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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Test the West! 3 Kinderteams auf großer Kennenlern- und Hockeyfahrt in die „Hockeyhauptstadt“

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Knaben B, Knaben C, Mädchen C, News

Wertvolle Erkenntnisse, (späte) Erfolge und jede Menge Spaß gewinnen, feiern und haben unsere Knaben B+C sowie die Mädchen C beim großenVorbereitungsturnier des Rheydter SV

Nach langer Anreise und relativ kurzer Bettruhe starteten zunächst unsere C-Mädchen „in der Nacht“ von Freitag auf Samstag um 8:40 Uhr in das von allen Kindern mit großer Spannung erwartete internationale Vorbereitungsturnier in Rheydt mit vielen starken Teams aus allen Teilen Deutschlands und aus Österreich. Gegen die Mädchen aus Essen startete unser Team zwar dominant, doch war allen anzumerken, dass sie noch nicht so recht im Tag und vor allem auf dem Kunstrasen angekommen waren. Hatten insbesondere unsere D-Mädchen in der Halle noch ein oftmals fast traumwandlerisch sicheres dynamisches Passpiel aufgezogen, war hier noch vieles Stückwerk ohne die rechte Power. Das bekamen zum Ende der Partie auch die Mädels aus der Ruhrmetropole mit und erzielten leider auch noch einen Treffer zum unnötigen 1:1. Vom Ergebnis her ganz ähnlich erging es unseren Knaben B in ihrem ersten Match gegen den Gladbacher HTC. Die Jungs konnten zwar länger schlafen und hatten sogar noch Zeit für einen Morgenlauf, auch spielen sie bereits seit Wochen intensiv unter freiem Himmel – und entsprechend griffiger agierten sie auch. Doch auch ihnen blieb ein Last-Minute-Gegentreffer zum – wie sich später heraus stellen sollte ebenso wie bei den Mädels  – folgenschweren 1:1 Ausgleich hinnehmen. Dennoch gegen einen derart renommierten Gegner zweifeslohne ein respektables Ergebnis.

Parallel dazu spielten unsere Knaben C, die wie auch die Mädchen bis dato erst zweimal in diesem Jahr auf dem Kunstrasen gestanden hatten, ihr Auftaktmatch. Und was die Jungs unserer talentierten Jahrgänge 2000 und 2001 dort gemeinsam gegen die 2. Mannschaft des Gastgebers RSV zeigten, war recht beeindruckend. Sie waren einfach immer eins, zwei Schritte schneller im Kopf als die Gastgeber, spielten hier und da mal einen Gegenspieler schwindelig, kontakteten aber vor allem „wie die Feuerwehr“ nach vorne – und schlossen auch, zumindest in diesem Spiel, clever ab. Nach 15 Minuten stand es 11:0. Alles in allem ein vielversprechender Auftakt der Orange-Blauen.Nach diesem gingen die Rotation-Teams, je nach Spielplan, leicht getrennte Wege. Einige Parallelen aber blieben:

Mädchen C

Das zweite Spiel gegen den Gastgeber RSV war ähnlich durchwachsen wie das erste. Auch wenn jetzt alle füreinander kämpften und deutlich besser zusammenspielten, fehlten doch der der Truppe sonst eigene „Kick“ und die Spielfreude. Ein nun deutlich stärkerer Gegner nutzte dies zu einem verdienten Erfolg. Wegen diverser kleiner Blessuren und Wehwechen standen auch einige – im Vergleich zu sonst – ein Stück weit neben sich. Doch im letzten Gruppenspiel gegen den starken Limburger HC rissen sich alle nochmal zusammen und kämpften wie die Löwinnen. Vorne wurde effektiv und entschlossen gespielt und hinten beherzt verteidigt, so dass die Süddeutschen kein Durchkommen fanden. Am Ende fehlte aber trotz eines 1:0 Sieges 1 Törchen, um noch einen der ersten beiden Plätze und damit die Finalrunde 1-4 zu erreichen. Doch viel wichtiger: das kleine Tief war kämpferisch überwunden worden und alle hatten sich auf dem Platz jetzt auch viel mehr zugetraut. Am Ende eines langen Hockeytages war dann noch die erste Partie der Runde 5-8 zu absolvieren. Die zwar „auf dem Zahnfleisch“ aber doch souverän gewonnen wurde. Somit ging es also jetzt doch wieder guter Dinge zur Pastaschlacht ins Clubhaus, wo die Jungs bereits warteten und gebannt die Sportschau auf Großbildleinwand verfolgten.

Und auch wenn deren Abschneiden am Samstagabend ähnlich gewesen war, folgten sie dem bunten Fußbaltreiben doch in unterschiedlicher Grundstimmung.

Die Knaben B

hatten noch zwei weitere starke Gruppenspiele absolviert. Gegen die alten Bekannten des Club zur Vahr aus Bremen hatten man dieses Mal auf Augenhöhe gespielt, jedoch unglücklich 0:1 verloren. Abschließend ging es dann im letzten Match gegen den späteren Turniersieger Rheydter SV um die letzte Chance um den Einzug in die Finalrunde. Hier hatte Rheydt zwar die etwas besseren Chancen, doch unsere Jungs hatten eindeutig mehr vom Spiel. Schade, dass sie über ein 0:0 nicht hinaus kamen und somit in einer Gruppe vierer nahezu gleichstarker Teams den 3. Platz belegten. Der Stimmung der Jungs tat das aber keinen allzu großen Abbruch. Denn was bereits der 5:0-Auftakt in der Meisterschaft belegt hat, verdeutlichte sich mit den Spielen „tief im Westen“ noch einmal mehr: als nun „normal alte“ Knaben B-Mannscahft sind die Jungs endlich richtig in ihrer Altersklasse angekommen, bestechen durch technisch gutes, schnelles Spiel, einen super Teamgeist und können auch gegen die Teams der großen Clubs gut mithalten. Das demonstrierten sie dann auch nochmal eindrucksvoll mit einem souveränen 2:0 über ETUF Essen in der ersten Partie der Runde 5-8.

Etwas weniger gut war trotz teilweise phantastischer Spielzüge die Stimmung der jüngeren

Knaben C

Denn diese hatten nach ihrem fulminanten Turnierstart leider ein paar Dämpfer zu verkraften. Eine dreistündige Pause nutzten die Jungs zu einem Park- und Museumsbesuch in der Stadt, wobei die Rechnung leider ohne das örtliche Taxigewerbe gemacht worden war. Gerade noch rechtzeitig zum Anstoß gegen die starke Mannschaft des Club zur Vahr kamen unsere Jungs reichlich gestresst und unvorbereitet auf den Platz. Dort gerieten sie auch schnell mit 0:2 ins Hintertreffen. Zwar berappelten sie sich noch einmal und starteten in den letzten Minuten zu einem massiven Sturmlauf. Doch das Blatt vermochten sie leider nicht mehr zu wenden, zu überhastet wurden die zahlreichen Versuche vergeben. Ein ähnliches Bild bot sich dann auch im Gruppenfinale um den zweiten Platz gegen vergleichsweise allerdings etwas schwächere Mainzer. Ziemlich schluffig verteidigend gingen die Orange-blauen in dieses Match, lagen ebenfalls bald 0:1 hinten, stürmten mit Mann und Maus, kassierten mit einem Konter, die zweite und letzte Mainzer Torchance, das 0:2, stürmten weiter mit Mann und Maus, erzielten im gefühlt zwanzigsten Versuch doch noch das recht späte 1:2, stürmten weiter mit Mann und Maus und erzielten in den letzten drei Minuten trotz gefühlt weiteren zwanzig Chancen leider keinen Treffer mehr. Das Zwischenfazit fiel entsprechend ambivalent aus: Für den frühen Saisonzeitpunkt bereits überrschend stark zusammen gespielt und die mit Abstand meisten Chancen aller Mannschaften im Turnier kreiert (am Ende sollten wir trotz äußerst suboptimaler Chancenverwertung auch die meisten Tore aller 32 teilnehmenden Teams erzielt haben) und doch nicht einmal in der Finalrunde vertreten. Das war Anlass für so manches etwas ernstere Gespräch mit den Jungs. Und das erste Spiel in der Runde 5-8 wurde dann auch konzentrierter und deutlich kompakter. Doch das 3:0 gegen Delmenhorst spiegelte leider auch noch nicht die Kräfteverhältnisse – nicht nur, weil allein 3 Penaltys vergeben wurden…

Doch spätestens nach dem gemeinsamen Essen im RSV und der Fahrt mit dem vorzüglich organisierten Shuttleservice – an dieser Stelle überhaupt ein großes Lob an die phantastische Organisation der Gastgeber!!! – war die Laune aller Rotation-Kinder wieder bestens. Leider blieb in unserem idyllisch im Grünen gelegenen Quartier nach den Team-Besprechungen nicht mehr viel Zeit zum Spielen (und Tanzen – nach der Musik einer vor unserer Nase stattfindenden Hochzeitsfeier) auf dem Gelände. Und auch nicht mehr die Energie. Auch diejenigen, die sich am Vorabend noch mit kleinen Enegieeruptionen nach der offiziellen Bettruhe hervorgetan hatten, waren nun, einmal im Bett, für jede Minute Schlaf dankbar.

Denn am nächsten morgen ging es gleich weiter mit den Spielen.

Und auch wenn es nun gegen die etwas schwächeren Kontrahenten in den auch für Berliner Verhältnisse sehr gut besetzten Feldern ging, spielten unsere Teams jetzt im Schnitt deutlich überzeugender als am Vortag.

Uneingeschränkt gilt dies für die Mädchen C

Zuerst spielten sie, wie am Vortag, gegen die Mädchen aus Essen. Und auch wenn sie „nur“ mit 1:0 gewannen zeigten sie doch jetzt ein deutlich flotteres und großräumiger angelegtes Hockey als am Vortag, passten auch endlich härter und zeigten sogar 3-D-Elemente. Dass dann Charlotte direkt von draußen kommend binnen 10 Sekunden ihr Torversprechen einlöste, war dann noch eine extra schöne Krönung dieser Partie. Und zum Schluss ging es dann noch in einem „Mini-Finale“ um Platz 5 gegen das starke Team von Schott Mainz. Hier verschliefen unsere Mädels zwar die ersten Minuten und spielten nochmal „samstäglich“, doch als sie erstmal ihren Rhythmus gefunden hatten, absolvierten sie ihr besten Turnierspiel. Da waren schon wieder manche „Gänsehautstaffetten“ wie in der Halle zu bewundern. Das 2:0 Endergebnis bezeichneten auch die unterlegenen Schottis als verdient und zollten unseren jungen Mädels (an diesem Wochenende mehrheitlich 2001er) großen Respekt für ihre offenkundige Leistungsteigerung. Und auch die numerische Bilanz ließ sich am Ende sehen. Die letzten 4 Spiele gewonnen und insgesamt nur eines verloren, bei einem weiteren Unentschieden. Das war trotz Platz 5 die zweitbeste Bilanz im Feld. Derartige Statistik war natürlich nahezu reine Erwachsenesache und so waren es vor allem auch Eltern und Trainer die angesichts des Schlussspurts der unglücklich verpassten Finalrundenchance am Vortag nachtrauerten, denn die Mädels waren am Ende mit sich, ihrem Spiel und den vielen Erlebnissen des Wochenendes vollkommen zufrieden.

Ein gutes Omen somit für den Auftakt der etwas später startenden Jungs.

Die Knaben B

starteten leider noch etwas verschlafen in ihr erstes Spiel gegen den Gladbacher HTC. Verdient gerieten sie mit 0:1 in Rückstand, wachten dann aber auf und machten mächtig Druck. Leider verpassten sie es sich dafür zu belohnen, denn im vollen Kreis spielten sie zu einfach noch zu ungenau. Stattdessen konterte dann der GHTC, erzielte das 2:0 und machte kurz vor ultimo gegen jetzt konsternierte Orange-Blaue den Deckel endgültig zu. Doch unsere Jungs fanden im letzten Match schnell wieder zu ihrem Spiel und konnten das gegen die 2. Mannschaft des Gastgebers auch noch einmal erfolgreich gestalten. Somit platzierten sie sich am Ende mit einer ausgeglichenen Bilanz von 2 Siegen, 2 Remis und 2 Niederlagen. Die nächsten Spiele in der Meisterschaft werden mit entsprechendem Rückenwind angegangen werden können, zumal noch einige spielstarke Jungs den Weg in den Westen gar nicht erst mit angetreten hatten.

Die Knaben C

wollten es vor allem sich selbst nach dem vergurkten Samstagnachmittag nochmal richtig beweisen. Dass aber im ersten Spiel gegen Rheydt 2 nicht nochmal eine Torejagd wie am Vortag zu erwarten war, zeigte sich bereits bei der Begrüßung. Denn der RSV hatte verständlicherweise etwas „aufgerpüstet“ und für dieses Match noch einige Jungs aus der eigenen 1. Mannschaft mit dazu genommen. Dennoch war es unter dem Strich wieder weitgehend ein Spiel auf ein Tor und eine klare Angelegenheit. Allerdings wurde wieder die mangelnde Klarheit im Abschkluss bemängelt, blieb es doch bei 2 Toren. Penaltys wurden auch wieder versemmelt, wobei einer von London sicher zu den kleinen, viel zitierten Highlights zählte. Londi verzichtete einfach mal aufs auszocken und zog vom Kreisrand beherzt ab- auch ne Möglichkeit – leider traf er mit diesem Versuch nur die Latte. Wie bei den Mädels gab es zum Schluss noch ein kleines Finale um Platz 5. Gegner war hier das Team des TSV Bemerode aus Hannover. Wie wir ein Club, der noch lange nicht zu den Etablierten im Land gehört, aber in den letzten Jahr durch gute Jugendarbeit beginnt, auf sich aufmerksam zu machen. Während aber die Knaben B der Norddeutschen eines der stärksten Teams in Rheydt waren, mussten sich die C-Knaben unseren Jungs früh geschlagen geben. In starken ersten Minuten spielten auch unsere jüngeren Knaben im letzten Match ihr bestes Hockey. Leider, sowohl aus sportlicher wie aber vor allem aus atmosphärischer Sicht, gab es nach dem etwa 6 Minuten beim Stand von 2:0 einen Bruch im Spiel. Ein Hannoveraner Junge hatte eine Äußerung eines unserer Spieler völlig falsch als ehrenrührigste Beleidigung verstanden und für einen Moment völlig die Kontrolle verloren. Danach spielten alle Kinder offenkundig reichlich irritiert weiter. Erst in der Endphase, als auch klar war, dass die Wogen wieder geglättet  waren, nahm das Spiel nochmal Fahrt und Niveau auf. Dann konnten sich unsere Jungs auch über einen verdienten 3:0 Erfolg freuen – auch wenn symptomatischerweise Casper, ansonsten einer von etlichen sehr starken Spielern an diesem Wochenende in der letzten Minute noch einen Penalty vergab – vor dem leeren Tor stehend, nachdem er zuvor den Keeper gekonnt ausgetanzt hatte. Aber auch das: die nötige Entschlossenheit, Konzentration, Konsequenz und Cleverness im Abschluss werden unsere verspielten Zockerkönige sich noch aneignen, nachdem sie an diesem Premierenwochenende in der neuen Jahrgangskonstellation zunehmend konzentrierter, zielstrebiger und bereits sehr harmonisch als Team aufgetreten waren.

Sportlich ist somit aus Rotationer Sicht eine positive-Bilanz des „West-Test“ zu ziehen, auch wenn die Teilnahme an den oberen Runden von allen drei Teams durch mehr oder weniger große Samstagsnachmittagstiefs mehr oder weniger unglücklich verpasst wurden. Dennoch kann allen drei Mannschaften bescheinigt werden, dass sie auch überregional mit den starken Teams ihrer Altersklasse gut mitspielen können und durchweg durch schnelles, kreatives Offensivspiel und jede Menge Spielspaß Sympathien gewannen.

Und dass der Spaß auch abseits des Kunstrasenrechteecks bei unseren Kindern ein großer ist, das untermauerte wieder einmal die recht ausgelasenne Rückfahrt. Doch das ist Stoff einer anderen Geschichte…

Ergänzend  zu der hier erzählten sei noch auf die sehr gute Turnierseite des Rheydter SV verwiesen: http://www.hockey-rsv.de/vorturnier/vor_2010/index.php

… mit vielen, vielen Bildern. Einige werden sicher bald auch in Kürze auf dieser Seite erscheinen.

Mit auf großer Fahrt waren

die C-Mädchen: Annabelle, Antonia, Charlotte, Ebba, Elena, Elisabeth, Hannah, Josephine, Lili und Liske

die C-Knaben: Alexander, Anton, Casper, Gabriel, Gustav, Jan, Jonas, Jules, Leon, Linus, London und Rouven

die B-Knaben: Ben, Dario, Joris, Lucca, Lukas, Malte, Max, Michel, Oskar und Tim

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Veröffentlicht am 3. Mai 2010 um 21:56 Uhr

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