Saisonauftakt in der Damenregionalliga: Nicht richtig verloren, aber definitiv auch nicht gewonnen | Rotation Prenzlauer Berg
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Saisonauftakt in der Damenregionalliga: Nicht richtig verloren, aber definitiv auch nicht gewonnen

Veröffentlicht von Tina Hähn | Abgelegt unter 1. Damen

Gegen den Aufsteiger STK bleiben die Tore komplett aus

Mit einem Heimspiel im Jahnsportpark startete für unsere Damen die Regionalliga 2014/15, zu Gast waren die Steglitzerinnen vom STK. Der Sommer machte allen klar, dass er noch unter uns weilte – es war sonnig, sonnig, sonnig. Auf dem Geläuf standen sich die Aufsteiger des letzten und des laufenden Jahres gegenüber. Für beide Seiten war es also ein enorm wichtiges Spiel und eine erste Standortbestimmung, wie man so schön sagt. Tja, wenn ich mir nun das Spiel so in Erinnerung rufe, werden es beide Mannschaften in dieser Form schwer haben in den kommenden Wochen.

Es begann wie ein typisches Saisonauftaktspiel, etwas nervös und ohne wirkliche Torraumszenen. Beide Teams spielten engagiert und nahmen sich vor den Schusskreisen regelmäßig gegenseitig die Kugel weg. Allmählich kristallisierte sich ein spielerisches Übergewicht der Rotationerinnen heraus, nach etwa 10 Minuten oder so hatten wir unsere erste Strafecke rausgeholt. Sie ging auf die Schienen der Torfrau, der Nachschuss wurde von der Verteidigung abgeräumt. Das Spiel verlagerte sich jetzt immer mehr in die Steglitzer Hälfte und Angriffe der Gäste endeten oft im Mittelfeld. Einen dort eroberten Ball konnte Sandra bis in den STK-Kreis tragen, Bettina (in ihrem ersten Spiel für Rotation bereits ein wichtiger Aktivposten – willkommen im Team!!) war mitgelaufen. Allein, der Querball war nicht präzise genug und der Tosschuss am Ende leichte Beute für den Goalie. Aber der orange-blaue Druck hielt an. Nachdem wir eine weitere Ecke leichtfertig vergaben wurde die Folgeecke zumindest gefährlich. Ein satter Schuss an den langen Pfosten wurde von Bettina nur um einen Hauch verpasst. Zumindest war sie aber mit vollem Körpereinsatz da, wo man für einen Stecher sein muss (das fehlt uns bis jetzt noch). Daniel nahm für uns die Auszeit und wir stellten auf drei Verteidiger um, da war im Moment einfach nicht genug Arbeit für vier Mädels gewesen.
Danach fehlt mir ein Stück der Partie, denn ich war auf der Suche nach größeren Mengen Wasser für die schwitzende Truppe. Als ich kurz vor dem Halbzeitpfiff die Wasserstelle im Schatten aufbaute, hatte sich auf dem Platz nicht viel geändert. Rotation machte das Spiel, holte Ecken und drückte, Janna (auch sie in ihrem ersten Spiel als Rotationerin – ein ebenso herzliches Willkommen!!) hatte den Ball noch nicht einmal entscheidend berührt. Allein, es stand noch immer Null zu Null.

In der Pause wurde also viel geredet, analysiert und Besserung vorgenommen. Lag es am Wetter, an der Einstellung, an der Ausstrahlung des Gegners oder woran auch immer – unser Spiel wollte einfach nicht an Biss gewinnen. Wieder spielte sich fast alles vor dem Kreis des Gegners ab, aber wir trafen am Ball einfach zu oft die falschen Entscheidungen. Statt eines Ziehers vom Gegenspieler weg oder eines Hepper über deren Kelle kam allzu häufig der leidige Ball ins Steglitzer Brett. Statt eines abgebrochenen Angriffs mit Neuaufbau hinten rum bei weiß-grüner Wand vor dem Schusskreis, war sehr oft der kaum einmal effektive Rückhandpass zu sehen. Und als wir dann auch noch zwei grüne Karten in kurzer Abfolge schlucken mussten (beide nicht unbedingt nötig, aber „Schiri is Schicksal“, remember?!), kam auch Steglitz wieder besser ins Spiel und erinnerte daran, dass sie auch mit großen Zielen angereist waren. Waren die Angriffsbemühungen der Gäste bisher fast ausschließlich auf eine fehlgeschlagene Aktion der Rotationerinnen angewiesen, konnte STK nun auch mal aus der eigenen Hälfte nach vorne spielen. Die erste Verwarnung spielten unsere Mädels relativ locker über die Zeit, dann aber setzten sich die Steglitzerinnen in zur Abwechslung mal in unserem Viertel fest. Und dann kam, was eigentlich kommen musste: der erste gefährliche Schuss auf unser Gehäuse. Glücklicherweise war Jann noch voll bei der Sache und fuhr rechtzeitig ihre Tatze aus. Kollektives Aufatmen im Rotationer Lager, denn auch so ein Gegentor ist in Spielen dieser Art schon öfter gefallen und hat für haufenweise Frust gesorgt. Soweit sollte es dann aber doch nicht kommen. Bettina startete im Mittelfeld mit einem beherzten Solo einen vielbenötigten Entlastungsangriff, hatte aber nicht mehr die Körner für den knackigen Torschuss. Wieder komplett übernahm Rotation erneut das Ruder und nun wurde unser Spiel endlich zwingender. Heide sandte ein sattes Pfund vom Kreisrand gen Tor, den die Torfrau parierte. Nur schalteten wir zu langsam für den Nachschuss und dann war da wieder diese laaange Ausholbewegung zum Schlagschuss …. der dann wegen der vielen Verteidigerbretter plötzlich nicht mehr ging. Kurz darauf kam endlich wiedermal ein harter Ball in den Kreis, Bettina tauchte erneut ab für den Stecher (und schloss Bekanntschaft mit unserem grad vorm Tor viel zu trockenen Rasen, autsch!). Auch hier musste die Torfrau eingreifen, der Ball wurde nach links geklärt, aber unser Nachschuss von dort landete neben der Kiste. Nach einer kurzen Ecke war der Ball dann endlich im Tor, aber ach … vorher hatte es einen rotationigen Fußkontakt gegeben.
Es war klar zu sehen, Rotation wollte dieses Tor unbedingt noch schießen und Steglitz kam jetzt nicht mehr aus der eigenen Hälfte raus. Wir holten uns noch zwei kurze Ecken (eine nur dadurch, dass Maike einen Freischlag blitzschnell ausgeführt hatte – auch davon brauchen wir mehr). Beide wurden von Roos kurz auf Caro gespielt, die hart aufs Tor schoss: einmal knapp links vorbei und einmal knapp rechts. Und dann gab es noch die beste Chance fürs Heimteam, als ein Kracher von der Kreismitte (Pippa oder Heide?) Richtung Pfosten im letzten Moment noch von der abtauchenden Torfrau abgewehrt werden konnte. Praktisch mit dem Abpfiff holten wir erneut eine Ecke, da misslang aber bereits die Herausgabe. Damit war es amtlich: der erste Regionalligapunkt für Steglitz, keine Tore im Prenzlberg an diesem Tag (das haben die Herren später noch korrigiert) – eine Nullnummer, mit der die Gäste sicher mehr anfangen können als wir.

Wo hakt es also? Auf keinen Fall an der Bereitschaft, eher an der Cleverness im Spiel, am Spiel ohne Ball (Thema Laufwege), an der Souveränität im Spielaufbau und an der Bissigkeit vorm Tor. Wir müssen einfach noch wacher werden und vorausschauend spielen. Es gibt also einiges zu tun in den kommenden Trainingseinheiten, in zwei Wochen steht dann das erste Doppelwochenende auf dem Programm und wir wollen uns ja in Osternienburg nicht blamieren. Richtig, Ladies?!

Auf dem Platz: Bettina, Birthe, Caro, Heide, Julchen, Laura, Lies, Maike, Pauli, Pippa, Roos, Sandra, Sari, Yori & Janna

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Veröffentlicht am 9. September 2014 um 15:11 Uhr

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