Home Kontakt RSS Feed

Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Ein schönes, rundes Hockeyfest. Der 4. Abrafaxe-Cup ist Geschichte

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Kinderturnier, Knaben C, Knaben D, Mädchen C, Mädchen D

… und das mit dem Kinderbereich größer gewordene Turnier präsentiert sich als „ausgewachsen“ und wohl gediehen

Es war einfach ein schönes Sportfest, bei dem allen Beteiligten anzumerken war, dass es ihnen eine große Freude war, sich am Ende einer langen Hallensaison noch einmal miteinander zu messen und miteinander Hockey, mit allem, was dazu gehört, zu feiern. Das Besondere an diesem 4. „A-Cup“ war, dass jetzt zum ersten Mal ein volles Hallenturnier in allen vier D- und C-„Konkurrenzen“ im Prenzelberg ausgespielt wurde. Erstmals auf dem ganzen Feld und über zwei Tage mit dabei waren die Mädchen.

Und aus der Parität, es spielten bei beiden Geschlechtern 2x 8 Teams, also über 300 Kinder, aus 18 verschiedenen Clubs aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, erwuchs eine besonders herzliche Atmosphäre, nicht nur, weil sich die Jungs und Mädels gerade bei den Finalspielen auch gegenseitig laut anfeuerten. Ermöglicht wurde die positive „A-Cup-Stimmung“ vor allem durch die akribische Vorbereitung eines mittlerweile routinierten Organisationsteams und durch die mit viel Herz und Charme geleistete „Arbeit“ Dutzender Rotation-Eltern am Buffet, bei der Turnierleitung, bei dem Kinderprogramm und gemeinsam mit einigen wenigen Herren- und Knaben B-Spielern auch an der Schiripfeife.

Bestnoten haben sich aber vor allem die Hauptakteure, die Kinder, durch ihren Umgang mit Stock und Kugel und durch ihren Team- und Sportsgeist verdient. Da auch einige der stärksten ostdeutschen Teams ihrer Altersklasse den Weg in die Woelckpromenade angetreten hatten, war das spielerische Niveau zum Teil beachtlich. Und aus Gastgebersicht natürlich besonders erfreulich war, dass sich die orange-blauen Teams besonders stark präsentierten und in allen Altersklassen bis zum Ende mit im Rennen um die vorderen Plätze waren.

Unsere in dieser Saison bereits mehrfach erfolgreichen D-Mädchen unterstrichen von Anfang an ihre leichte Favoritenstellung und spielten sich mit starken Auftritten auch in das erste der vier Finalspiele. Hier trafen sie auf die Mannschaft von Zehlendorf 88. Und die Mädels meisterten diese Aufgabe mit beeindruckender Souveränität. Vor einer tollen Kulisse erdribbelten und erpassten sie sich hochkonzentriert und mit enomer Laufbereitschaft  ein deutliches Übergewicht und konnten am Ende verdient den Gewinn des erstmalig ausgespielten Abrafaxe-Wanderpokals bejubeln. Und gefeiert wurde, wie bei dieser symphatischen Truppe üblich, gemeinsam mit den Freundinnen der Mädchen C auch ausgiebig.
Dieselbe Finalpaarung, Z 88 gegen Rotation, gab es dann auch im zweiten Finalspiel bei den Knaben D. Und diese beiden Knaben D-Mannschaften verbindet eine irgendwie schon besondere gemeinsame Geschichte. Seit Minitagen gibt es heiße Duelle, die damals meist zugunsten der gelb-schwarzen ausgingen. Und seitdem stehen sich beide Teams regelmäßig in Endspielen in und außerhalb von Berlin gegenüber. Und wie auch sonst in den von freundschaftlicher Rivalität getragen Aufeinandertreffen ging es auch hier gleich mit offenem Visier voll zur Sache. Zunächst mit klaren Chancen für Rotation, dann aber mit einem zunehmenden Übergewicht für die Zettis. Doch unsere local heroes verteidigten, von einem großen Publikum lautstark angefeuert, leidenschaftlich und zeigten bei schnellen Kontern, was sie spielerisch schon alles drauf haben. Einen besonders schönen Angriff schlossen sie dann auch einige Minuten vor Schluss zum 1:0 ab. Und das ließen sie sich nicht mehr nehmen. „Rotation-Festspiele!?“ dachten viele in der Halle.
Denn auch im dritten Finalspiel, dem der Mädchen C, stand völlig überraschend das Team aus dem Prenzelberg. Unsere älteren Mädels hatten im Semifinale sensationell ihren – symphatischen – „Angstgegner“ aus Osternienburg geschlagen. Sensationell war das vor allem, weil die O.burgerinnen im Schnitt ein Jahr älter und entsprechend größer waren und weil sie nicht nur über mehr Härte sondern auch über die deutlich reifere Spielanlage verfügen. Deswegen hatten sie unsere Mädels schon im Sommer zweimal hoch geschlagen. Dieses Mal erkämpften sich unsere sich an sich selbst berauschenden Meisjes aber aufopferungsvoll ein 0:0 – und waren im Siebenmeterschießen einfach cleverer/entschlossener/glücklicher? Im Finale ging es dann gegen den, ebenfalls favorisierten, Berliner HC. Es war ein offenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Roten. Doch auch wenn es zu Beginn so aussah, als hätten unsere Mädel ihr Pulver im Semifinale bereits verschossen, demonstrierten sie doch ihren tollen Spirit. Nach frühem Rückstand erzielten sie noch das 1:1 und hatten sogar noch zwei gute Chancen, in Führung zu gehen und die Rotation-Party fortzuführen. Doch letztlich gewannen die technisch bereits etwas reiferen Zehlendorferinnen doch noch mit 2:1. Die Tränen unserer Mädels waren dann auch bald getrocknet. Es blieb der Stolz auf die eigene Leistung und die Freude über die tolle Turnieratmosphäre.
Zu dieser hatten gerade unsere Knaben C mit ihrem leichten und flüssigen Spiel an Samstag viel beigetragen. Es war eine große Freude, ihnen zuzuschauen. Doch im locker und leicht erreichten Halbfinale gegen den T.C. Blau Weiss zeigten sie sich zunächst überrascht von der Aggressivität und Entschlossenheit des Gegners – und gerieten schnell mit 0:1 ins Hintertreffen. Bis die Jungs sich berappeln konnten, dauerte es eine ganze Weile, dann zeigten sie aber noch ein paar Minten tolles Hockey, erkämpften sich den Ausgleich und drängten bis zur letzten Sekunde auf die Entscheidung. Doch die musste, wie bei den Mädchen, im Siebenmeterschießen fallen. Und sie fiel hier zu Ungunsten des Gastgebers. Während unsere Jungs auch im Spiel um Platz 3 gegen den am Vortag noch souverän bezwungenen SC Charlottenburg ihren spielerischen Faden nicht mehr so recht wiederzufinden vermochten und letzten Endes Platz 4 belegten, schlugen die Grunewalder in einem auf hohen Niveau geführten Finalspiel den Vorjahressieger, den Cöthener HC 02, und nahmen nun ihrerseits den ersten Wanderpokal mit ans Roseneck.

Vor den Halbfinalisten und Pokalgewinnern hatten am Sonntagvormittag aber auch die um die Plätze 5-8 spielenden Teams tolle, leidenschaftliche Leistungen gezeigt. Jedes Tor wurde ausgiebig bejubelt und auch Mannschaften wie die Knaben D der Berliner Bären, die sich vorher durchaus auch  berechtigte Chancen auf den Turniersieg ausrechnen durften, freuten sich „wie Bolle“ über ihren Sieg im Spiel um Platz 5 gegen TuS Lichterfelde. Und ganz stark war in dieser Altersklasse auch das Spiel um Platz 7 zwischen den beeindruckend spielenden Jungs von TiB und der hpts. mit ebenfalls sehr talentierten Jungs des Jg. 02 besetzten Mannschaft „Rotation 2“. Beide Teams schenkten sich Nichts, aber gingen nach dem knappen TiB-Erfolg doch gleich wieder fruendschaftlich miteinander um und freuten sich gemeinsam über ihr tolles Spiel.
Noch zu erwähnen aus Gastgebersicht ist unbedingt das kämpferisch ebenfalls überzeugende zweite Team Knaben C-Team von Rotation 2, das am Ende Platz 7 belegte, und das im Turnierverlauf vor allem einen bis dahin noch nicht gekannten Teamgeist entwickelte. Kompliment Jungs!

Hier die Resultate des 4. Abrafaxe-Cups in der Übersicht 4. Abrafaxe-Cup_Resultate

Die Rotationer sagen derweil Danke an alle Gäste, die durch ihr Kommen und ihr freundschaftliches Auftreten dieses tolle Hockeyfest ermöglicht haben. Wir freuen uns auf viele Wiedersehen in der bevorstehenden Feldsaison.

Zurück
Veröffentlicht am 8. März 2010 um 20:39 Uhr


Eine Antwort zu “Ein schönes, rundes Hockeyfest. Der 4. Abrafaxe-Cup ist Geschichte”

  1. Frank Haustein schrieb am 17. März 2010 um 10:23 Uhr:

    Ich möchte es nicht versäumen allen die unser großartiges ABRAFAXE-Turnier vorbereitet, organisiert und durchgeführt haben sehr herzlich zu danken. In der Organisation und Durchführung eines solchen Turnieres steckt viel, viel Arbeit und ohne die Hilfe der zahlreichen Helfer insbesondere auch aus der Elternschaft ist ein solches Turnier nicht machbar. Dafür nochmals DANKE. Danken möchte ich auch unseren Trainern und Übungsleitern, die Woche für Woche unsere Kinder trainieren und betreuen. Der sportliche Erfolg beim Turnier und die Freude unserer Kinder am Hockeyspielen ist sicher Lohn für die Mühe. Danken möchte ich auch den Schiris, insbesondere denjenigen aus unserem Nachwuchsbereich. Schließlich ist ohne die Spielleitung durch Schiris kein Hockeyspiel möglich. Frank Haustein als Sportwart