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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Klassisches Aprilwetter, dramatische Matches, eine lange LENZplayersNIGHT und zwei neue Champions

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter 1. Damen, 1. Herren

Die Feldsaison wurde mit dem 3. Lenzturnier erfolgreich und stimmungsvoll eingeleitet

Waren den ersten beiden Auflagen des Damen- und Herrenrückrundenvorbereitungsturniers im Prenzlauer Berg die Wettergötter gewogen gewesen, in dem sie Gäste und Veranstalter mit „Ray-Ban- und Flip-Flop-Wetter“ beschert hatten, war es in diesem Jahr eine metereologisch gesehen primär graue, oft feuchte und ziemlich kalte Veranstaltung. Doch die Hockeyperformance der aus allen Teilen der Republik und aus der dänischen Metropole Kopenhagen angereisten Gästeteams wie der bereits ebenfalls recht ansprechend auftretenden orange-blauen Mannschaften sorgte für ausreichend Farbtupfer und „Hitze“ – auf der Anlage in der Storkower Straße ebenso wie später bei der Players-Night im „Mädcheninternat“.

Ein Charakteristikum des Lenzturniers war bereits bei den  ersten beiden Auflagen 2007 und 2008 (2009 gabe es eine durch die für uns ungünstige Hallenterminierung bedingte Auszeit), dass neben aller sportlichen Ernsthaftigkeit kurz vor Rückrundenbeginn das Miteinander und der Austausch neben dem Platz und abends besonders intensiv war. Und gerade in diesem Jahr war es besonders spannend, denn in allen Matches trafen Teams aufeinander, die sich nicht bereits aus ihren Ligen kannten. Zudem waren alle 6 Gästeteams zum ersten Mal in den Prenzlberg gekommen, so dass viele neue, hoffentlich lang haltende Hockeykontakte entstanden. Wir würden uns natürlich auch sehr freuen, viele der Gäste dieses Jahres immer mal wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Und sportlich war es von Anfang an richtig spannend! Bei den Herren war unser routiniertes zweites Team gegen den VfB Hüls, die sportliche Heimat unserer „Küken-Boys“ Joscha und Nils und derzeit die deutlich dominierende Mannschaft der westdeutschen Verbandsliga, lange auf der Erfolgsstraße, musste kurz vor Schluß aber das ernüchternde 1:2 hinnehmen. Und überaus eng ging es weiter. Die 1. Herren bestritten ihr Auftaktmatch gegen den starken Oberligisten Phönix Lübeck – über weite Strecken zwar optisch überlegen, am Ende dank eines späten Ausgleichstreffers über eine Punkteteilung aber auch nicht unglücklich. Mit besondererer Spannung war der erste Auftritt des dänischen Meisters Orient Lyngby erwartet worden, der sich noch vor wenigen Wochen beim A-Halleneuropapokal bei Rot Weiss Köln u.a. mit den internationalen Stars aus Terrassa und Amsterdam gemessen hatte. Gegen Hüls traten die Dänen auch gleich spielerisch gefällig auf, waren aber in den Kreisen nicht so effektiv wie die Westdeutschen, so dass die Partie ebenfalls mit einem Remis endete.  Ähnlich knapp ging es im Herrenfeld weiter. Nur unser zweites Team musste dem Turniertempo zunehmend Tribut zollen und fiel gegenüber der starken Konkurrenz etwas ab. Eine erste kleine Vorentscheidung hinsichtlich der Pokalvergabe gab es am frühen Samstagabend als Phönix Lübeck im Match gegen das jetzt bereits stärker auftretende Orient Lyngby in letzter Sekunde eine Ecke zum vielumjubelten 2:1 nutzen konnte. Doch auch unsere 1. Herren blieben nach einem 3:2 Arbeitssieg dank toller Moral gegen den VfB Hüls noch im Rennen um den Cup. Doch das Match offenbarte, das bis zum Saisonstart noch einiges taktisch abzustimmen und insbesondere läuferisch draufzupacken sein wird.

Bei den Damen dominierte von Beginn an scheinbar der HC Schweinfurt scheinbar mühelos das 4er-Feld. Nach einer 0:3-Auftaktpackung gegen den fränkischen Regionalligisten hielten sich unsere Damen dann aber gegen den niedersächsischen Oberligaprimus HC Hannover und die Lübecker Damen schadlos, so dass sie sich für die sonntägliche Revanche, das Finale gegen die Süddeutschen qualifizierten. Und dieses Match war dann auch deutlich ausgeglichener – auch als es das Endresultat von 0:2 aussagt. Auch wenn die Schweinfurterinnen die reifere Spielanlage demonstrierten, kam unsere derzeit im Umbruch befindliche Equipe immer wieder zu deutlichen Einschußmöglichkeiten. Doch auch deren beste konnten leider nicht genutzt werden. Und vor dem Kasten waren die Fränkinnen einfach entschlossener und abgeklärter – somit nahm das symphatische Team den Lenz“pott“ verdient für ein Jahr mit an den Main.

Im 5er-Feld der Herren, in dem es ob des Modus „Jeder gegen Jeden“ keine Platzierungsspiele gab, lief es darauf hinaus, dass das Sonntagsspiel unserer Herren gegen Orient Lyngby über den Turniersieg entscheiden würde. Die favorisierten Dänen hatten ob ihrer etwas unglücklichen Auftritte am Vortag ihre Siegchance zwar bereits eingebüßt, sich aber spielerisch zunehmend gesteigert. Gesteigert hatten sich auch unsere Herren, die aber das Match unbedingt gewinnen mussten, um sich über die Tordifferenz vor den Lübeckern platzieren zu können. Doch derlei schien bereits nach 10 Minuten illusorisch. Zu diesem Zeitpunkt des sicherlich spektakulärsten Turniermatches führte Orient bereits mit 3:0, „dank“ dreier kollektiver Defensivfauxpas unseres dennoch recht gefällig gestarteten Teams. Doch Rotation kann auch scheinbar aussichtslose Spiele noch drehen – und das musste jetzt auch der dänische Champion erfahren. Mitte des ersten Durchgangs hatte sich das Team wieder gefangen. Und dank des bald erzielten 1:3 auch neuen Mut geschöpft. Genau zum richtigen Zeitpunkt, fast mit dem Pausenpfiff konnte dann auch noch der Anschluss wieder hergestellt werden. Und in Durchgang zwei folgte ein Auftritt unseres im Vergleich zur Hinrunde weiter verstärkten Ensembles, der für den weiteren Saisonverlauf einiges verspricht. Gut zehn Minuten lang wurde Orient hinten rein gedrückt, Chance um Chance wurde von der starken orange-blauen Offensivabteilung kreiert und hinten waren Aufbau und Kontersicherung jetzt endlich stabil. Doch leider wollte das Runde nicht mehr ins Eckige… Und als die Kräfte etwas nachliessen nutzten die Dänen einen kollektiven Aufmerksamkeitsabfall unseres nahe am konditionellen Limit spielenden Teams zu einem Musterkonter über sechs Stationen zum 2:4. Nur noch 7 Minuten. Die Entscheidung? Mitnichten! Rotation packte doch nochmal eine Schippe drauf – und netzte im Endspurt zweimal. Angesichts der gezeigten Energie, des Willens, der spielerischen Qualität – und auch des taktischen Fortschritts und sowie im Finish der Effizienz im Angriff war dann auch keiner im „Rotation-Camp“ böse darüber, dass der Pott auch bei den Herren nicht an der Spree bleibt sondern in die Marzipan-Stadt an das insgesamt auch noch etwas kompaktere Phönix-Team geht.

Hier die Turnieresultate im Überblick: 3. Lenzturnier 2010_Resultate

Nach den Spielen gab es dann für viele Rotationer noch die mit dem Abbau verbundene „9. Halbzeit“ und ein gemütliches „Chill-Out“ auf der Ella-Kay. Und bei jetzt endlich schönem Wetter wurde davon geträumt, Events wie das Lenzturnier doch ebdlich mal „zu Hause“ auf einem guten Kunstrasen austragen zu können. Na, vielleicht klappt’s ja bei der 5. Auflage….

Bis dahin freuen wir uns auf einige Wiedersehen mit den Gästen dieses Jahres und wünschen allen Beteiligten eine erfolgreiche Feldsaison.

Bilder und Meinungen finden alle Teilnehmer und Interessierten in Kürze natürlich auf unserer Turnierseite www.lenzturnier.de

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Veröffentlicht am 12. April 2010 um 17:58 Uhr

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