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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Marie – nicht nur – im Glück. Papageno trifft nicht ganz den optimalen Ton

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Jugend, News, Schulhockey

Der „Tag des Schulhockeys“ in der Sporthalle Schöneberg startet mit einem „Rotationer Finale“.

Alljährlich wird kurz vor Ostern in der Schöneberger Halle, in der sonst der Erstligist Berliner HC seine Bundesligaspiele austrägt, das Berliner Schulhockey mit den Finalspielen in allen Altersklassen gefeiert. In diesem Jahr zum ersten Mal dabei: zwei Schulequipes aus dem Herzen der Stadt. Für das Finale der Klassen 1 bis 4 hatten sich in den Vor- und Zwischenrunden die Papageno GS aus Mitte und die GS an der Marie aus dem Prenzlauer Berg durchgesetzt. Das Rückgrat beider Teams bilden Spielerinnen und Spieler aus den D- und C-Mädchen und Knaben von Rotation.

Insofern trafen also gute alte Bekannte, die sonst oft auch gemeinsam in orange-blau den Schläger schwingen, am frühen Montagmorgen aufeinander. Doch dieses Spiel war für alle schon etwas ganz Besonderes. Ging es dieses Mal doch darum, für die eigene Schule um einen Pokal zu spielen, um den Titel „Berliner Meister“ – und das vor den Augen vieler Eltern, die sich die ersten Vormittagsstunden extra frei gehalten hatten und, das verlieh dem Match gleich eine noch besondere Note, vor den Augen etlicher Klassen der GS an der Marie, die extra den Weg nach Schöneberg auf sich genommen hatten, um ihre Hockey spielenden Klassenkameradinnen und – kameraden anzufeuern. Und für die Marie-Kinder sollte sich der Weg gelohnt haben. Vom Anpfiff an war es ein packendes Match, in dem alle Kinder mit vollem Einsatz zur Sache gingen. Wie zu erwarten waren die körperlich leicht überlegenen Papagenos und dementxprechend auch leicht favorisierten Papagenos zunächst leicht spielbestimmend. Doch die Marie-Kinder verteidigten beherzt und gekonnt: Josi und Linus räumten hinten fast alles ab, so dass Vali im Kasten kaum einmal rettend eingreifen musste. Und im Umschalten nach vorne waren die jeansblau gewandeten Prenzlberger einfach einen Tick schneller als das mittleblaue Mitte-Team. So erzielte Liske bereits recht früh und ziemlich clever nach gekonnter Vorarbeit von Jonas das 1:0. Fortan stürmten weiter die Papagenos. Vor allem die Clubspieler Casper, Jan und Rouven versuchten, das Spiel an sich zu reißen. Die anderen Jungs, die sonst nur in der AG mit Stock und Hugel hantieren, bemühten sich ebenfalls, mussten sich aber erst einmal auf die Intensität und das Tempo einstellen, die die Clubkinder nun in die Partie brachten.

Die Marie agierte vergleichsweise deutlich kompakter – und dank der frühen Erfolgserlebnisse in Abwehr und Angriff auch entschlossener. Auch die begnadesten Papageno-Techniker fanden einfach nicht den Raum, die Kugel einmal klar vors Tor zu bringen. Mitte der zweiten Hälfte setzte dann bei der Mannschaft aus Mitte fast schon so etwas wie Resignation ein. Nun ging bei der Marie erst recht die Post nach vorne ab. Lautstark angefeuert von den zahlreichen eigenen „Schlachtenbummlern“ setzten sie jetzt noch manchen schönen Angriff. Und alle zogen das Angriffspiel mit auf, die dieses Mal souverän hinten verteidigenden und nach vorne klug aufbauenden Josi und Linus ebenso wie Ben und Ludger, die vorne mit viel Engagement und Geschick wirbelten, nicht zuletzt harmonierten vorne aber auch Liske und Jonas als würden sie seit Jahren nichts anderes tun als zusammen auf dem Hockeyfeld zu stehen – tun sie ja auch des Öfteren, nur eben in unterschiedlichen Teams. Aber auch das gegenseitige Zuschauen allein prägt offensichtlich. Nach der Vorentscheidung zum 2:0 legte in der letzten Minuten Liske nach einem schönen Dribbling an der linken Bande Jonas noch „blind“ einen Ball in die Mitte auf, der es sich dort nicht nehmen ließ, mit einem schönen Schlenzer den 3:0 Endstand zu markieren.

Die Papagenos waren natürlich erstmal etwas konsterniert. Die Marie-Schüler hingegen feierten ihre „(Hockey)Helden des Tages“ frenetisch und mit allem, was dazu gehört. Sogar Autogramme mussten die frisch gebackenen Berliner Meister für ihre Mitschüler schreiben … :)

Gemeinsam schauten sich beide Mannschaften dann noch die darauf folgenden Finalspiele der Älteren an. Und sichtlich in den Bann der tollen Hockeyatmosphäre bei der Veranstaltung gezogen, zeigten sich die meisten Papagenos dann mit etwas Abstand doch auch stolz, dieses Finale erreicht zu haben und für ihre Schule den inoffiziellen Titel eines Berliner Schulvizemeisters gewonnen zu haben. Und dieses Gefühl verdichtete sich weiter als es bei der Siegerehrung noch Medaillen, einen schönen Pokal und sogar Hockey-T-Shirts (Mit Zukunftsperspektive – s. Photos) für jedes Kind gab.

Vielen Dank an den BHV für die Ausrichtung dieser schönen Veranstaltung – und allen an diesem Match beteiligten Kindern, wünschen wir noch viele weitere, ähnlich intensive Hockeyhighlights. Ihr ward – alle zusammen – richtig toll!

Glückwunsch an die Silber-Papagenos: Aron, Casper, Ezat, Heinrich, Hans-Helge, Jan, Konrad, Lennart, Luis, Nikolas, Rouven und Tom

und an die Gold-Maries: Josephine, Liske, Ben, Jonas, Linus, Ludger und Valentin

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Veröffentlicht am 31. März 2010 um 9:53 Uhr

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