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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Memmorie-Cup 2010: Eine zwiespältige Erinnerung

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Kinderturnier, Knaben C, Knaben D, Mädchen C, News

C- und D-Kinder mit zum Teil tollen Ansätzen, viel Spielspaß aber auch noch gehörigem „Sand im Getriebe“ beim großen Frühjahrsturnier des BHC

Den Memmorie-Cup besuchen die Rotation-Kinder nun bereits zum vierten Mal in Folge. Und immer war es ein großer Spaß, gegen starke Konkurrenz zu dem für uns ungünstigen Zeitpunkt selten mit großem Erfolg aber immer mit großem Gewinn für die weitere Saison.

Und, so scheint es zum einen, und so ist es zum anderen zu hoffen war es auch/ wird es auch in diesem Jahr gewesen sein.

Während unsere D- und C-Knaben-Anfänger in diesem Jahr beim 1. Rübezahl-Cup in Köpenick spielten, waren beim BHC neben den Minis drei Fortgeschrittenenteams, Knaben D und C sowie unsere Mädchen C in Hockey- und Memmorie-Action. Und die drei letztgenannten Teams mussten erfahren, dass zu dem frühen Saisonzeitpunkt nach nur, durch unsere spezifische Platzsituation (relativ später Zugang zu weit verstreuten Anlagen, zu für viele Familien erst neu zu justierenden Terminen) wenigen Feldtrainings und durch die bei uns gängige Durchmischung der Jahrgänge in den einzelnen Altersklassen, der Abstand zu den Besten des Jahrgangs doch noch ziemlich deutlich ist.

Eine positive Ausnahme stellten in dieser Hinsicht unsere Jüngsten, die Minis, dar. Nach ihrem Erfolg beim Dubti-A-Cup im März stellten unsere „04er“ abermals unter Beweis, dass sie ihre ersten Hockeyschritte mit viel Elan und einigem Talent hinter sich bringen. Auch beim BHC gab es wieder viele Siege und ein Unentschieden, somi, wie sie stolz verkündeten, den inoffiziellen zweiten Platz.

Konträres mussten hingegen unsere Knaben D erfahren. Im ersten Match trafen sie gleich auf das Team des BHC, das in seinen Reihen etliche für ihren Jahrgang bereits beachtlich starke Einzelkönner versammelt. Das Match ging eindeutig verloren – leider ohne viel Widerstand unserer an sich ebenfalls recht veranlagten Burschen. Und leider wurde das ganze Wochenende von unseren Jungs, bei allem Spaß außerhalb des Platzes, ungewohnt uninspiriert gespielt. Im zweiten Match gegen die in etwa auf dem selben Niveau spielenden Wespen fehlte neuerlich der Biss: 0:1. Dann ging es gegen den bereits technisch deutlich stärkeren SCC. Hier rackerten die Jungs dann endlich, verloren am Ende aber ob des späten Gegentores etwas unglücklich neuerlich mit 0:1. Der nächste Tag begann mit einem sehr wachen und lebhaften „Warm Up“ für das Spiel gegen den vielleicht sogar etwas schwächeren T.C. Blau Weiss. Doch einmal auf dem Platz waren die Lebensgeister wieder weg: 0:2. „Getoppt“ wurde das wohl noch von dem letzten Rundenspiel gegen starke Cöthener. Doch wie schon am Vortag wurde wenigstens im letzten Spiel richtig „Gas“ gegeben. Der zweite Vergleich mit Blau Weiss endete mit einem versöhnlichen 0:0.

Mit dabei waren: Amos, Benno, Jamiro, Jonah, Louis, Luca, Mats, Merlin, Richard, Till

Unsere Mädchen C sind vergleichsweise bereits ein wenig vertrauter mit dem Feld. Zwar haben auch sie noch kein „normales“ Kunstrasentraining absolvieren können, doch waren sie ja bereits in der Vorwoche bei einem Turnier in Rheydt gewesen und hatten sich dort wieder – am Ende auch recht erfolgreich – mit den Usancen des Freiluftspiels vertraut machen können. Leider fehlten mit Elena und Ebba einige der Stärksten des „Gladbach-Teams“ und obendrein verletzte sich auch Annabelle (gute Besserung!) recht früh im Turnier. So war es also von vorne herin klar, dass das Turnier gegen sowieso sehr starke Konkurrenz ein harter Prüfstein werden würde. Das erste Match gegen den Gastgeber BHC wurde gleich mit 0:2 verloren. Wobei Lena, eine unserer (zuletzt hpts. Sieg gewohnten) Jüngeren ihre Überraschung schon während des Spiels zum Ausdruck brachte: „Wieso sind die denn auf einmal so gut?“ Ja, sie sind eben ein Jahr älter als viele bei uns und miteinander und auf dem Kunstrasen bereits recht gut eingespielt. Im zweiten match ging es gegen einen noch besseren Gegner, die sehr engagierten und uns aus Turnieren in Berlin und Gladbach bereits bekannten Mädchen des Club zu Vahr. Hier kämpfte unsere Orange-Blauen jetzt wie die Löwinnen – und konnten trotz eies 0:2 erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Dass dann mit dem jüngeren Jahrgang des BHC ein leichterer Gegner folgte, passte besonders gut. Und auch wenn wir hier noch weitgehend kleinräumiges Hallenhockey, ohne Schlag und „3-D“ spielten, war es doch ganz „ansprechendes“ Hallenhockey – gekrönt mit einem ersten (3:1) Erfolg. Ein weiterer schien dann auch gegen den SCC möglich zu sein. Mit großem Engagement waren unsere Mädels der Truppe, die in Berlin momentan vielleicht das bereits „reifste“ Mädchen C-Hockey spielt, ein gutes halbes Spiel lang – mit der „ersten Sieben“ zumindest ebenbürtig. Doch ausgerechnet eine Unachtsamkeit bei einem Wechsel, obwohl gerade drei Spielerinnen das Feld verließen wurde ein Abschlag ausgeführt- doch wohin?) … – brachte uns aus der Spur. Und nach dem ersten Gegenor entfaltete der SCC seine bessere Spielanlage (zu) frei – und demonstrierte vor allem ein überlegenes Torschussverhalten – 0:4. Der nächste Tag begann besser. Gegen Klipper Hamburg gab es ein ausgeglichenes 0:0 mit einigen guten Chancen auf beiden Seiten. Dieses Remis reichte unter dem Strich aber leider nicht, um sich für das Spiel um Platz 3 zu qualifizieren. So ging es abschließend um Rang 5 nochmal gegen den jüngeren Jahrgang des Gastgebers. Dieses Spiel wurde mit einem wenig glamourösen aber unterm Strich doch versöhnlichen 1:0 Erfolg beendet. Nun gilt es für die Mädels, bald auf dem Feld anzukommen und bald wieder den Hallenspirit zurückzugewinnen. Wär‘ ja auch unheimlich, wenn dieser Truupe immer alles „wie von Zauberhand“ einfach so zufallen würde ;)

Mit dabei waren: Annabelle, Cäthe, Charlotte, Fleur, Friederike, Hannah, Ida, Josephine, Lena, Lou, Lili, Liske, Marla, Sarah

Bereits etws besser auf die Feldsaison eingestellt und harmonischer im Zusammenspiel sind unsere Knaben C. Die haben aber in Rheydt noch eine kleine spielerische Achterbahnfahrt absolviert. Für das BHC-Turnier hatten sie sich daher vorgenommen, es konsequenter anzugehen und um den Turniersieg mitzuspielen. Das erste Spiel gegen die zweite Mannschaft des BHC war da auh recht vielversprechend. Auch wenn der Gegner individuell deutlich unterlegen war, waren die zahlreichen schönen Spielzüge sicher keine Selbstverständlichkeit. Und auch wenn wieder die eine oder andere gute Chancen liegen gelassen wurde, war  doch vor allem das Torschussverhalten durchaus entschlossener als am vergangenen Wochenende. Somit war das 4:0 ein gutes Endergebnis. Am Samstag gab es dann nur noch ein zweites Spiel, aufgrund einer wohl kurzfristigen Absage, gegen ein Mixed-Team. Das Spiel wurde leider etwas nachlässiger angegangen. Dass am Ende 0:2 verloren wurde, war aber ebenso unglücklich wie unterm Strich für das Turnieresultat irrelevant, denn das Spiel stand außerhalb der Wertung. Mit dem Kampf um Punkte ging es dann am Sonntag weiter. Gegen einen großen Namen: UHC Hamburg, nach den Eindrücken und Quervergleichen des Vortags aber durchaus eine lösbare Herausforderung. Nur gab es für die Kinder am Sonntag offenkundig zu viele Veränderungen, als dass sie das spielten, was sie eigentlich können. Drei Jungs, die am Vortag aus unterschiedlichen Gründen hatten absagen müssen, kamen neu dazu. Und betreut wurden sie dieses Mal mit Matze erstmalig an einem Wochenende von einem sicherlich guten Trainer, der die Jungs aber erst genauso kennen lernen muss wie sie ihn. Und dieser Prozess durchlief am Sonntagmittag erstmal ein ergebnistechnisch recht schmerzhaftes Kapitel. Gegen den UHC gab es ebenso eine herbe Niederlage wie im Anschluss gegen Cöthen. Also nix Finale & Co, sondern (wieder) Spiel um Platz 5. Hier schienen sich unsere Jungs dann aber gegen wohl überraschend schwache Wespen wieder gefangen zu haben und reüssierten abschließend mit einem versöhnlichen 7:0. Die Achterbahnfahrt geht also weiter. Die Jungs haben abermals ihr Potential unter Beweis gestellt, ebenso aber auch, dass die beiden Jahrgänge, obwohl auf einem guten Weg, als stabiles Team – vor allem spielersich – erst noch richtig zusammenwachsen müssen. Aber dafür wird es noch ausreichend Gelegenheiten geben, zumal die Feldsaison, mit richtigem Trainig etc., jetzt gerade erst beginnt.

Mit dabei waren: Alex, Casper, Gabriel, Gustav, Jan, Jonas, Linus, London, Luca, Moreno, Viktor

Am Ende ist also wie im Vorjahr das Fazit zu ziehen: Das spielerische Niveau im Kinderbereich wird weiterhin besser und manche Teams demonstrieren bereits eine beeindruckende „Professionalität“ im Auftritt und Zusammenspiel – ein Weg, den wir in diesem jungen Alter nur bedingt bestreiten wollen – und um auf dem Spitzenniveau (so muss man das wohl angesichts der bereits immensen Leistungunterschiede in diesem Alter wohl schon formulieren), benötigen unsere Kinder einfach auch eine Menge Kunstrasenpraxis, ein etabliertes Zusammenspiel – und, für Kinder diesen Alters sicher ganz besonders wichtig: eine Menge Sicherheit durch ein vetrautes und verlässliches Drumherum….

Dinge, die es in den nächsten Wochen zu etablieren gilt.

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Veröffentlicht am 10. Mai 2010 um 12:40 Uhr

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