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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Die Knaben C zum Jahresabschluss beim MHC: Sie woll(t)en doch nur spielen …

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Kinderturnier, Knaben C

ein Bericht von Heike Deutschmann und Ilja Freund

… das zeigte sich bereits am Abend vor dem zweiten Tag des Froschturniers.

Über die Ergebnisse der drei Spiele vom Samstag war ich über meinen „Liveticker“ informiert worden: Rouven hatte mich – hörbar stolz – telefonisch über das 7:0 gegen Iuventa aus Polen und das 4:0 gegen TusLi informiert. Als Casper und er dann am Abend zu uns nach Hause kamen, waren es noch einmal drei Tore (gegen den MHC) mehr. Zusammen also 14 Tore und kein einziger Gegentreffer.

Am nächsten Tag sollten zu den siegreichen Sieben (… Feldspielern) und dem ungeschlagenen Torwart Lucca noch Joris (einer unserer 1999er B-Knaben) und Leo (der sich in den letzten Wochen toll entwickelt und in die Fortgeschrittenen-Mannschaft gespielt hat) dazukommen. Doch die Ankündigung löste zu meiner Überraschung zunächst nicht nur Freude aus: „Och neee, dann haben wir ja noch mehr Auswechselspieler …“ nölte Casper. Ja, sie wollten spielen. Und zwar so viel wie möglich.

Doch glücklicherweise war auch die Mannschaft vom nächsten Tag eine Mannschaft und die Kids trugen ihre Spielpausen mit Fassung. Das Nörgeln, das uns die Saison hindurch begleitet hatte und auch die Vorbehalte gegenüber den „Neuen“ (teils länger dabei als unsere Jungs, jedoch in keinem einzigen Fall wirklich „neu“) blieb aus.

Die Einteilung von Ilja wurde ohne Meckern (na ja, wenigstens fast …) akzeptiert und die Mannschaft trat zum ersten Spiel gegen Großbeeren an. Angriffslustig spielten die Jungs auf und zeigten, was sie konnten. Leider führte das offensive Spiel prompt zu zwei Verletzten auf Großbeerener Seite, was deren ohnehin nervös wirkenden Trainer fast aus der Fassung brachte. Doch glücklicherweise blieben weitere Blessuren aus und das bis dahin etwas hölzerne Spiel der Jungs wurde geschmeidiger. Die Mannschaft des engagierten Großbeerener Trainers musste sich entsprechend mit 0:4 geschlagen geben.

Auch das anschließende Spiel gegen den SHTC wurde gewonnen. Alle Jungs erledigten Ihre Aufgaben mit Bravour. Sowohl die starke Offensivabteilung, als auch die Abwehr konnten erneut überzeugen. Im Sturm durften Ben, Casper, Jan, Leo und Max zaubern. Mit zunehmender Spieldauer wurde sogar öfter der freie Mitspieler gesehen, sodass mitunter sehr ansehnliche Kombinationen zustande kamen. Tolle Unterstützung kam dabei auch aus der Abwehr. Mit aggressivem Pressing wurde der Gegner früh unter Druck gesetzt und schnelle Konter eingeleitet. Einzig leidtragender dieser Taktik war Lucca, der herzlich wenig zu tun bekam.

Das sollte sich jedoch beim Spiel gegen TiB ändern. Zunächst ohne die etablierte Startaufstellung waren unsere Jungs ein wenig unsicher. Die frühere Mannschaft unseres bis dahin wenig geforderten Torwart-Asses Lucca, sollte scheinbar leichte Beute werden. Doch was war jetzt los? Ausgerechnet gegen TiB fanden unsere Jungs zunächst nicht ins Spiel und das eine kleine Ewigkeit lang. Und es kam, was kommen musste: das erste Tor – und zwar für TiB. Doch dieser Dämpfer war für unsere eventuell etwas überdrehten Knaben offensichtlich wichtig und richtig. Das Spiel wurde ruhiger. Und trotz der geringen Restspielzeit erarbeiteten sich die Jungs zunächst den Ausgleich und dann den Siegtreffer. Die Abwehr um London, Rouven, Joris und Alex hielt wieder bombensicher. Vor allem also ein wichtiger Sieg für den Kopf, nachdem man den ersten Turnierrückstand umgebogen hatte.

Derart psychisch gestärkt war das letzte Spiel dann noch einmal ein richtiger Augenschmaus. Das Spiel fand in der unteren Halle statt und so konnten wir stolzen Eltern vor dem Spiel beobachten, wie sich die Rotations-Mannschaften gemeinsam die Zeit vor dem Spiel vertrieben und die C-Knaben dann offensichtlich sehr entspannt ins letzte Spiel gegen den STK gingen. Wieder wurde sehr elegant, trickreich und meist präzise gepasst (wie auch kurz darauf bei den Knaben D!), den Gegnern wurde reihenweise der Ball von der Schippe genommen und das Spiel ging zielstrebig in eine Richtung: das gegnerische Tor.

Grundsätzlich ließ sich an diesem Sonntag sehr viel Schönes beobachten: neben zahlreichen tollen Einzelaktionen, beispielsweise von London, der sich in Bestform samt Ball immer wieder durch die gegnerischen Reihen tänzelte zeichneten sich alle Spiele des Sonntags vor allem dadurch aus, dass die Jungs – bis dahin eine Ansammlung von begabten Individualisten – offensichtlich als Mannschaft zusammengefunden hatten und reihenweise in die Trickkiste griffen um die Bälle mit viel technischer Raffinesse an den jeweiligen Gegnern vorbeizupassen. Die gegnerischen Tore wurden kraftvoll attackiert, manchmal etwas zu kraftvoll … einige Millisekündchen Bedenkzeit vor dem einen oder anderen Schuss hätten vielleicht für weitere Treffer gesorgt. Aber bei 28 Toren in insgesamt 70 Spielminuten haben die Jungs offensichtlich mehr richtig als falsch gemacht.

Das Froschturnier war der gelungene Abschluss eines Jahres voller Höhen und Tiefen. Für eine Mannschaft, die sich und auch den Trainern das Leben nicht immer leicht macht. Vielleicht das Ergebnis einer positiven Entwicklung? Können wir bald sagen: … gemacht hat?

Que será? Warten wir auf das kommende Jahr …

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Veröffentlicht am 1. Januar 2010 um 18:55 Uhr

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