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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

MCF01: „Na ja“ … aber noch die Kurve gekriegt

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Mädchen C

Unser jüngeren C-Mädchen spielen sich am frühen Samstagmorgen durch ein kleines Wellental

Irgendwie fremdelte unsere junge Truppe am sonnigen Samstagmorgen im Cole-Sport erst einmal mächtig … miteinander, mit ihrem (Zusammen)spiel und überhaupt … mit dem „wach sein“?

Warum? Das hat wohl einige Gründe: Weil im letzten halben Jahr ganz viele hockeybegeisterte, talentierte Mädchen aller B-/C- und D-Jahrgänge neu zu uns gekommen sind, werden die Mannschaften immer mal wieder gemischt, um allen, auch den Anfängerinnen Spielpraxis an der Seite der bereits stärkeren Spielerinnen zu ermöglichen und um gleichzeitig immer auch mal wieder unsere stärksten zusammenspielen zu lassen, um die besten Teams im Blick zu behalten. Und dann konnte ja noch fünf Wochen lang nicht trainiert werden. Wahrscheinlich auch noch etwas „erschwerend“ kam am Samstagmorgen hinzu, dass der Kern der Truppe schon am Vorabend einen kleinen Trip nach Zehlendorf unternommen hatte, um in einem Trainingsspiel gegen Z 88 anzutreten. Und das hatten sie auch sehr erfolgreich und mit fettem Torekonto getan.

Somit auf der einen Seite etwas (zu) selbstbewusst  und -sicher und auf der anderen Seite ein klein wenig mit der im Vergleich zum Vortag um 50% gewechselten Besetzung sowie vielleicht auch vom Vorabend noch ein wenig hockeymüde gingen die Mädels in das Spiel gegen den BHC. So kamen sie auch nie wirklich in ihren Spielfluss, wohingegen die Roten, ohne ihrerseits richtig zu überzeugen, des öfteren einfach merklich wacher und somit viel gefährlicher waren. Das 0:2 Endresultat war dann auch leistungsentsprechend. In der folgenden Pause folgte nun das intensivste Taktikupdate in der bisherigen Geschichte der Mannschaft, spielten doch alle drei Kontrahenten des Tages trotz des jungen Alters bereits mit derlei ausgeklügelten Defensivsystemen, dass die allein mit unseren Spielprinzipien „schnell spielen“, „Give & Go“ und „Dreiecke verschieben“ nur schwer zu knacken waren. Überdies waren viele unserer Mädels aber auch defensiv mit dem einstudierten Stellungsspiel der Gegner immer mal wieder überfordert. Im zweiten Match gegen TuSLi wurde dann auch schon erstaunlich viel des soeben erst neu gelernten oder wieder aufgefrischten umgesetzt. Allein: Dampf und Kombinationsfluss blieben lange Zeit Fehlanzeige. Erst als die hanebüchenen Aktionen sich häuften und es auf der Bank auch mal etwas lauter wurde, gerieten die Mädels ins Spielen. Nun gelang der 1:2 Anschlusstreffer und es folgte ein aufopferungsvolles Powerplay, das aber trotz diverser schön heraus gespielter Chancen nur noch einen Pfostentreffer als Ausbeute brachte.

Immerhin: deutlich wacher und gleich viel besser, ideenreicher, flüssiger und hoppla! auch technisch stabiler gespielt! Dies galt es im letzten Match gegen den aktuell spielstärksten Kontrahenten in diesem Jahrgang, die Zehlendorfer Wespen, fortzusetzen. Und nun schien es langsam auch in allen Köpfen angekommen zu sein, dass Hockey auch nur Spaß macht und erfolgreich ist, wenn alle, wie am Vortag, gemeinsam als Mannschaft spielen und kämpfen. Jetzt gab es auch endlich einen Motivationskreis und auch wenn die Mädels noch nicht gleich wieder spielten wie sie es können, schalteten sie doch nach dem frühen 0:1 ein paar Gänge hoch und vermochten sich in einem lange ausgeglichenen sehr guten Mädchen C-Match peu a peu einen optischen Vorteil zu erspielen – und diesen auch in Tore umzumünzen. 3:1 stand es am Ende.

Und auch wenn die Spiele vorher weniger wegen der verschmerzbaren Niederlagen als wegen der Art und Weise unserer Auftritte ärgerlich waren, so hatte der Spieltag doch etwas Gutes. Alle haben sich klar gemacht, dass es mit Grüppchenhockey nicht funktioniert und auch keinen Spaß macht, dass es dann, wenn alle gemeinsam und füreinander spielen aber gleich doppelt Spaß macht und erfolgreich ist. Und alle haben gelernt, dass jedes Spiel für sich aufs Neue angegangen werden muss.

Dafür, dass sich diese kleinen Lektiönchen nachhaltig festsetzen werden, spricht vor allem, dass es in dieser Woche ja auch endlich wieder mit dem – diese verstärkenden – Training losgehen wird. Und so langsam beginnen sich unsere Teams auch zu finden. Besonders erfreulich aus der Sicht der 01er Mädels ist, dass wir mittlerweile als kleiner Club – unter den bereits ausführlich dargelegten Voraussetzungen :hoppla: – auch dann mit den stärksten Teams des Jahrgangs mithalten können, wenn mal, wie jetzt, 3-4 aus dem Stamm der Mannschaft fehlen. Und wenn dann beim nächsten Mal noch Antonia, Cäthe, Lena, Sarah und bald auch Marie, Johanna & Co dabei sein werden, dann wird’s noch interessanter.

Dieses Mal morgenmuffelten (nur spielerisch – die Stimmung war die ganze Zeit über gut), lernten und fighteten (am Ende bärenstark) Charlotte (gegen TuSLi und die Wespen als Top-Torwart!), Ebba (aka Wespenschreck und Torschützenkönigin des Tages, wäre da nur immer nicht dieser schr… schl.. Posten) , Elli (als Abwehrbollwerk wie als Spielmacherin überzeugend – nur die Tak…), Hannah (trotz olfaktorischer Sensibilität [liebe Zuschauer bitte keine Bohnen mehr am Samstagabend] immer ein Aktivposten), Jogi (mausert sich langsam zum festen Bestandteil des Teams), Ligge (mit gewohnter Übersicht und Dynamik, aber auch erst gegen Mittag/ gegen die Wespen so richtig da!), Lili (J.) (wird immer stärker und beginnt ihre Trainingstricks auch langsam im Spiel zu präsentieren, weiter so! Nur im Abschluss noch etwas unglücklich), Marla (polyvalentes immer gut gelauntes und hellwaches Nesthäkchen ohne Respekt vor „großen Körpern“) und Pauli (nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten und kleinem Temposchock am Ende auch mit gut durchdachten Aktionen … wird! :D )

Nach den „lessons learned“ freut sich der Verfasser dieser Zeile auch schon mäüchtig auf die nächsten Abenteuer mit Euch und darauf, dass Ihr alle noch weiter zu einer tollen Mannschaft zusammenwachst. :banane:

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Veröffentlicht am 23. Januar 2011 um 21:10 Uhr

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