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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

KCF/KB 3: „Kür“ mit Lernerfolg & „Pflicht“ als Thriller mit Happy End

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Knaben C

Die C-Knaben qualifizieren sich mit zwei ordentlich gespielten aber nicht ganz einfachen Matches in KW für die B-Pokalendrunde

Zum Auftakt ging es für unsere „jungen Wilden“ gleich gegen die 98er des HC Argo 04, denen wir vor 3 Wochen im ersten Aufeinandertreffen unglücklich unterlegen waren. Doch unsere Zockerbande hatte gerade taktisch aus der Niederlage gegen die Großen eine Menge gelernt und war spürbar entschlossen, dieses Mal als Gewinner vom Parkett zu gehen. Und in den ersten fünf Minuten spielten die Jungs auch richtig stark – clever & konzentriert. Verdient ging Rotation mit 1:0 in Führung. Und es folgten weitere Chancen. Dann aber ließ die Spannung merklich nach. Dachten wir etwa, es würde so locker leicht mit dem Tore schießen weiter gehen wie noch zwei Tage zuvor im Trainingsspiel? Die kompakte Argonautentruppe nutzte diesen Spannungsabfall auf jeden Fall zu 3 Buden in den 5 Minuten bis zur Pause. Der darüber angestaute Ärger entlud sich nur kurz, dann wurde wieder mächtig Gas gegeben. Zu einer Halbzeit wie der folgenden hört man dann gern Sätze wie „es spielte nur noch ein Team“ (in dem Fall Rotation), doch das stimmt nicht so ganz, da die Argonauten immer gefährlich blieben. Aber die Kugel wanderte überwiegend zwischen den orange-blauen Schlägern und die besten Chancen hatte ebenfalls Rotation. Leider fehlte im Bemühen es besonders gut zu machen und unter dem Zeitdruck gegen die athletisch logischerweise deutlich überlegenen 2-3 Jahre älteren Argonuaten im Kreis oftmals die Coolness und Präzision im Zusammenspiel, die die Mannschaft sonst so auszeichnet. Dafür klappten jetzt die Ecken – eine neue Qualität! So stand es kurz vor Schluss trotz vieler Chancen nur dank einer Ecke 2:3. Wie schon im Hinspiel als es einen verschossenen Siebenmeter zu beklagen gab, konnten die Jungs sich jetzt ärgern, dass sie in der letzten Minute für einen klaren Fuß kurz vor dem Tor nicht wenigstens eine Ecke bekamen. Ärgerlich war die Niederlage dieses Mal vor allem, weil sie 15 Minuten lang das stärkere – auch taktisch beachtlich kluge – Hockey gespielt hatten und sich in ihrer kurzen Schwächephase eigentlich selbst geschlagen hatten. Aber wir wissen jetzt: a) man muss in wichtigen Spielen eben IMMER! wach sein und b) wir können die Argonauten auch wirklich schlagen … bei der Endrunde?

Das Ticket dafür musste gegen Blau Weiss aber erst noch gelöst werden. Angesichts des Tabellenstandes und des technischen Vermögesn beider Teams eigentlich eine Pflichtaufgabe. Aber was heißt schon „eigentlich“, wenn man unbedingt gewinnen muss. Unsere Jungs gingen zwar mit viel Dampf in das Match gegen die Grunewalder. Doch die sonstige Sicherheit gerade in den einfachen technischen Dingen war einfach nicht da und das lag dieses Mal gar nicht wie noch im Spiel zuvor in erster Linie an der individuellen Qualität des Gegners, sondern wohl an der Nervosität. Doch irgendwann gegen Ende der ersten Hälfte gelang dann nach so einigen vergeblichen Anläufen dann endlich das heiß ersehnte 1:0 – das erlösende? Leider Nein. Denn dann schlich sich für einen klitzekleinen Augenblick wieder das Teufelchen Schlendrian in unsere Truppe. Bei einem Blau Weiss Abschlag wurde die Manndeckung einfach mal komplett abgestellt … ein halsbrecherischer Reettungsversuch … Kurze Ecke gegen … 1:1. Doch eine gute Mannschaft kann so etwas verdauen. Und dieses Mal war der „Rückstand“ (faktisch lagen wir mit Hinblick auf die Endrundenquali ja mit einem Tor zurück) auch gar nicht so hoch – und warm gespielt waren jetzt auch alle. Es wurde also zum Halali geblasen. Und der zweite Durchgang sah dann schon – Nervosität hin oder her – fast wieder so aus, wie sonst, wenn unsere Jungs ihrer Spiellust freien Lauf lassen. Am Ende stand es 5:1 … und alle Orange-Blauen waren … ruhig, erleichtert, glücklich … :P

Aber halt! Unsere C-Knaben! Ruhig??? Ja doch, tasächlich! Aber nicht lange … :zunge: Im Anschluss an ein lautes „Endrunde!!!“ von Casper wurde in der Kabine wieder handwerklich solide Halligalli gemacht, wie es 10jährige eben zu tun pflegen :banane:

Wir freuen uns mit den Jungs auf weitere Temperamentseruptionen bei der B-Pokal-Emdrunde in vierzehn Tagen. Gerne auch mit einem erneuten Aufeinandertreffen mit den Argonuaten, die für uns in der Vorrunde ein toller Maßstab waren und mit denen wir noch eine „Lerngeschichte“ abzuschließen haben.

Mit dabei waren dieses Mal: Gabriel (der im Tor wieder sehr aufmerksam und präsent war, aber sicher noch sehr viel mehr kann als er es heute zu zeigen vermochte), London (der auch mit seinen Pässen ein Spiel gut gestalten kann, wirklich!), Rouven (der das Spiel immer wieder toll gelesen hat, nach vorne aber auch noch mehr Akzente setzen darf), Casper (der heute eine kleine Anlaufphase benötigte, aber dann vor allem hinten ganz viele Bälle großartig abgeholt und schnell nach vorne getragen hat), Jan (der auch gegen gute Gegner mehr und mehr sein Riesenpotential auszuspielen beginnt), Jonas (der vorne immer anspielbar war und sich Chancen dutzendweise erarbeitet hat – und am Ende auch nicht wenige davon nutzte), Alex (der aus dem ersten Spiel besonders viel lernte und im zweiten einen klasse Stürmer spielte-  in der Endrunde dann noch besser, wie am Freitag, gelle!), Linus (der nicht nur gewohnt zuverlässig und aktiv auf dem Platz war, sondern jetzt auch schon mal Laufduelle gegen Jungs gewinnt, die gefühlt doppelt so groß sind wie er ;) und last but not least Anton (der mit seinen Ideen/Eingebungen auch die hockeyroutiniertesten immer wieder in Erstaunen versetzt)

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Veröffentlicht am 20. Februar 2011 um 20:56 Uhr


Eine Antwort zu “KCF/KB 3: „Kür“ mit Lernerfolg & „Pflicht“ als Thriller mit Happy End”

  1. Frank Haustein schrieb am 21. Februar 2011 um 20:36 Uhr:

    Ich drücke den JUNX ganz doll die Daumen für die Endrunde.