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Rotation Prenzlauer Berg

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Knaben B: Ein lachendes und ein weinendes Auge. Trotz „Klatsche“ gegen den BHC auf gutem Weg

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Knaben B, News

„Wer verliert schon gern?“ Diese Frage hatte Frank ja bereits in seiner Ergebnisübersicht in Hinblick auf unsere Knaben B aufgeworfen. Und die Antwort lautet ganz klar: Keiner! Auch, und endlich muss man wieder sagen: erst recht nicht unsere Knaben B.

Die Jungs waren nach ihrem Match gegen den großen Titelfavoriten BHC zum einen ein wenig stolz auf ihre Leistung, zum anderen ärgerten sie sich aber auch über das Resultat. Und dass sie das taten und dass sie dazu auch alles Recht hatten, bezeichnete die positive Entwicklung des Teams in der bisherigen Saison.

Im Jahnsportpark war zwar von Beginn an das Team aus Zehlendorf das technisch und spielerisch reifere und druckvollere. Doch ebenso verteidigten unsere Jungs von Beginn an beherzt und gekonnt – da wurde schon vieles von dem im Training gerade neu Erarbeiteten umgesetzt – … und sie konterten auch brandgefährlich. Leider fehlte bei den zwei, drei klasse herausgearbeiteten „100%igen“ noch die Cleverness und das Selbstvertrauen, diese auch zu verwerten. Auf der anderen Seite netzten dann doch die Roten nach knapp 20 Minuten einmal äußerst gekonnt ein. Und danach gab es noch ein kleines Hallenflashback (dort hatten die Jungs gegen den selben Gegner zweimal mit 6 Toren verloren): die Köpfe wurden hängen gelassen, nicht nur vielversprechende Offensivaktionen wurden leichtfertig verdaddelt, es wurde vor allem hinten nicht mehr gedeckt. Und wenn zweimal! zwei! Rote mutterseelenallein vor dem insgesamt sehr starken und präsenten Oskar im Tor auftauchen dürfen, dann lassen sich das Jungs von der Klasse, die die des BHC bereits haben, auch nicht nehmen … 0:3. Da kam die Pause gerade zur rechten Zeit.

Und im zweiten Duchrgang zeigten die Orange-Blauen, wozu sie trotz der nach wie vor vorhandenen individuellen Überlegenheit der Zehlendorfer in etlichen technischen und spielerischen Details in der Lage sind. Der BHC hatte zwar nach wie vor ein Plus an Spielanteilen, doch die Partie gestaltete sich jetzt über weite Phasen fast ausgeglichen. Leider kam der BHC dank eines fulminanten Eckenschlenzers direkt unter die Latte noch zum 4. Treffer, doch unsere Jungs kreierten auch einige gute Gelegenheiten. Den vielleicht schönsten Spielzug des Tages über Joris (aka Mr. Selfpass) und unseren hier mal große Übersicht beweisenden Zockerkönig Josh schloss Consti clever und cool ab. Das gab nochmal Auftrieb.

Jetzt kann man rässonieren: „wenn“ und „hätte“. Wenn wir jetzt noch das 2:4 gemacht hätten … und hätten wir das 0:1 im ersten Durchgang souveräner und ohne kurzzeitigen Einbruch weggesteckt, dann … Ja, dann wäre womöglich mit ganz viel Glück sogar ein bißchen mehr drin gewesen als ein Achtungserfolg. Doch dafür fehlt a) noch ein wenig das Selbstvertrauen (kein Wunder nach der Hallensaison – aber wir sind auf einem sehr guten Weg) und b) auch noch ganz klar die spielererische Klasse des BHC. So passte es am Ende ins Bild, dass die Roten fast aus dem Nichts nochmal einen Treffer markierten, zum letztlich vielleicht etwas zu hoch ausgefallenen 5:1 Endstand.

Aber allein der Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Jungs in diesem Jahr als „normale“ Knaben B auch in der Meisterschaft gut dabei sind. Das Torekonto ist nach wie vor positiv und im Vergleich zum renommierten Tabellennachbarn Wespen haben sich die Jungs gegen den BHC auch ergebnistechnisch gut aus der Affäre gezogen, haben die Jungs des zweiten Zehlendorfer Bundesligaclubs, im letzten Jahr mit dem älteren Jahrgang immerhin auch souveräner Meister in dieser Altersklasse, gegen den BHC gar mit 1:9 die Segel streichen müssen.

Für unsere Jungs heißt es jetzt, dran bleiben, im Training weiter Gas geben und weiter mit viel Spaß und immer schneller und ideenreicher, die weiße Plasstikkugel über die ganze  Spielfeldgröße und auch die oberen Etagen flitzen zu lassen. Dann werden weiter einige Erfolge in der Meisterschaft drin sein … und vielleicht wird es uns nach den Ferien oder spätestens in der Halle auch mal gelingen, einen der Favoriten richtig zu ärgern.

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Veröffentlicht am 10. Mai 2010 um 11:26 Uhr

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