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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Knaben C beim Hockeycrashkurs. Viel gelernt bei den ersten Spielen im B-Pokal

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Knaben C

Trotz zweier Niederlagen überzeugen unsere „Kurzen“ mit feiner Technik und zunehmend frechem Offensivspiel

3/4-Feld, 2x 25 Minuten, Kurze Ecken – eine Menge Neuland für unsere Youngsters, die am Donnerstag zum ersten Mal ein Punktspiel absolvierten. Und Gegner war gleich ausgerechnet die erste Mannschaft des CfL, die zumindest in puncto Athletik sicherlich zu den stärksten Mannschaften in der Pokalrunde gehören wird. Doch mit guten Spielideen und mit geschicktem Umgang mit Stock und Kugel kann man auch große Jungs manches Mal noch und anders „älter“ aussehen lassen als sie es eh schon sind. Gegen die Neuköllner spielten unsere Jungs eine Halbzeit richtig gut mit, waren anfangs sogar das aktivere Team mit mehr Spielanteilen. Doch da von unseren Jungs gegen die bis zu drei Jahre älteren Neuköllner schon allein ob der Körperlänge (unsere Knaben C sind leider nicht nur im Vergleich zu den Knaben B klein, sondern im Schnitt auch in ihrer Altersklasse eher eine „kurze“ Mannschaft) bestenfalls Casper und London einigermaßen verlässig ihre Laufduelle gewannen und da so etwas wie Gruppentaktik, erst recht „Manndeckung“ und „Verschieben“ bislang (altersgemäß) eher intuitiv praktiziert wird, wurde es schon deutlich, dass der CfL deutlich einfacher und gefährlicher vor unser Tor zu gelangen vermochte als wir. Leider kamen die Gastgeber, als bei uns die Konzentration langsam nachließ und wir uns hinten einfach zweimal den Ball zu leicht klauen ließen, zu zwei Treffern kurz vor der Pause.

Angesichts der spielerischen Kräfteverhältnisse schien es aber zur Pause gar nicht aussichtslos, das nochmal umzubiegen. Doch die Konzentration ließ dann spätestens ab der Mitte der zweiten Halbzeit merklich nach – und um bedingsungslos füreinander zu kämpfen und auch Rückstände, wie noch in der Halle, umzubiegen, kennen sich die Jungs der Jahrgänge 2000 und 2001 als Mannschaft einfach noch nicht wieder gut genug auf dem Platz.  So spielten sie das Match zwar mit merklicher Spielfreude zu Ende, vernachlässigten aber mehr und mehr die Deckung und hatten einfach auch nicht mehr die Kraft, sich in den Zweikämpfen entscheidend durchzusetzen. So endete das Spiel trotz eines guten Rotation-Auftakts den körperlichen Kräfteverhältnissen und den taktischen Erfahrungen entsprechend mit 1:10.

Doch unsere Jungs lernen ja bekanntlich schnell. Nur drei Tage später stand das zweite Match auf dem Programm. Und dieses Mal war der Gegner zwar technisch in der Breite ein klein wenig stärker, aber eben Gott sei Dank auch etwas jünger. Wir spielten gegen die „99er“ des Steglitzer TK. Also insgesamt deutlich bessere Voraussetzungen für ein schönes Match. Zumal sich unsere Jungs jetzt auch von dem ersten kleinen Knaben B-Kulturschock  gut erholt zeigten. Gerade die 2001er, vor wenigen Wochen als D-Knaben gegen Gleichaltrige noch von Erfolg zu Erfolg geeilt, kamen jetzt wesentlich besser damit zurecht, gegen Größere zu spielen und die Chemie zwischen den Jungs stimmte jetzt auch auf dem Platz. Beide Teams spielten von Beginn an auf Augenhöhe, wobei unsere Jungs technisch ein etwas breiteres Repertoire zur Anwendung brachten. Rouven hielt hinten den Laden gut zusammen und verteilte die Bälle schlau – auch wenn da perspektivisch noch mehr über außen geht. Gabriel, Jan und Gustav hatten zunehmend das „näher zum Tor stehen“ als der Gegner verinnerlicht und in den Zweikämpfen klauten sie auch immer wieder souverän die kleine weiße Kugel. Und sich nach vorne mit durchzuzocken liegt ja sowieso in der DNA unserer Burschen. Anton, Jonas, Linus und Viktor wirbelten vorne schon wieder gewohnt frech und auch recht kombinationssicher. Vor allem aber gelang es dem neu gewählten „Capitano“ London und dem seit dem Memmorie-Cup endlich seine Goalgetterqualitäten entdeckenden Casper immer wieder sich mit atembraubenden Zockings durchzusetzen und den Ball vor das Steglitzer Tor zu tragen.

Dennoch mussten unsere Jungs erstmal wieder einen kleinen Nackenschlag hinnehmen. Denn das Konzept „Manndeckung“ ist leider noch nicht ganz in Fleisch und Blut eingegangen. Dementsprechend kamen die Steglitzer mit langen Bällen zweimal gut durch und schossen so ihre Führung heraus. Weitere Chancen des STK konnten unsere Abwehr mit Leon im Kasten immer dann, wenn der Kreis voll war, mit viel Fightingspirit und Geschick gut vereiteln. In die Pause ging es aber mit einem 1:2, da auch Casper eine Ecke noch trocken verwandelte. O.k.: Ecken können wir jetzt schon mal :boxen: :zunge:

Hälfte 2: In vielleicht etwas verklärter Erinnerung: ein fulminanter Sturmlauf unserer Burschen! Doch auch rein objektiv stand in den zweiten 25 Minuten ein deutliches Rotationer Chancenplus zu Buche. Dass viele Gelengenheiten leider ungenutzt blieben, lag aber dieses Mal weniger an der „Rheydt-Krankheit“, dem fahrlässigen Auslassen bester Gelegenheiten als a) dem auch rein körperlich bedingten Problem der Durchsetzungsfähigkeit gegen Größere im engen Kreis und b) einem wirklich starken offensiven STK-Keeper.

Auch bei der Auszeit 2 Minuten vor Schluß war unseren Jungs noch ihr großer Spaß an ihrem Offensivspiel anzumerken. Und sie waren einfach stolz, dass sie schon beim zweiten B-Spiel so gut dabei waren. Und natürlich wollten sie zumindest noch das Unentschieden erreichen. Es gab sogar noch eine große Chance für den neuen Endspurt-Mittelstürmer Gabriel. Doch dann war leider Schluß, Aus, Ende. Jetzt war „natürlich/leiderleider“ erstmal der Schiedsrichter Schuld, dass das Spiel nicht gewonnen wurde, doch mal abgesehen von dieser „Meckerkinderkrankheit“ war es ein tolles Spiel, bei dem fast alle über weite Strecken viel von dem umgesetzt hatten, was sie gegen CfL gelernt hatten. Wenn sie so weiter macht, wird unsere recht junge C-Mannschaft auch im B-Pokal bald ihre ersten kleinen Erfolge sammeln. Viel, viel gelernt und sich auch als Mannschaft weiter gefunden, haben sie bereits jetzt.

Weiter so Jungens!

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Veröffentlicht am 31. Mai 2010 um 12:10 Uhr

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