Ein Interview mit unserer B Mädchen Co-Trainerin Janna von Weihe | Rotation Prenzlauer Berg
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Ein Interview mit unserer B Mädchen Co-Trainerin Janna von Weihe

Veröffentlicht von Machine | Abgelegt unter 1. Damen, News

Kurz vor dem entscheidenden Spiel im Abstiegskampf der 1. Damen konnte ich Janna, die Torhüter der 1. Damen, noch kurz vor die Flinte bekommen und ihr ein paar interessante Dinge entlocken. Kommt die 1. Damen unbedingt am Sonntag im Jahn anfeuern und helft mit, daß Janna ihre Kiste sauber halten wird.
Viel Spaß beim Lesen.

rotationhockey.de:  Mit Dir als Bremerin haben wir im Sommer 2014 mal wieder ne „steife Briese“ aus dem hohen Norden ins urbane Prenzlberg bekommen. Erzähl uns von Deiner Hockey-Vita.
Mit acht Jahren habe ich in dem relativ kleinen Hockey Club Horn zur wohl schönsten aller Sportarten gefunden. Schon innerhalb meiner ersten Hockeyjahre hat es mich dort zwischen die Pfosten gezogen. So konnte ich innerhalb der 12 Jahre in meinem Heimat-Verein nicht nur von meinem engagierten Trainer, sondern auch von der hervorragenden Torwart-Förderung profitieren. Als dann im Jugendbereich zusätzliche Auswahl- Torwart- und Schultrainingseinheiten anstanden hat sich der Hockeysport dann auch gegen andere Freizeitbeschäftigungen wie Windsurfen, Reiten, Klavierunterricht, usw. durchgesetzt. Mit ca. 15 Jahren bin ich dort bei den C-Mädchen auch als Co-Trainerin eingestiegen. Nach drei Jahren in der Damenmannschaft habe ich Abi gemacht und es ging für mich erstmal ein Jahr nach Johannesburg. In Südafrika habe ich neben meinem Freiwilligendienst in der Unimannschaft weiter Hockey gespielt. Im Oktober 2013 startete dann mein Studium in der Hauptstadt und damit auch erstmaliges Bundesligaluft schnuppern beim Mariendorfer Hockey Club. Das Jahr beim MHC hat mich hockeytechnisch sicherlich ein ganzes Stück nach vorne gebracht, doch war ich in der Zwischenzeit nach Prenzlberg gezogen. Der Trainingsaufwand in der 1. Liga verbunden mit 1 Stunde Fahrtweg hat mich dann nach 8 Monaten zum Glück zu Rotation, dem sympathischen Verein bei mir nebenan, wechseln lassen. Jetzt bin ich inzwischen zwei Jahre da, und fühle mich auf und neben dem Platz super aufgehoben bei Rolle Rolle.

rotationhockey.de: Ich habe recherchiert, daß Du während der Schulzeit an einem Amnesty-International Projekt beteiligt warst, bist Du auch heute noch neben dem Hockeyplatz sozial engagiert?
Ja, während meiner Schulzeit habe ich mit ein paar Freunden eine eigene Amnesty Gruppe gegründet. Wir haben uns dann 1-2 pro Woche getroffen und Petitionen geschrieben, Unterschriften gesammelt und innerhalb und außerhalb der Schule etwas Aufklärungsarbeit zum Thema Menschenrechte betrieben. Inzwischen bin ich in der AI Hochschulgruppe der HU und treffe mich mit den anderen 40 Studenten, soweit es die Hockey-Trainingszeiten zulassen. Wir kümmern uns je nach Untergruppe um die Unterstützung von Menschen, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind und veranstalten Vorlesungen, Filmvorführungen, etc.

rotationhockey.de: Du bist ja momentan sehr engagiert im Torwarttrainer Team. Zuletzt hat der Club in Kooperation mit Spandau das erste Goalie-Camp organisiert und abgewickelt. Wie bewertest Du dieses erste Camp?
Das Camp hat mir total gut gefallen. Prinzipiell finde ich es wichtig, den Torhütern zu zeigen, dass ihre Position gefördert wird. So faszinierend die Rolle als Torhüter ist, bringt sie nunmal auch seine Schwierigkeiten mit sich. Man hat immer eine Riesentasche dabei, im Training steht man in der Regel abseits von den restlichen Spielern und die Trainer können nicht alle Übungen an Torwartbedürfnisse anpassen. Das Goaliecamp hat alle Möglichkeiten geboten die Torhüter für ein paar Tage in den Fokus zu stellen und sich auf die Anforderungen der Position zu konzentrieren. Ich persönlich konnte leider aufgrund meines Trainerlehrgangs nur einen Tag beim Camp dabei sein. Aus unserem Torwart-Trainer-Team haben sich Tina und vor allem Andrej dahinter gehängt aus diesem Camp etwas Besonderes zu machen, nicht nur mit spannenden Übungen und Material (Video,Ballmaschine, Reaktionsplatten,-Bälle,-Netze, etc.) sondern auch mit mit Foto-CD, Umziehwettbewerb mit Siegerehrung,…. Als ich dann am Sonntag dazu kam, traf ich auf eine ganze Menge junger und gut gelaunter Torhüter, die sich munter mischten, sodass die Vereinsgrenzen für das Wochenende einmal erfrischend unwichtig erschienen. Es war ein intensives Wochenende, das mir viel Spaß gemacht hat.(Im Anschluss haben die erwachsenen Torhüter sich dann auch noch mit Freude von der Ballmaschine beschießen lassen).

rotationhockey.de: Was sind Deine Ziele als Spielerin der 1. Damen und als Trainerin im Team von Fabi Kühne bei den Mädchen B?
Momentan steht für uns in den 1.Damen leider etwas unerwartet der Klassenerhalt an erster Stelle. Dafür gilt es jetzt bis Saisonende viel und möglichst effektiv im Training zu arbeiten. Mein persönliches Ziel für diese Saison ist es allerdings erstmal, regelmäßiges TW- Training im Erwachsenenbereich zu arrangieren, um mich persönlich besser weiterentwickeln zu können. Hierfür hat sich glücklicherweise Andrej zur Verfügung gestellt, der sich nun dienstags darum kümmert, dass auch die erwachsenen Torhüter eine Stunde spezielles Training bekommen.
Bei den Mädchen B stehe ich zusammen mit Tina, Theresa und Nils, als Co-Trainerin Fabi unterstützend zur Seite. Wir haben inzwischen um die 50 Mädchen in dem Altersbereich, was vielleicht die Schwierigkeiten des Trainings und der Spiele erahnen lässt. Für mich heißt das in erster Linie zweimal Training die Woche zu begleiten und am Wochenende möglichst viel Zeit für die Spiele freizuschaufeln.

rotationhockey.de: Was machst Du, wenn Du mal nicht für Rotation auf dem Hockeyplatz stehst?
Ich studiere Sonderpädagogik in Kombination mit Sportwissenschaften, sprich Förderschullehramt mit Schwerpunkt auf Sport. Passend zum Studium verdiene ich mir durch die Betreuung eines autistischen Jungen etwas dazu und arbeite in den Semesterferien oft als Vertretungslehrerin an einer Förderschule. In meiner Freizeit bin ich recht aktiv und spiele jetzt im Sommer z.B. gerne mit ein paar Freunden Beachvolleyball o.Ä. Auch mit den 1.Damen sind wir gerade dabei die gemeinsamen Aktivitäten neben dem Platz etwas auszuweiten.

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Veröffentlicht am 23. Juni 2016 um 10:11 Uhr

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