Ein Rotationer Dutzend beim Wilkenburger Cup: der olympische Gedanke & das Thekengold | Rotation Prenzlauer Berg
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Ein Rotationer Dutzend beim Wilkenburger Cup: der olympische Gedanke & das Thekengold

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter 1. Damen, 2. Damen

Die Hallenvorbereitungsturniere laufen und auch die Rotationer Damen reisen dafür quer durch die Republik. Nachdem ein Teil von uns (trotz dünner Besetzung) vor kurzem einen respektablen 5. Platz beim Höcker-Turnier in Güstrow erringen konnte, fuhr am Halloween-Wochenende eine weitere Delegation aus dem Prenzlberg nach Hannover. Dieses Turnier ist noch Neuland für uns, aber aus gut unterrichteten Kreisen (…) war nur Gutes über Turnier und samstägliche Hockeyparty zu hören. Also hin da! Der gastgebende HTC war zwar nicht auf dem Parkett, sondern „nur“ in der Organisation vertreten. Hinter so einem „nur“ steckt aber ein Haufen Arbeit, wenn Turniere auf die Beine gestellt werden wollen und in Hannover haben sie da echt den Dreh raus.

In ungewohnter Zusammensetzung, mit völlig neuem Trainergespann (Maja und Janna übernahmen den Job von Daniel und Nils) und noch nicht sehr vielen Hallentrainings auf dem Kerbholz gingen wir die Sache an. Den Anfang machte ein Berliner Duell. Die Damen vom Steglitzer TK waren dabei das eindeutig wachere Team. Sie nutzen die gesamte Feldbreite für einen schnellen Angriff, wirbelten unsere Defensive gehörig durcheinander und kombinierten so das 0:1 heraus. Während wir noch unsere Laufwege suchten, gelang den Steglitzern aus einer Spielertraube an der Bande heraus ein Pass in den Kreis, frei stehend versenkte die Stürmerin den Ball zum zweiten Treffer. Zwar stabilisierten wir uns dann und kamen besser in die Partie, aber nicht mehr entscheidend vor des Gegners Tor. Es blieb beim 0:2.
Im Spiel gegen die Hamburgerinnen aus Horn-Hamm (ein Oberligateam) sah das alles schon viel geordneter aus. Anna setzte sich am rechten Flügel durch, legte zurück auf Pauline und die lochte zur 1:0-Führung ein. Mehrere gute Chancen der Hamburgerinnen konnten wir vereiteln, dann fiel doch noch der Ausgleich. Fast an unserer Grundlinie fand ein (in Sachen Körpereinsatz grenzwertiges) Duell um den Ball statt und halb warteten wir schon auf des Schiris Pfiff, der nicht kam. So erwischte uns der Pass vors Tor kalt (kratzte meine Kelle noch, aber eben nicht entscheidend) und unser Gehäuse war sperrangelweit offen. Diskussion, gelbe Karte und Unterzahlspiel … dennoch stand die Verteidigung. Mehrere Strafecken galt es, zu entschärfen und praktisch mit dem Schlusspfiff auch noch einen Siebenmeter zu halten, dann war der erste Punkt eingefahren.

Eckentraining

Den samstäglichen Abschluss machte das Spiel gegen Blau-Weiß Köln (in der Regionalliga unterwegs). Pauline (eingefleischter „All Blacks“-Fan) war in die Sportsbar nebenan „desertiert“ und schaute das Rugby-WM-Finale (ich war ein bisschen neidisch), dafür war Lies noch zum Team gestoßen. Sie legte mit einem schönen Pass gleich mal die Basis für das 1:0, vollendet durch Anna. In einer flotten Partie gelang Pauli (ja – wir haben 2 Paulinen im Team) sogar noch das 2:0. Da war etwa die Hälfte der Spielzeit rum. Dann schalteten die Kölnerinnen einen Gang höher und zelebrierten Hallenhockey nahezu in Perfektion. Schnelle Pässe genau auf die Kelle, variantenreiche Strafecken, Seitenwechsel und wohl temperierte Bandenbälle führten zu insgesamt 5 Gegentreffern. (So war ich als Anhänger der Wallabies zumindest schon in der richtigen Stimmung als ich mit anderen zur zweiten Halbzeit der Rugby-WM die bis auf Pauline komplett leere Bar enterte.)
Die Hockeyfete konnte sich sehen lassen und lag erfreulich laufnah an unserem Hotel. Und während die ernsthafteren („Leistungs“-)Teams gewisse Alkohollevel und Schlafzeiten einhielten, dürfen wir mit Stolz behaupten: zum Kehraus befanden sich nur noch Hannoveraner und Rotationistas an der Theke. Erstere haben ja keinen Sport getrieben also haben sich unsere 4 Musketiere das Thekengold redlich verdient und das symbolisch auch gleich noch festgehalten.

Thekengold

Der Sonntag begann ohne Stress und mit ausgiebigem Frühstück, dann hatten wir es plötzlich doch eilig und um ein Haar wäre unser Goalie (keine Namen!) zum Anpfiff nicht rechtzeitig umgezogen gewesen. Gegen das andere Regionalligateam der Gruppe, die TG Heimfeld hatten wir kaum eine Chance und ich muss zugeben, den Endstand komplett verdrängt zu haben. So blieb uns in der Platzierungsrunde nur das Spiel um Platz Neun (von Zehn), das aber gegen alte Bekannte aus der Liga, nämlich die Mädels von TuS Lichterfelde. In einer ausgeglichenen Partie durften wir ausgiebigst unsere Eckenabwehr unter Ernstfallbedingungen trainieren – das klappte ganz gut. Dennoch mussten wir das 0:1 schlucken, einen nicht gerade unhaltbaren Ball. Naja, Sonntag eben. Aber uns gelang der Ausgleich (über Pauli?) und bis zum Schlusspfiff bleib es beim Remis. Glücklicherweise hatte keine der Damen so richtig Lust auf eine Siebenmeterentscheidung und so teilte man sich Platz Neun schiedlich, friedlich.

Ergo: wir hatten Spaß, die Leistungskurve zeigt (auch hockeytechnisch) nach oben, bis auf meinen Oberschenkel sind alle heil geblieben, Maja & Janna geben ein duftes Trainertandem ab, an der Ampel muss noch gefeilt werden und die Truppe votiert für das altbewährte „Rolle rolle …“ als Aufwärmspruch. Ach ja, zwischen den Spielen sind wir noch auf eine wirklich nette Torhüterin gestoßen, die ich erst auf den zweiten Blick wieder erkannt habe. Unsere ehemalige FSJlerin Mareike hütet nämlich derzeit in Göttingen die Bude (wer sie sucht, findet sie auch auf unserem „Teambesprechungsfoto“ wieder).

Teambesprechung

Im nächsten Jahr gerne wieder mit:
Anna, Janna, Julchen, Laura, Lies, Maja, Mara, Pauli, Pauline, Rike, Risi, Tina

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Veröffentlicht am 9. November 2015 um 1:43 Uhr


2 Antworten zu “Ein Rotationer Dutzend beim Wilkenburger Cup: der olympische Gedanke & das Thekengold”

  1. Frank Haustein schrieb am 9. November 2015 um 12:42 Uhr:

    … ja der Wilkenburger Cup ist sicher Neuland für die Damenmannschaft der Saison 2015/16 ; … aber in der Saison 2003/04 nahm unsere damalige Damenmannschaft ( die heutigen Bolalas) schon einmal an dem Turnier in Hannover teil. Die Kontakte hatte unsere damalige Torfrau “Henni” sowie Sascha Sohns geknüpft, die aus Hannover zu uns gekommen waren. Bei dieser Gelegenheit herzliche Grüße an Euch beide. Unsere damaligen Damen spielten wie auch das heutige Team in der Regionalliga und beendeten damals die Saison 03/04 mit 18 Punkten und Platz 5. Ich drücke Euch die Daumen, dass ihr Euch in der RL noch besser platziert als wie damals.

  2. Andrej Oelze schrieb am 11. November 2015 um 16:00 Uhr:

    Der Wilkenburger-Cup – ein Klassiker!!! Im nächsten Jahr ja vielleicht auch mal mit Damen und Herren, nachdem wir uns die vergangenen beiden Male geschickt verpasst haben?!