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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Jede Menge Spaß, Riesenhockeybegeisterung – und vielfach erfolgreich betretenes Neuland

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Kinderturnier, Knaben D, Mädchen D

Unsere D- Mädchen und D-Knaben beim traditionellen Nikolausturnier des TuS Lichterfelde

Ihren ersten großen Saisonhöhepunkt haben unsere beiden D-Mannschaften am vergangenen Wochenende beim TuS Lichterfelde hinter sich gebracht. Und sie hatten dabei jede Menge Spaß und auch einigen Erfolg.

Den (Prenzlbelberger) Anfang machten am Samstagmorgen unsere D-Mädchen. Dem regelmäßigen Besucher dieser Zeilen wird nicht verborgen geblieben sein, dass sich hier in den letzten Wochen und Monaten eine ganz tolle, bereits schon reichlich hockeyverrückte Bande junger Mädels zusammengefunden hat, die, obwohl viele gerade erst ihre ersten Hockeygehversuche unternehmen, immer besser zusammenspielt. Nachdem zuletzt einige D-Anfängerspieltage mit zum Teil schon überdeutlichen Erfolgen bestritten wurden, absolvierten die Mädels nun ihr erstes richtiges Fortgeschrittenenturnier. Die Spannung war entsprechend groß. Mit gewohnt großem Engagement und großer Begeisterung gingen die Mädels aber auch in dieses Turnier. Und der erste Kontrahent, die Mädchen des T.C. Blau-Weiss hatten dem – für uns etwas überraschend – nicht allzu viel entgegen zu setzen. Das erste Spiel wurde gleich mit 3:0 gewonnen. Der zweite Gegner, das Team des Berliner HC, erwies sich dann aber als deutlich stärker. Dennoch: In den ersten beiden Dritteln der Spielzeit zeigten sich unsere Mäels ob ihrer Power als nahezu gleichwertig. Erst als unseren beiden einzigen Mädels, die bereits länger als 1 Jahr Hockey spielen, Marla und Sarah zunehmend die Puste ausging, konnte sich der BHC mit seiner im Schnitt noch überlegenen Technik und Spielübersicht durchsetzen. Das Spiel endete mit einem leistungsgerechten 0:2. Somit kam es im letzten Gruppenspiel gegen TuS Lichterfelde zu einer Art Viertelfinale. Wer gewinnt, steht im Halbfinale. Uns reicht aber auch ein Remis, um am Sonntag weiter um die Pokale mitspielen zu können. Und es zeigte sich erneut ein Bild wie zuvor gegen den BHC. Ein von beiden Teams auf Augenhöhe und mit viel feuer bestrittenes Match, in dem unseren Mädels am Ende aber etwas die Puste auszugehen droht. So hatten wir kurz vor Schluss einmal Glück, dass ein vermeintlich mit dem Fuß erzieltes Gegentor nicht gegeben wurde. Einmal tief durchatmen und dann nochmal zum Angriff blasen… Nun hatten wir eine Riesenchance, konnten die aber zu zweite frei vor dem Tor nicht verwandeln. Nächster Angriff, wieder TuSLi: Ein harter Schuss, die TuSLi-Spielerin rutscht aber um Haaresbreite an der Kugel vorbei, die aber dennoch ins Gehäuse trudelt … Die jungen Schiedsrichter pfeiffen erst einmal Tor. Doch fairerweise geben auch die Trainer und Eltern des Gastgebers an, dass der Ball von außerhalb ins Tor geschossen worden war, weswegen unsere Keeperin ihn auch passieren gelassen hatte. Also offiziell kein Tor, 0:0 – und damit das Semifinal-Ticket für Rotation. Die Mädels freuten sich zwar darüber, aber doch weniger ausgelassen und eher etwas erleichtert als sonst. Zudem taten ihnen jetzt auch die TuSLi-Mädels leid, für die das jetzt ja auch ganz schön blöd sein müsse…

Der Halbfinalgegner wurde dann am Nachmittag ermittelt. Und es gab von Anfang an keinen Zweifel, dass dies die Mädchen des SC Charlottenburg sein würden, die ihrer Konkurrenz in der – deutlich schwächeren – anderen Gruppe turmhoch überlegen waren. Beobachten durften dies unsere ebenfalls am Samstagnachmittag antretenden Knaben D. Hier waren wir mit einem Mix aus einem bereits sehr spielstarken Kern von 7 „routinierten“ Jungs des älteren D-Jahrgangs, zwei „03ern“ und zwei ebenfalls bereits nachhaltig vom Hockeyvirus infizierten, talentierten Anfängern angetreten. Der „erste Anzug“ präsentierte sich das ganze Turnier über als sehr spielstark und vor allem technisch auch im Vergleich zu den anderen starken Teams bereist recht reif. Und auch die „Bankspieler“ zeigten vielversprechende Anlagen, doch waren die anderen Teams in der Breite allesamt noch deutlich ausgeglichener besetzt. Doch da kommen wir bald auch noch hin. In den ersten beiden Matches gegen Eintracht Celle und TuS Lichterfelde konnte dieses Gefälle auch noch gut kompensiert werden. Am Ende wurden beide Spiele deutlich gewonnen. Schwieriger wurde es schon gegen den SC Charlottenburg. Doch auch dem SCC gegenüber haben die Jungs schon merklich aufgeholt. Anfangs machten sie mächtig Druck und hatten auch Riesenchancen. Einen Schuß von Merlin konnte ein Charlottenburger Junge auch nur abwehren, indem er mit dem ganzen Körper auf die Linie rutschte. Die etwas perplexe Schiedsrichterin entschied auf einen der wahrscheinlich ersten Siebenmeter in der neueren Geschichte des Knaben D-Hockeys :ooPPss: . Der an dem Wochenende bärenstark spielende aber in dieser Situation nicht minder „perplexe“ Mats vergab diesen aber leider. Ebenso wie wenig später Luca nach einem tollen Querpass von Amos bedauerlicherweise nicht rechtzeitig den Schläger runterbekam, um die Kugel ins leere Tor zu schieben. Auf der anderen Seite nutzte der SCC dann in der Endphase zwei von drei Situationen resolut, in denen unsere Jungs mit Mann und Maus und gänzlich ohne Sicherung nach vorne stürmten aber die Kugel verloren. Ein absolut ärgerliches 0:2. Bliebe noch das Spiel gegen den traditionell starken Club zur Vahr aus Bremen, um sich einen der beiden ersten Gruppenplätze und damit die Chance, am Sonntag um einen Pokal mitzupielen, zu erhalten. Doch im vierten Match in den Abendstunden war den Jungs (beider Teams) deutlich anzumerken, dass die Konzentration nicht mehr voll da war. Es war ein intensives aber vor allem kämpferisch überzeugendes Spiel, das – am Ende für uns etwas glücklich – mit einem 0:0 Remis endete. Damit war die Entscheidung, ob am nächsten Tag das Spiel um Platz 3 oder jenes um Platz 5 bestritten werden sollte, auf den Sonntagmorgen vertagt, an dem die Teams aus Celle und Bremen zum Gruppenabschluss noch ihre Schläger kreuzen sollten. Leider blieb die niedersächsische Schützenhilfe aus und wir musste mit dem Match um Platz 5 vorlieb nehmen.

Tag 2 (D-Day :zunge: )

Den Anfang machten wieder die Mädels, im Spiel gegen die torhungrigste Turniermannschaft, die Mädchen des SCC. Doch im direkten Aufeinandertreffen relativierten sich die Charlottenburger Erfolge des Vortages merklich. Über weite Strecken war es heißer Fight auf Augenhöhe. Wie im Match gegen den BHC kompensierten unsere Mädchen ihre zweifelsohne noch vorhande, schlicht erfahrungsbedingte technische und „taktische“ Unterlegenheit mit viel Leidenschaft. Am Ende mächtig ärgerlich aber angesichts der spielerischen Kräfteverhältnisse doch verdient, zogen die SCC-Mädels „dank“ eines abermals äußerst umstrittenen einzigen Tor des Spiels ins Finale ein. Dieses Mal war die Kugel wohl offensichtlich im Toraus gewesen, bevor sie eingenetzt werden konnte. Doch dieses Mal hatten unsere Mädchen nicht das Glück einer die Schiedsrichterentscheidung revidierenden TuSLi-Trainer- und Elternschaft. Also Spiel um Platz 3 – ebenfalls ein großer Erfolg!

Bevor dieses bestritten werden sollte, gab es nun aber noch die Jungs anzufeuern, die direkt vorher auf das Team des T.C. Blau-Weiss treffen sollten. Und es war das fast schon gewohnte Turnierbild. Die Startbesetzung machte mächtig Dampf und Angriff auf Angriff ging in Richtung gegnerisches Tor. Doch dort fehlten noch ein wenig die Ideen und die Durchschlagskraft. Als dann aber immer mehr durchgewechselt wurde, verlagerte sich das Geschehen zunehmend in die eigene Hälfte. Das hatte aber auch aus Rotation-Sicht neben der Spielpraxis für die Anfänger gegen einen erneut richtig starken Gegner noch einen Vorteil. Es bot sich nun viel, viel Platz für Konter, die immer wieder vom unermüdlich Bälle von Blau Weissen Schlägern stibitzenden Ari eingeleitet worden. Doch dieser konnte leider aufgrund wiederholt noch zu unpräzisen Spiels ebensowenig genutzt werden wie die Blau Weissen zu klaren Chancen kamen. Am Ende stand somit ein leistungsgerechtes 0:0-Remis und die charmante Entscheidung der Turnierleitung einen geteilten 5. Platz zu vergeben, worüber sich beide Mannschaften auch offenkundig sehr freuten.

Zum Rotation-Tages-Showdown und zum Spiel um Platz 3 von den Coaches Christian und Martin bis in die Haarspitzen motiviert, liefen unsere D-Mädchen gegen den Mariendorfer HC auf. Die „Taktik“, die erfahrensten und druckvollsten Spielerinnen nach vorne zu stellen und gleich „rotationstypisch“ voll drauf zu gehen, ging von Anfang an gut auf. Das Geschehen spielte sich früh vorrangig in der Hälfte der Gelben ab – und dort blieb es auch. Treffend für die Charakteritisierung des Spiels waren dann auch die im Nachhinein getroffenen Äußerungen zweier unserer neuen Mädels. Rosa: „ich habe heute mein allerbestes Spiel gemacht, habe ich gut konzentriert und gute Pässe gespielt“; Eva: „es hat einen RIESENSPASS gemacht und die Tore konnte ich so gut schießen, weil die anderen hinten so toll die Bälle geklaut und so schnell nach vorne gepasst haben.“ Ach ja, neben Eva trafen noch unsere beiden „Routiniers“ Marla und Sarah, und das Spiel endete mit einem von unseren Mädels viel bejubelten 4:0. Beim ersten Fortgeschrittenenturnier gleich Platz 3! Und dabei so tolles, engagiertes Hockey gespielt!!! Wer hätte das gedacht?

Am Ende schauten sich unsere Jungs und Mädels noch gemeinsam und ihre jeweiligen Favoriten lauststark anfeuernd die beiden spannenden Finalspiele zwischen dem BHC und dem SCC bei den Mädchen und Bremen und Köthen bei den Jungs an. Bei den Mädchen trat die Roten aus Zehlendorf die Rotation-Nachfolge als Titlegewinnerinnen an, bei den Jungs ging der Siegerpokal ins Anhaltinische nach Köthen.

Unterm Strich kan von diesem Turnier mitgenommen werden, dass sich auch in diesem Jahr wieder zwei tolle, vielversprechende D-Kindermannschaften bei Rotation zusammengefunden haben, die total hockeybegeistert sind und die zunehmend besser mit den Teams der großen Clubs so gut mithalten können, wie es bei Jungs und Mädels bereits seit längerem in den Jahrgängen 2000 und 2001 gelingt – vor allem dank des tollen Engagements auch der Elternbetreuer – und -coaches.

Es ist zu hoffen, dass sich diese Entwicklung für die gegenwärtigen D-Kinder wie für die nachfolgenden Jahrgänge fortsetzen und stabiliseren lassen wird, auf das noch viele derart mitreissende Matches von Rotationkinderteams auf hohem Niveau geführt werden können wie an diesem Wochenende – denn die machen, egal ob da mal ein Tor mehr oder ein Tor weniger in dieser oder in jener Richtung fällt und unabhängig davon, welche Farbe der Pokal am Ende hat, einfach eine Menge Spaß und evozieren eine mitreissende Energie.

Es spielten bei den Knaben D: Amos, Ari, Fynn, Jamiro, Jonas, Lorenz, Luca, Marvin, Mats, Merlin, Richard – es betreuten und coachten: Käthe, Micha und Robert

Es spielten bei den Mädchen D: Annika, Cäthe, Charlotte, Doro, Ella, Eva, Johanna, Lydia, Marla, Rosa, Sarah   – es betreuten und coachten: Christian, Martin und Robert

Keep on Rocking Boys & Girls!!! :emo: :dance:

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Veröffentlicht am 6. Dezember 2010 um 14:57 Uhr

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