nach Wechseln lieber nochmal nachgezählt, aber von nun an stimmte die Bilanz.) Gute Chancen durch Leo, Isi und Sandra (ein konstanter Unruheherd im gegnerischen Schusskreis) hielten die Steglitzer Defensive weiter auf Trab. Kurz vor dem Ende konnte sich Sandra dann auch noch mit einem Treffer belohnen und die blau-orangene Fankurve in der Storkower Straße sorgte für die angemessen zünftige Stimmung.

Fazit: Wir haben das Bild wieder ganz gut gerade gerückt und uns im Vergleich zum letzten Spiel auf allen Positionen verbessert präsentiert. Man liegt nun wieder nur drei Zähler hinter Steglitz und hat ein kleines Polster auf die Verfolger erarbeitet. Ich persönlich werde in den nächsten Wochen keinen Gedanken mehr an einen möglichen Aufstieg verschwenden. Aber wenn wir so weiterspielen, wird´s eine absolut famose Restsaison in einem tollen Mannschaftsgefüge und genau darauf hab ich Bock, Leute! Was dann am Ende dabei herausspringt, sehen wir noch früh genug. ¡Vamos, chicas!

Mit:
Ariane, Celina, Eva, Isi, Jogi, Lene, Leo, Margaux, Nike, Pauli, Sandra, Seher, Tanja, Tina, Tizi, Tona

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Veröffentlicht am 9. Mai 2017 um 16:08 Uhr

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