Home Kontakt RSS Feed

Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Schlenzeln & Schwitzen am Ostseestrand …. zum Dahinschmelzen ( schöööön)

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Schlenzelberger

Tina berichtet vom Timmendorf-Beach-Trip der Schlenzelberger

Das Salz in der Suppe aller Eltern- und Freizeithockeyenthusiasten sind bekanntlich die zahlreichen gemeinsamen Turniere. Mit den Jahren bilden sich Freundschaften zwischen Teams aus allen Ecken dieser (und mitunter auch noch anderer) Republik(en). Und natürlich hat man so seine Favoriten. Für uns Schlenzelberger steht seit nun schon mehreren Jahren das Turnier der Gestrandeten am Timmendorfer Strand ganz oben auf dieser Liste. Herzliche Gastgeber (ach, was sag ich… einladende Freunde), ein Hockeyplatz in Steinwurfdistanz von der Ostsee und beste Erinnerungen (wenn auch teilweise leicht verschwommene) an diverse abendliche Feten – nix wie hin da!

Im letzten Jahr hatten wir als Schlenzelberger I und II die beiden vordersten Plätze belegt. Die Timmendorfer waren so nett, uns dennoch wieder zwei Startplätze zu gewähren und steckten uns dieses Mal auch gleich in eine Gruppe. Das hieß auch: kein Entscheidungschaos wie letztes Jahr darüber, wer wo bei Parallelspielen den Kasten hütet (jippiieh).

Zu Lieblingsturnieren gehören Lieblingsrituale und den Auftakt macht inzwischen immer unser gemeinsames Freitagabend-Picknick am Strand. Laue Sommernachtgespräche auf Decke am Strand, selbstgemachtes Essen mit diversem Getränk, dazu Meeresrauschen und „Möwengesang“, manche(r) hat sogar gebadet …. da kommt man ins Träumen, nicht wahr? Weil es aber immerhin ein Freitag war (mit früh Aufstehen und so) und weil irgendwann doch die Feuchtigkeit in die Klamotten kriecht, zog die Karawane zwischen Mitternacht und 3 Uhr zum Nachtquartier weiter. Nachdem die Turnhalle direkt am Platz nicht mehr zur Verfügung steht, suchten wir eine Jugendherberge heim mit erstaunlich steiler und kurviger Auffahrt zu unserem Haus (selbiges zu finden in stockfinsterer Nacht war ein Abenteuer für sich). Aufgewacht zu glücklichen (soll heißen laut spielenden) Kindern am nächsten Morgen und kaum den Schlaf aus den Augen gerieben, hatten wir es schon wieder eilig. Das Frühstück endete nämlich eine halbe Stunde früher als vermutet und so kamen wir gerade noch dazu, uns kurz vor Kehraus die letzten Brötchen mit Belag und eine Tasse Tee zu krallen. Nach diesem Zwischensprint blieb dann aber Zeit für einen ausgedehnten Morgenplausch. Dann ging´s ab zum Platz und nachdem der Bade- und Winzerfeststau geschafft war, die ersten Gestrandeten begrüßt und der erste Trunk getrunken, stürzten wir uns in die herrlich kühlen Ostseefluten.

Aber naja, wir waren ja eigentlich zum Sporteln hier. Zum Auftakt hatten beide Schlenzelteams einen schweren Stand. Vielleicht in Gedanken noch in der Ostsee (warm genug war´s ja), wollte nie so der richtige Schwung ins Spiel kommen. Dank Mara (nach Vorlage von Sven) konnte Team I jedoch die Essener Rasenkrücken 1:0 schlagen. Unsere „Zwote“ ging durch ein Tor von Matthias (Turnier- und damit auch Torschützenpremiere!) zwar in Führung, fing sich gegen die Homefielder aus Hamburg aber noch den Ausgleich ein. Danach stand das beliebte schlenzelinterne Derby auf dem Programm. Ein enges Spiel, das durch eine Einzelaktion entschieden werden musste. Gewusel am Kreis, keiner traut sich Frank anzugreifen und mit dem langen Guido direkt vor meiner Nase war nur zu ahnen wann oder wohin der Schuss kommen würde. Die Kugel flog durch Guido und meine Schoner hindurch zum 1:0-Siegtreffer für Team II in die Kiste. Dann war die nachmittägliche Badepause überfällig (sehr aufmerksam von den Timmendorfern, die in den Spielplan einzubauen, daaaaanke!).

Im anschließenden Spiel der II wurde ich gleich zweimal vom Delmenhorster Starstürmer Snoopy ausgezockt, während Matze nach jugendlichem Leichtsinn was Muskelverhärtungen angeht „mit Oberschenkel“ ausfiel. Die Erste machte es im Folgespiel besser, dank Mara besiegte man die Homefielder, die Schlenzelberger II ertränkten die Schlappe im letzten Spiel des Tages flugs in den herrlichen Fluten.

Geduscht, geschniegelt und gestriegelt (und von den Gestrandeten höchstpersönlich kutschiert – auch hier nochmal Danke!) ging´s auf zur Abendfete. Zusammengefasst: lecker Essen, die wichtigsten Getränke in einer pädagogisch völlig zweifelhaften (aber sehr willkommenen) Flatrate, Musik aus allen Schubladen (Hans Albers und ´n steifes Hardcore Metal-Brett an einem Abend!) – gelungene Sache, würd ich sagen. Zwar war schon um 3 Uhr Schluss und die Taxi-Bestellung war leicht abenteuerlich (auch hier war das Winzerfest nicht ganz unschuldig), ins Bett gekommen sind dann aber doch alle.

Der Sonntag legte dann temperaturmäßig noch ´ne Schippe drauf – als Goalie brauchte man also zum „Schwimmen“ nur ein paar Schritte auf dem Platz tun. Team I gelang sozusagen die Revanche gegen die Delmehopper, die diesmal torlos blieben und ein Tor von Annett (wieder ´ne Turnierprämiere!) nach Vorlage von Peer (natürlich Rückhand!) kassierten. Auch die Potsdamer Nobodies wurden besiegt, wieder war Mara zur Stelle, nachdem Sven verstoppt … äh aufgelegt hatte. Team II beendete das Turnier auf einem Hoch, nämlich mit einem Sieg über die Essener Rasenkrücken. Peer, der für Matze aushalf, knallte die Kugel (diesmal Vorhand!) mit Karacho in die Kiste, Peter legte nach Assist von Jule noch ein zweites Tor nach und Guido testete die Widerstandsfähigkeit der Latte.

Die „Erste“ hatte es als Gruppensieger damit ins Halbfinale geschafft und traf dort auf die Mini-Mix aus Hamburg (auch gute alte Bekannte). Bei gefühlten 30 °C und 100% Luftfeuchte konnte sich niemand dazu durchringen, ein Tor zu schießen. Auf Verlängerung und/oder 7m-Schießen hatte auch niemand wirklich Lust und so formte man kurzerhand eine Spielgemeinschaft fürs Finale. Dort warteten die Küstenhölzer aus Travemünde auf uns. In einer unterhaltsamen Partie konnten wir in Führung gehen (ich hab allerdings nicht mehr auf dem Schirm, wer da eingelocht hat). Kurz vor Spielende gelang den Travemündern der Ausgleich (böse Zungen behaupteten, Mark hätte schlicht zu spät abgepfiffen ;). Und weil Eltern- und Freizeithockey eben spaßorientiert ist, wurde die „neue“ Mannschaft der Mini-Schlenzel-Hölzer zum Turniersieger erklärt. Wir haben also unsern Titel zum zweiten Mal verteidigt, wenn auch gewissermaßen nur zu einem Drittel. Die Küstenhölzer fuhren mit dem Pokal nach Hause (wir hatten ihn lange genug), die Mini-Mixer pflegen den Pokaldeckel bis zum nächsten Jahr.

Und dann scheint sich eine weiter Tradition unter uns Schlenzelbergern zu etablieren. Nach dem ausgiebigen Abbaden in der Ostsee wird gerne noch in Timmendorf zu Abend gegessen, da die Zufahrtstraßen ohnehin zu gestaut sind. Dank einer leicht überforderten Kellnerin kamen wir diesmal erst 21 Uhr weg, hörten aber selbst da noch diverse Staumeldungen im Radio. Letztendlich haben es alle wieder nach Berlin zurück geschafft (wenn auch nicht unbedingt vor Mitternacht), waren happy und groggy und freuen sich jetzt schon auf nächstes Jahr.

Immer noch strandsüchtig: Adelheid, Anett , Inga, Jule, Kristina, Mara, Moni, Susanne, Tina, Frank, Guido, Matthias, Peer, Peter, Sven

Zurück
Veröffentlicht am 27. August 2012 um 14:53 Uhr

Die Kommentare sind derzeit gesperrt.