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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

1. HERREN: Stückwerk. Dem Auftritt unseres am Sonntag noch „wilder“ besetzten Teams fehlte es schlicht an Stabilität. Das mündete in einer bitteren „last-second“ Niederlage beim HC Argo

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter 1. Herren

Schon in den letzten Wochen gab es mehr von den Energieleistungen, der Entschlossenheit und der taktischen Disziplin der 1. Herren zu berichten als von spielerischen Glanzlichtern. Letztere gibt es dank merklich gestiegener Qualität zwar zunehmend im Training, doch da können sie momentan auch meist nur auf einem kleinen Feld stattfinden – denn die Ausfalliste ist gegenwärtig schlicht absurd hoch. Dass es dennoch irgendwie geht, liegt nicht zuletzt an einigen guten und engagierten Neuzugängen.

So durfte beispielsweise am Sonntag am Westend Nicolas aus Düsseldorf sein Rotation-Debüt geben – und er machte gleich ein fulminantes! Ebenso freute sich die gerupfte orangene Equipe auf den ersten Einsatz unseres belgischen Gastspieler Maxime. Doch der fügte sich „lieber“ ein, indem er sich – dem neusten Trend folgend – am Samstagnachmittag bei sportferner Tätigkeit den Fuß verdrehte.

So kamen – dieses Mal ohne 11! (neuer Rekord) – auch all die zum Einsatz, die gerade aus beruflichen Gründen oder studienbedingt nur sporadisch beim Training sein können. Und irgendwie lief auch die ganze Vorbereitung auf dem Platz etwas verquer. Zwei fanden den Platz der Argonauten erst viel zu spät und Jonas zerkloppte es beim Einspielen auch noch das bewährte Schlenzgeschoss. Und nach dem Anpfiff wurde es nicht besser …

Pomadig wie nie ging Orange das Match an. Verdientermaßen stand es dann nach knapp 10 Minuten schon 0:2. Das Team fing sich dann peu a peu wieder und mit dem auch nicht unverdienten 1:2 vor dem Pausentee (die Argonauten erwiesen sich unter Druck alles andere als sattelfest und flexibel) keimte wieder Hoffnung auf im Prenzelberger Camp.

Und der zweite Durchgang wurde auch deutlich besser – aber ohne wirklich gut zu werden. :evil: Zu viele Leistungsträger hatten entweder sowieso schon keinen guten Tag oder standen einfach zu viel im Feuer, um sich in den entscheidenden Situationen effektiv durchsetzen zu können. Für das Team sprocht aber, dass es die Ruhe bewahrte und zurükkam. Erst zum 2:2 und dann nach zwischenzwitlichem erneuten Rückstand 8 Minuten vor Schluß zum 3:3. Zweiter großer Minuspunkt neben dem schluffigen, letztlich vorentscheidenden Auftakt, war das mentale Zurücknehmen nach den beiden Ausgleichtreffern, nach denen wir eigentlich – trotz aller Ausfälle, Improvisationen und daraus resultierender spielerischer Mängel – auf der Siegerstraße schienen. So kamen dann also die Argonauten in den letzten Minuten zu mehreren Ecken. Die meisten konnten von unserer Eckenabwehr gut entschärft werden (klare Steigerung gegenüber der Hinrunde). Doch wohl nicht zufällig trudelte ausgerechnet die letzte Variante der gastgeber an einen orangenen Fuß in Nähe der Torlinie. Die Chance, sich mit dem fälligen Siebemeter alle drei Punkte zu sichern, ließ sich Argo dann nicht entgehen.

Was bleibt?

  • Länger kann die Liste der Ausfallliste eigentlich nicht mehr werden
  • Dank einer mittlerweile ganz stabilen Breite und vor allem großen Kampfgeistes können die Spiele in dieser Liga dennoch offen gestaltet werden
  • Für einen Sieg am Westend fehlte es dieses Mal aber schlicht an der nötigen Spannung und Entschlossenheit über 70 Minuten

In den noch verbleibenden drei Rückrundenmatches wird das aber wieder besser werden! Schließlich ist das gesteckte Rückrundenziel noch nicht erreicht …

 

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Veröffentlicht am 16. Mai 2011 um 15:35 Uhr

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