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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

KB1: „Gut gespielt“ – ja schon, „die 1. Hälfte bestimmt“ – beinahe, „auf Augenhöhe mit den Topteams“? – Na, noch nicht ganz …

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Knaben B, News

Von „einer Nacht in Zehlendorf“, „DEM“ Spiel der Saison und einer schwer fassbaren Abreibung durch die Wespen

Vorab: Am frühen Sonntagmorgen fand bei den Wespen eines der sogenannten „6-Punkte-Spiele“ zwischen zwei direkten Tabellennachbarn statt, dessen Sieger, das war beiden Teams vorher klar, schon mit einem Bein in der Endrunde der in dieser Saison besonders knappen Knaben B-Meisterschaftskonkurrenz stehen würde.

Und als Sieger dieses Matches gingen die Wespen hervor. Es war ein über weite Strecken auf hohem Niveau geführtes, hart umkämpftes und ja: ausgeglichenes Match .. jetzt würde normalerweise der Satz folgen, „das am Ende mit den Gastgebern einen glücklichen Sieger fand“, aber so war es nicht. Der Gastgeber gewann „irgendwie“ hochverdient und das war auch schon 5 Minuten nach der Halbzeitpause klar. Und er gewann mit einem aus Sicht beider Teams schwer fassbaren Resultat von 8:1 (3:2).

Lag es daran, dass beide Teams sich fast komplett bereits am Vorabend bis in die späten Abendstunden hinein auf dem Platz in der Lloyd-G.-Well-Str. in der Knaben A-Liga duelliert hatten (auch hier hatten die Wespen mit 4:2 (1:1) leicht glücklich die Oberhand behalten (Stichwort „Kontersicherung“ :boxen:  – separater Bericht folgt) – kurz nach 21 Uhr hatten die letzten Jungs das Clubgelände verlassen, da das für 18:30 angesetzte Match erst kurz vor 20 Uhr begann und um 8:30 Uhr standen alle schon wieder auf dem Platz? Nein, an den arg kindersportunfeundlichen Zeiten und der Tatsache, dass die Prenzelberger durch mind. 2x 45 Minuten Fahrzeit einfach weniger Regenerationszeit hatten, lag es definitiv nicht. Denn … die Rotationer starteten deutlich konzentrierter, lauffreudiger und zweikampfstärker in das Match. Nach knapp 10 Minuten gingen die Orange-Blauen auch verdient in Führung. Und fortan lag der zweite Rotation-Treffer lange in der Luft. Doch dann brachte ein Wechselmissverständnis das Team kurz aus dem Gleichgewicht. Ein etwas überhastet ausfgeführter Abschlag (während die potentiellen Adressaten gerade mit der Wechselei beschäftigt waren) wurde von den Wespen abgefangen und umgehend zum Ausgleichstreffer genutzt. Kurz aus dem Gleichgewicht? Nein, leider stimmt das nicht. Binnen 5 Minuten konnten die Wespen gleich noch zweimal gegen konsternierte (warum eigentlich?) und in dieser Phase kaum Gegenwehr leistende Rotationer nachsetzen. 3:1 zur Halbzeit.

Nachdem in der Pause eingesehen wurde, dass an dem misslichen Spielstand keine uns böse gesinnten Mächte Schuld trugen und dass wir es noch in der Hand hätten, das Spiel zu drehen, wurde der zweite Durchgang mit Volldampf angegangen. Gleich die zweite Chance schien in der 27. Minute auch die neuerliche Wende einzuleiten. Gekonnt umkurvte Casper den Keeper und schlenzte aufs fast leere Tor – doch das Tor war eben nur fast leer! Wagemutig angelte ein für seinen geschlagenen Keeper eingesprungener Wespen-Spieler den hohen Ball von der Linie – und leitete sogar noch geistesgegenwärtig den Konter ein -> 5. Wespen-Chance, 4. Treffer – die Entscheidung!

… und ein Rotation-Schockstarren-Deja-Vu a la Schlussphase des ersten Durchgangs. Binnen zweier Minuten schraubten die Wespen das Ergebnis, vor dem Tor beeindruckend abgegeklärt und variabel spielend, auf ein gerade angesichts der Kräfteverhältnisse in den ersten 20 Minuten schier unglaubliches 7:1 hoch. Erst eine Auszeit brachte wieder etwas Spannung in die Körper unserer geschlagenen Nachwuchsathleten.

Und nun spielten sie auch nochmal knapp 20 Minuten engagiert und streckenweise auch wieder ganz ansehnlich. Die mit sich und der Welt zufriedenen Wespen trugen auch das Ihrige zu einem nochmal recht ansehnlichen Match bei, das jetrzt irgendwie Trainingsspielcharakter hatte und bei dem, jenseits des Ergebnisses (die Wepen vermochten nocheinmal einzunetzen und begannen jetz sogar daneben zu schießen ;) , während die Prenzelberger Stürmer noch so Einiges versemmelten), beiden Teams nochmal Spaß am Spiel um des Spielens willen brachte.

Dafür, dass sie sich nach der Entscheidung nochmal zu einem ordentlichen Spiel aufgerafft haben, gebührt unseren Jungs ebenso ein Kompliment wie für die wirklich starken ersten 20 Minuten. Warum aber kurz vor und kurz nach der Pause alle Dämme brachen, wo vorher so kreativ und ebenso engagiert wie unverkrampft gespielt worden ist, das vermochte bislang noch keiner so wirklich zu fassen.

Es bleibt neben der Enttäuschung aber dennoch die Erkenntnis, dass unser junges Team (am Sonntag mit 7 Spielern des jüngeren Jahrgangs angetreten)  mit den Vertretungen der  großen Clubs schon ganz gut mithalten kann und dass trotz in dieser Saison besonders widriger Trainingsbedingungen auch das in dieser Alterklasse bei uns zunehmend in den Vordergrund rückende schnelle Zusammenspiel bei unseren starken Individualisten immer besser greift. Und auch die Erfahrung der Kurzzeitblockade in einem Schlüsselspiel wird die Jungs auf Sicht sicherlich weiterbringen. Es wird ja noch einige Endrunden zu erreichen geben. Bei der diesjährigen wünschen wir dem symphatischen Wespen-Team viel Erfolg.

Es spielten: Gabriel – London, Joris, Rouven, Leo – Ben, Lukas, Johannes – Alex, Jan, Casper & Paul

 

Und heute geht’s zum Nachholspiel bei Blau Weiss ans Roseneck. Da werden wir dann sicher einiges schon wieder besser machen.

 

 

 

 

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Veröffentlicht am 5. September 2011 um 12:31 Uhr

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