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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Super (Hockey)Sause am Stadtrand. Der 6. Abrafaxe-Cup war auch in neuer Umgebung ein Riesenspaß für alle Beteiligten

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Kinderturnier, Knaben C, Knaben D, Mädchen C, Mädchen D

Und es gab jede Menge tolles Hockey zu sehen – nicht zuletzt die Rotation-Teams begeisterten ihre Fans mit tollen Erfolgen

Abrax, Brabax, Califax und Rotation hatten geladen und 32 bis in die Haarspitzen motivierte D- und C-Teams folgten dem Ruf in den hohen Norden, in die traumhafte Marianne-Buggenhagen-Halle im fernen Buch, um gemeinsam ein schönes Hockeyfest zu feiern und ihre Krummstabkünste unter Beweis zu stellen. Und vom ersten Anpfiff an sah man, dass auch fast alle Teams wild entschlossen waren, ein ernsthaftes Wörtchen bei der Vergabe der vier heißbegehrten Wanderkobolde mitzureden.

RESULTATE_6. Abrafaxe-Cup_D-C_25.-26.2.12

Und das Turnier begann gerade auch aus orange-blauer Perspektive überaus erfolgreich. Als Gastgeber vermochten wir alle Teams mit einem tollen Büffet in der an diesen Tagen dankenswerterweise sonnendurchfluteten Abrafaxe-Lounge zu erfreuen (guter Job Petrus und vor allem ein Riesenkompliment an das wieder einmal brillante Catering-Team). Und dann begann es auch gleich sportlich sensationell für die Prenzelberger. In den ersten vier Matches starteten jeweils die Rotation-D-Kindermannschaften. Und alle blieben ungeschlagen. Unseren beiden 1. Mannschaften gelangen sogar jeweils knappe Siege gegen die Teams des großen BHC. Am Ende konnten sich die Knaben D 1 und bei den Mädchen D sogar die ersten beiden Mannschaften für das Halbfinale qualifizieren. Als besonders spielstark erwiesen sich in den D-Konkurrenzen des weiteren vor allem die Gästeteams aus Hamburg. Klipper und Bergstedt komplettierten bei den Mädels das Final-Four und bei den Jungs vermochten neben unseren Burschen nur noch die von Z 88 mit den Hanseaten von Klipper und dem Uhlenhorster HC mitzuhalten.

Noch etwas dynamischer ging es natürlich ab Mittag zu als sich die D-Kinder dann schon langsam zu den Sightseeingtrips sammelten und die Cs begannen, ihre Muskulatur geschmeidig und die Köpfe hellwach zu machen. Hier starteten die beiden 1. Heimmannschaften ebenfalls mit großen Ambitionen. Gerade die favorisierten Mädchen C kamen aber zunächst nur schwer ins Turnier. Der gewohnte Spielfluß fehlte am Samstag völlig, während aber die 01er-Gärtner von Rotation 1 dennoch souverän den Halbfinaleinzug erreichten, fanden sich die 02er-Füchse überraschend als Gruppenletzter im Zwischenziel. Besser lief es bei den Knaben C. Die Jungs brillierten wie bereits vormittags die D-Knaben mit tollen Spielzügen. Und auch wenn das, was die Boys da so aufs Parkett zaubern noch vielzu selten von (Tor)erfolgen gekrönt ist – es ist einfach toll anzuschauen und immer wieder atemberaubend überraschend wie sie die Kugel traumhaft sicher von Schläger zu Schläger durch die Halle flitzen lassen. Eine besondere Freude war in dieser Konkurrenz auch das noch sehr unerfahrene Team von Rotation 2, das sich kontinuierlich steigerte. Neben den Orange-Blauen überzeugten bei den Jungs vor allem die A-Cup-Stammgäste aus dem Zettiland (Zehlendorf 88) und der wohl hoffentlich künftige Sachsenmeister ESV Dresden (wir drücken dem symphatischen Team auf jeden Fall die Daumen für ihre Endspiele am kommenden Wochenende). Bei den Mädchen deutete sich auch bereits am Samstag eine Neuauflage des 2011er Finales gegen Z 88 an.

Am Sonntag herrschte dann das große Finalfieber in Buch … Aus Gastgebersicht prägten noch zwei Dinge diesen Sonntag ganz besonders. Es waren leider nicht mehr so viele der großartigen Schiedsrichter vor Ort wie noch am Samstag, denn es standen viele teils auch entscheidende Punktspiele auf dem Clubkalender. Doch auch die am zweiten Tag an der Pfeife aktiven B- und A-Kinder machten ihre Sache serh sehr gut! Vielen Dank an Euch nochmal an dieser Stelle. Auffällig waren aber auch die vielen offensichtlich nicht mehr so ganz entspannten Erwachsenen an ihren Mobilgeräten, die mal leicht verzweifelt, mal völlig euphorisch die Zwischenstände unserer Älteren aus den anderen Hallen der Stadt verbreiteten – wie auf dieser Seite zu lesen ist, war der Sonntag für die Rotation ein genauso wichtiger, wie spannender wie erfolgreicher Tag. Entspannt ging es aber auch und erst recht nicht in Buch zu. Das ein Hockeyturnier keine Quitscheentchenbadewannenregatta ist, zeigte sich schon von 8:30 Uhr, vom ersten Mädchen D-Platzierungsspiel an. Stück für Stück steigerte sich die Spannung – und steigerte sich auch das Niveau. Aus Rotation-Sicht besonders erfreulich: die MC 2 und 3 spielten am Sonntag gefühlte 300% stärker als am Vortag. Und insbesondere das Match um Platz 5 zwischen unseren 02ern und den mit ihrem Abschneiden genauso unzufriedenen Freundinnen vom Brandenburger SRK war ein richtiges Schmankerl. Beide Teams zeigten, was in ihnen steckt und es gab hüben und drüben tolle Spielzüge und Tore in Serie – das war mindestens Halbfinalniveau! Letzteres wies auch am Sonntag das Überraschungsteam des Turniers, wiesen unsere MD 2 nach. Zwar reichte es am Ende „nur“ zu Platz 4, doch sowohl im Semifinale gegen die eigene erste Mannschaft als auch im kleinen Finale gegen Klipper spielten sie toll mit. Einen großen Kampf gab es im Endspiel. Rotation gab alles und erspielte sich auch tolle Chancen. Doch letzten Endes erwiesen sich die Titelverteidigerinnen (das ist nicht ganz richtig, denn die Hamburger Mädels wiesen uns bescheiden darauf hin, dass im letzten Jahr nicht sie, sondern ihre „Vorfahren“ den Cup an die Elbe geholt hatten) des SV Bergstedt nicht nur als körperlich leicht überlegen sondern auch als das bereits etwas reifer spielende Team. Schade für das vielversprechende begeisternde Rotation-Team, das sich im letzten halben Jahr phantastisch entwickelt hat. Macht weiter so, dann wird es noch einige Pokale zu gewinnen geben. Und Glückwünsche an die „Nachfahren“ aus Bergstedt. Wir freuen uns schon auf die nächste Generation in Weinrot.
Den krönenden Abschluss der vormittäglichen Girls-Session bot dann die bereits am Vortag progonstizierte Neuauflage des 2011er Finals zwischen Z 88 und unseren Mädels. Im Vorjahr hatte unseren Mädels ähnliches diagnostiziert werden können wie heuer den Ds, sie waren einfach auf einen reiferen Gegner getroffen. Diese Mal war es aber ein komplett anderes Z-Team, da die Pokalgewinnerinnen des Vorjahres mittlerweile bei den B-Mädchen Erfolge sammeln. Bei uns hingegen stand noch ein Großteil der Leistungsträgerinnen des letzten Endspiels auf dem Parkett. Am Vortag hatten sie zwar für ihre Verhältnisse ganz ganz schwach gespielt und auch das Semifinale gegen den Überraschungshalbfinalisten TiB 1848 verlief noch etwas zäh, doch nach eins, zwei konstruktiven Klönschnacks konnte der Schalter jetzt umgelegt werden. Dieses Finale wurde eine kleine Gala. Schnelles Pressing, Souveränität und Geschick am Ball, viele überraschende Ideen und Konsequenz im Abschluss zeichneten das Spiel unserer Mädels jetzt wieder aus. Zwar wurden in den ersten 5 Minuten erstmal ein gutes halbes Dutzend stark herausgespielter Gelegenheiten knappestdenkbar verballert, doch irgendwann lag das Runde dann doch im Eckigen und dann fiel es im Kreis auch zusehends leichter. Es folgten noch drei weitere Tore. Und erst kurz vor Schluss kamen die Zettis gegen unsere nun schon im Partymodus befindlichen Mädels zum ersten Mal in unseren Kreis und verdienten sich noch den Ehrentreffer. Für diesen rundum beeindruckenden Auftritt gab es auch von den anderen Vereinen viele anerkennende Worte an das Team und nun auch den – wie wir nachmittags gesehen haben (s. Punktspielbericht) kraft- und glückspendenden – Kobold auf dem Sockel bei den Mädchen C.

 

Mädchen ab – Bühne frei für den Showdown bei den Jungs. Hier muss der Bericht leider etwas knapper ausfallen, da der Autor dem krönenden Turnierabschluss leider nicht mehr beizuwohnen vermochte. Die Highlights: Zwei Derbys in den KD-Halbfinals. Das Hamburger entschieden die Uhlenhorster Jungs gegen ihre Klipperaner Nachbarn souverän für sich. Den „A-Cup-Klassiker“ Z 88 vs. Rotation vermochten in einem atemberaubenden Match die local heroes dank des Heimbonus und riesigen Kämpferherzen für sich zu entscheiden. Bei den C-Knaben kam es im Semifinale ebenfalls zu einem Derby, dem Berliner Nordduell Rotation vs. Bären. Dieses gewannen unsere vormittags bereits glücklich im B-Pokal reüssierenden Jungs sehr sehr souverän für sich. 3:0, damit war das im Vorjahr noch jüngerer Jahrgang gegen Blau Weiss knapp verpasste Finale erreicht und die Nachfolge der „00er-Vorfahren“  ;) als Cupgewinner in Greifweite. Sollte der Gegner auch hier, wie vor zwei Jahren bei den D-Knaben wieder Z 88 heißen? Die Zettis, auch im B-Pokal unser Gruppengegner, hatten ihre Besten dort extra für den A-Cup geschont, was wir uns aufgrund unserer Endrundenambitionen nicht leisten konnten. Doch auch ausgeruht mussten sich die Zehlendorfer einem starken Dresdner Team geschlagen geben. Die Gäste aus Sachsen waren offensichtlich von ihrem vormittäglichen Ausflug zur Siegessäule inspiriert.
Die kleinen Finals waren dann nichts für schwache Nerven: Bei den Knaben D reüssierte Klipper gegen Z mit 4:3. Bei den Cs Z gegen die Bären mit 2:1. Spannung war in den Finals dann aber Fehlanzeige. Als Rotationer galt es, das einmal resignierend-anerkennend und einmal beruhigt hinzunehmen. Im D-Finale zeigten die UHC-Jungs am Sonntag, dass sie ihren Turnierkonkurrenten bereits ein gutes Stück voraus sind. Sie bezwangen eine abermals toll kämpfende aber spielerisch gegen die flinken Hamburger nicht mehr so durchsetzungsstarke orange-blaue Mannschaft mit 3:0. War das MC-Finale eine Rotation-Gala, so traf das auf das 80. und letzte Turnierspiel, den KC-Titelfight zwischen Dresden und Rotation genauso zu. Nach dem üppigen Wochenendpensum vielleicht nicht mehr so traumwandlerisch sicher wie am Samstag aber vorne deutlich effektiver kombinierten sich unsere Jungs in ihren, kann man schon sagen „obligatorischen“ (?), Spielrausch. Und der Spielverlauf war ebenfalls eine Analogie zu dem des Mädchenfinales. Nach anfänglicher Ladehemmung wurde ein komfortabler Vorsprung erspielt und erst unmittelbar vor dem Abpfiff kamen die Gäste zu ihrem Ehrentreffer, übrigens dem einzigen Gegentreffer der Jungs im Turnier. Glückwunsch Jungens, eine tolle Krönung einer superschönen Knaben C-Zeit.

Blickt man weg vom konkreten Spielgeschehen auf das gesamte Turnier, sind wir als Gastgeber rundum zufrieden. Wir hatten großartige Gäste, die mit ihrer Art auch den 6. A-Cup zu einem tollen Kinder- und Hockeyfest gemacht haben. Das Turnier verlief neben allem belebenden sportlichem Ehrgeiz nahezu durchweg freundschaftlich und wir sind sehr sehr froh, dass der berühmte A-Cup-Geist auch in ungewohnter Stadtrandumgebung weiter gelebt und vielleicht sogar nochmal an Intensität gewonnen hat. Wir hoffen, dass es allen Gästen zumindest ähnlich viel Spaß gemacht hat wie uns und wir hoffen, möglichts viele von Euch bald wieder „im Prenzelberg“ begrüßen zu können.

 

Last but not least sei noch den Dutzenden kreativen Köpfen und helfenden Händen gedankt, die – in der Vorbereitung, Turnierleitung, am Buffet, beim Rahmenprogramm, bei der aufwendigen Logistik, am DJ-Pult, in der Heftredaktion oder an der Pfeiffe … – Turniere wie dieses immer zu dem machen, was sie vor allem für die Kinder sind: unvergessliche Highlights ihres Hockeylebens.

Und hier gibt es noch mehr tolle Erinnerungsphotos: https://picasaweb.google.com/107553700392014925420/ACupMMXII?authuser=0&authkey=Gv1sRgCJXDkq-U3-2z3gE&feat=directlink

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Veröffentlicht am 28. Februar 2012 um 11:26 Uhr

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