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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

KB1: Noch zu wenig PS für den BHC-Express

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Knaben B

Lehrreiche Niederlage im Meisterschafts“gipfel“

An guten Tagen können unsere Knaben B mit atemberaubendem, kreativen Kombinationshockey begeistern. Und auch „unsere Kleinen“ können sich dabei zunehmend gegen Größere durchsetzen – wie es tags zuvor wieder einige der bei den Knaben A gegen die Bären (3:2 Erfolg) mit zum Einsatz gekommenen Jungs bewiesen haben.

Und der gestrige Sonntag war für die meisten unserer Jungs auch ein guter Tag. Vorfreude und Selbstbewusstsein zeigten unsere Jungs schon mit den ersten Schritten auf die Anlage. Und nachdem der erwartete Anfangsdruck der Zehlendorfer überstanden war, kamen wir auch richtig gut ins Spiel. Einige Chancen wurden gut herausgespielt. Das Spiel wurde in der ersten Hälfte aber auch ganz maßgeblich von zwei starken Torhütern geprägt. Gegen den des BHC konnten sich unsere Stürmer aber auch deswegen nicht wie zuletzt durchsetzen, weil es uns schlicht nicht gelingen wollte, vorne Überzahlsituationen zu kreieren. Die „Roten“ ARBEITETEN einfach unwahrscheinlich stark nach hinten. Für eine lange Zeit muss man unseren Jungs das selbe Prädikat ausstellen. Doch nach knapp 20 Minuten machten sich einige signifikante Unterschiede doch bemerkbar: unsere Mannschaft ist deutlich jünger (mit sehr vielen 01ern und auch 02ern) und einige unserer Jungs hatten zuletzt nicht regelmäßig trainieren können. Überdies hatten wir nur zwei Wechselspieler aufgeboten. Bislang war das in dieser Saison auch noch nie ein Problem gewesen. Doch wie uns zuvor die HG Nürnberg mit Reißbretthockey überrascht und vor kurzem Der Club an der Alster mit unglaublicher Torschussmentalität imponiert hatte, so waren dieses Mal  Laufpensum und Spielintensität des BHC eine neue Erfahrung im Knaben B-Hockey. Von Minute zu Minute hatten wir dieser an gelb-schwarzen Ruhrpottfußball erinnernden Intensität weniger entgegenzusetzen. Vor der Pause kamen wir einfach nicht mehr hinterher und die entstehenden Überzahlsituationen nutzten die Gäste zu einem 3:0 Halbzeitvorsprung.

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild. Rotation hatte nicht aufgegeben und versuchte alles, um einen schnellen Anschlußtreffer zu erzielen. Doch als der nicht gelang verschob sich das Spielgewicht wieder mehr und mehr in Richtung unseres Tores. Lange wurde bravourös verteidigt. Doch als dann irgendwann bei Ballgewinn nicht mehr Richtung des gegnerischen Tores kombiniert, sondern die Kugel nur noch weggespielt wurde, wurde der Druck zu groß. Das 0:4 entschied das Spiel endgültig – nicht nur in Hinblick auf die Verteilung der Punkte sondern auf hinsichtlich des weiteren Spielverlaufs. Nun hatten unsere Jungs einfach nicht mehr die Körner, weiter selbstbewusst nach vorne zu spielen. Erst in der Schlußphase kamen sie wieder zu effektiven Offensivaktionen. Doch da stand es dann schon 0:7 – und leider blieb uns auch der Ehrentreffer vergönnt.

Ein angesichts des ersten Spieldrittels bitteres Endergebnis. Mit Blick auf die beachtliche athletische und die zumindest in diesem Match nie nachlassende mentale Stärke des BHC muss man aber auch sagen: ein verdientes Ergebnis. Unsere Jungs können daraus eine ganze Menge lernen, auch wenn wir neidlos anerkennen müssen, dass der BHC angesichts seiner Ressourcen und seiner Mentalität in dieser Klasse auf dem Feld für uns nur im Ausnahmefall schlagbar sein wird.

Hockeyphilosophen mögen sich nun trefflich darüber streiten, ob es mit Blick auf die weitere Entwicklung der Jungs wünschenswert ist, dass deren Spiel schon in so jungem Alter so stark von Athletik und Spielsystematik geprägt ist. Für Rotation untermauern Spiele wie diese aber immer mehr die nicht neue Erkenntnis, dass gerade  im männlichen Bereich angesichts der Kiezkonkurrenz von Alba und Empor die Anstrengungen deutlich verstärkt werden müssen, um die Breite in den jüngeren Jahrgängen deutlich zu vergrößern – bei den Mädchen sieht es diesbezüglich schon sehr gut aus. Nur dann wird es auch auf dem Feld möglich sein, mit kreativem – und gern auch noch ein wenig chaotisch-verspieltem – Kinderhockey Teams wie diesem BHC-Express substantiell Paroli bieten zu können.

Doch derlei wird unsere Jungs wenig interessieren. Sie freuen sich schon auf das nächste Match am kommenden Sonntag gegen Blau Weiss. Und bereits gestern haben sie sich geschworen, im Training weiter richtig Gas zu geben und es gegen die ebenfalls sehr starken Grunewalder besser zu machen. Schließlich haben sie ein großes Ziel: Das Berliner Halbfinale in drei Wochen auf eigenem Platz zu spielen. Vielleicht gibt es schon dann ja eine Revanche gegen den BHC? Viel Erfolg Jungs!

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Veröffentlicht am 3. September 2012 um 10:02 Uhr

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