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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Sommer, Sonne, Hockeyfest. Vier Rotation-Teams beim Memmorie-Cup des BHC

Veröffentlicht von rOkA | Abgelegt unter Jugend, Knaben D, News

Sonne und Hockey satt gab es an diesem Wochenende für viele Prenzlberger Hockeykinder beim großen Mini- und D-Kinderturnier des Zehlendorfer Traditionsvereins. Unsere Minis, die Mädchen D und zwei Teams der Knaben D (Anfänger und Fortgeschrittene) rannten mit großer Inbrunst auf der Jagd nach Toren und Punkten über den Kunstrasen an der Wilskistraße. Ein tolles Erlebnis war es für alle, Kinder, Eltern und Trainer; gelernt haben ebenfalls wieder alle vier Teams und wirklich alle Kinder konnten im Turnierverlauf ihr Spiele auch deutlich weiter verbessern. Und am Ende gab es dann auch noch tolle Preise und Erinnerungsstücke. In Hinblick auf die sportlichen „Erfolge“ im Sinne von Platzierungen gab es allerdings doch ein paar Unterschiede.

Unsere ganz junge Minimannschaft machte eine Reihe toller Spiele und die Kinder zeigten mit viel Einsatz ubild2111 nd Bewegungsfreude, welche tollen Fortschritte sie in den letzten Wochen im Training mit Jeanette und Micha schon gemacht haben. Mehr als ein Remis sprang allerdings noch nicht heraus, zu deutlich sind doch die allein „biologisch“ bedingten Leistungsunterschiede zwischen dem Gros unserer am Samstag wieder zahlreich zum Einsatz kommenden „04er“ und der bei den anderen Clubs vorrangig spielenden Jungs des Jahrgangs 2003.

Auch bereits einigermaßen errtragreich spielten unsere Knaben D Anfänger, vorrangig Jungs des Jahrgangs 2002, die zuvor in der Saison noch einiges Lehrgeld zu zahlen hatten. Doch schon in den Samstagsspielen war es zumeist knapp. Am Sonntag wurde es dann in drei Matches auch spielerisch deutlich besser. Mit einem toll erkämpften 1:0 gegen Blau Weiss qualifizierten sich die Jungs im Endspurt gar noch für das Spiel um Platz 3. Dieses wurde dann auch nur ganz knapp gegen das Team des CfL verloren.

Demhingegen war unser „Turnierflaggschiff“, die Fortgeschrittenenmannschaft der Knaben D von den „Pokalrängen“ 1-3 dieses Mal leider ganz deutlich entfernt. Das lag unter anderem an zum Teil ganz kurzfristigen Ausfällen von einigen unserer bereits richtig starken Spieler, die, wenn sie alle zusammen sind, das haben auch die ersten Spieltage schon gezeigt, richtig toll zusammenspielen. Wenn aber gleich mehrere mal fehlen, dann bekommen unsere Jungens auf dem Fortgeschrittenenniveau doch noch einige Probleme. So war es auch bei dem erneut hohen Niveau des Memmorie-Cups. Hinzu kam dann auch noch eine „negative Dynamik“, „dank“ derer die Jungs auch manches Mal etwas arg unglücklich agierten. Doch so deutlich der Mannschaft als Ganzer die fehlenden Erfolgserlebnisse nach den ersten Niederlagen anzumerken waren, so deutlich zeigte sich doch auch parallel, wie sehr gerade die jüngeren Spieler wie Mats, Merlin und Louis bei ihrem ersten richtig großen Hockeyturnier von Spiel zu Spiel dazulernten. Und auch bei den „alten Hasen“ gab es tolle Steigerungen. So avancierte gerade Anton in den letzten Spielen zum umsichtigen Abwehrorganisator mit Vorwärtsdrang. Und unser Offensivwirbelwind Jonas ackerte dann insbesondere im abschließenden Spiel um Platz 7 gegen den UHC Hamburg so viel mit nach hinten, dass auch richtig gefährliche Angriffe noch abgefangen werden konnten. Doch auch wenn die UHCer mal durchkamen stand dann David, der zuvor auf derselben Position gegen BHC noch etwas unglücklich agiert hatte, ganz souverän im Tor. Das Problem war dann nur, dass diese drei am Sonntag die einzigen Jungs des älteren Jahrgangs waren, was sich auch immer wieder in den Laufduellen und in der räumlichen Orientierung bemerkbar machte. Auch wenn wir noch einige vielversprechende Angriffe vortrugen, hier blieb es dann beim 0:0 und somit beim geteilten 7. Platz.

Dieses „Altersproblem“ haben unsere Mädchen D so nicht. Hier sind fast alle „2001er“. Und wären alle dabei gewesen, hätten wir sicherlich auch zu den Turnierfavoriten (in diesem Jahr nur eine Konkurrenz) gezählt. Doch auch bei den Mädels hatten einige Eltern das lange Wochenende für einen Kurzurlaub genutzt. So fand sich am Samstagmittag eine Truppe zusammen, die so noch nie zuvor in dieser Konstellation auf dem Platz gestanden hatte. Dafür sah es eigentlich auch schon ganz gut aus. Noch gab es gegen die besser eingespielten Teams der Berliner Großclubs BHC und SCC aber jeweils knappe Niederlagen. Doch dann fand sich unser Team immer besser und startete eine kleine Siegesserie von drei deutlichen Erfolgen. Erst im Spiel gegen den späteren Turniersieger Blau Weiss gab es wieder einen kleinen Dämpfer. Obwohl es munter hin und her ging, waren die Grunewalderinnen einfach etwas kompakter und gewannen daher verdient, wenn auch etwas zu hoch mit 2:0. Im Spiel um Platz drei ging es dann gegen das symphatische Team aus Steglitz. Hier zeigten unsere Mädels dann ihr bestes Saisonspiel. Aber es war eines von der Sorte, das man dann eigentlich immer verliert. Großchancen wurden in Serie herausgespielt. Doch hier rächte sich neben der Nervosität einiger, es ging schließlich um einen Pokal ;-), wohl auch, dass wir gerade erst begonnen haben, auch regelmäßig mit einem Torwart zu trainieren. Und wie es dann halt so ist…, Abschlag, einmal kurz nicht den Schläger rechtzeitig runtergenommen, Konter, Tor, 0:1. Doch obwohl nun nicht mehr viel Zeit blieb, schien unsere Mädchen das nicht zu schocken, im Gegenteil, jetzt wurde eher noch umsichtiger in den Kreis gespielt. Und irgendwann, wenn in diesem Fall auch mit etwas Glück erzielte Antonia das erlösende 1:1. Penaltyschießen. Und allein dieses Erlebnis wird sich den Mädels in ihr Hockeyarchiv wohl unvergesslich einbrennen. Ewig ging es hin und her und erst das achte Schützenprächen brachte dann die Entscheidung, zu unseren Gunsten, als „Sister Act“. Zuerst erzielte Toni ihr schon drittes Turniertor und im direkten Anschluß parierte ihre Schwester Elisabeth im Tor gegen die Steglitzer Stürmerin. Besonders toll: Beide spielen erst seit wenigen Monaten bei uns. Im Anschluß gab es dann eine blau-orangene Jubeltraube „auf“ Elisabeth. Jut jemacht Mädels! Weiter so!

Ein Dank im Namen aller beteiligten und wieder „schwer begeisterten“ Prenzlberger Hockeykinder und -eltern an den Gastgeber Berliner HC für die Einladung und die großartige Durchführung des Turniers. Im kommenden Jahr wird die blau-orangene Kinderhockeyfamilie sicherlich gern wieder gen Zehlendorf reisen.

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Veröffentlicht am 24. Mai 2009 um 23:15 Uhr

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